Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 77 (1913)
- Issue
- Heft 51 (19.12.1913)
- Date
- 1913-12-19
- Page
- Seite 6 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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fördern berufen ist, anerkannt wird. Der jüdische Turnverein Bar Kochba hat sich entschlossen, den Reinertrag seiner Maccaböerseier, die am 27. Dezember in den Gesamträumen der Philharmonie stattfindet, dem Platzfonds zu überweisen.. Erste künstlerische Kräfte Berlins werden.sich in den Dienst der Veranstaltung stellen. — Die Einäscherung des Rentiers Julius Cohn, der in der jüdischen Gemeinde vielen Wohlfahrtseinrichtungen als Vorstandsmitglied augehörte, fand am 11. d. M. im städtischen Krematorium statt. Vorher ging eine Gedenkfeier, der eine große Trauergemeinde, darunter als Vertreter des Magistrats Stadtrat Kalisch, beiwohnte. — Aus Bereut (Westpreußen) wird uns geschrieben: Am 7. d. M. beging der Rabbiner der hiesigen Gemeinde, Herr Dr. I. Münz, das Jubiläum seiner 25 jährigen Amtstätigkeit. Das Fest legte Zeugnis ab von der Liebe und Verehrung, die der Jubilar in allen Kreisen der Bevölkerung genießt. Am Vormittag des Ehrentages drückte der Vorstand der Gemeinde unter Ueberreichung einer Ehrengabe dem Jubilar für seine segens- und erfolgreiche Tätigkeit seine vollste Anerkennung und Verehrung aus. Ferner brachten verschiedene Körperschaften und Vereine dem Jubilar ihre Glückwünsche dar. In all den Ansprachen der Delegierten wurde die treue, hingebungsvolle, von hohem Idealismus getragene Wirksamkeit des Jubilars gewürdigt. — Aus der Grenze von Posen nach Rußland ereignete sich der traurige Vorfalldaß eine Bande von halbwüchsigen Jungen den 15 Jahre alten Händlersohn Michaelsohn mit Messern ansielen und unter Ausrufen „Beilis, Beilis!" in den Rücken stachen. Der arg zugerichtcte Knabe wurde nach dem Posener jüdischen Krankenhause, Rohrsche Stiftung, zur Behandlung gebracht. Die rauflustigen Burschen entkamen. — Der verstorbene Rentier Albert W o l l e n b erg aus Liegnitz, ein älter Löwenberger, hatte der Stadt Löwenberg für Armenzwecke 100 000 Mark vermacht. Das Testament wurde von Verwandten angesochten, die Zuwendung hat aber die behördliche Genehmigung gesunden. Nach dem Testament sollen die Zinsen von 60000 Mark an Arme ohne Unterschied der Konfession, die anderen an jüdische Arme in Löwenberg, und wenn solche nicht vorhanden, an jüdische in Liegnitz verteilt werdend — Aus Amberg wird berichtet: Die Heiß^sche Agitation, den Schuß als Tötungsart statt dtzs Schächtens einzuführen, hat hier ein großes Fiasko erlebt. Ein zirka 6 Zentner schwerer Stier war zur Tötung ins hiesige Schlachthaus gebracht worden. Nachdem er bereits vier Sc^rß in die Stirn erhalten hatte, stand er noch fest, ohne zu wanken. Wo sonst die Tiere schon beim ersten Schuß fallen, konnte dies hier erst durch einen starken Schlag mit einem Schlegel zuwege gebracht werden. Und das soll nach Heiß die beste Methode sein? — Der Seelsorger der Coburger Kultusgemeinde, Herr Lehrer und Prediger Simon Oppenheim, der am 1. April ü. I.' sein 40 jähriges Ortsjubiläum feiern konnte, wird mmmim um PALMIN-PALMONA '-i Die Herftellung don '"I^DPalmitl (Pflanzenfett) u. "HXZ7-D PallllOtia (Pflanzen-Butter-Margarine) gefchieht unter ftändiger, ftreng ritueller Rabbinats- Hufliebt, in Witbelmsburg durch Herrn Oberrabbiner Dr. Spitzer, in Mannheim durch Herrn Rabbiner Dr. Hohn. ^^2713Palmin und Palmona find abfolut frei von tierifchen Fetten, dahet für Milch- und Fleifdhfpeifen verwendbar. Jede Packung trägt das Sieget des Rabbinats. Alleinige Produzenten: H. Scblinck & Cie. H.-6., Hamburg Fabriken in Wilhelmsburg a. E, und Mannheim. ivo PVHo#vfyymm Malz, oder Jrund 3300 Gerden« körner sind nötig, um ein Vaster des altberühmten Köftritzer Schwarzbieres herzu- Kellen. Daher der hohe Nährwert. Viel Extrakt und wenig Alkohol, das find die Vorzüge des HöKritzer Scbwarzbieres, durch die es zu einem Ideal- Getränk für Gefunde undKranke wird. In keinem Haushalte follte daher HöKritzer Schwarzbier als tägliches Tafelgetränk fehlen. HöKritzer Sdbwarzbier wird von ärztlichen Autoritäten als Kräftigungsmittel verordnet und ift in vielen Kranken» häufern, Sanatorien ufw. eingeführt. Verlangen Sie überall das echte HöKritzer aus der Fürstlichen Brauerei Hökritz. 18 Flafchen M. 3.— frei Haus oder Bahnhof Bertin durch die Generalvertreter F. u. M. Camphausen, Berlin SW, Möckern» ftraße 118, Fernruf Amt hiitzow, 926, 916, und in den durch Plakate kenntlichen Verkaufsstellen. Ausfchank vom Faß in demSpe« zialausfcbank Ludwig Behncke, tinkftraße 38. nt für jüdische , Berlin C 25, Dircksenstratze 25-27 (im RechtsanwattSburean). vermittelt kostenlos akademische Stellungen und Niederlassungs-Möglichkeiten. Sprechstunden des Sekretärs täglich, außer Sonnabend und Sonntag, Vs 4—5 Uhr. Das Arveitsat ^Akademiker Ledwaden, Ganzen u. all 63 andere Ungeziefer vertilgt gewissenhaft and diskret Kirchner —1 Köpenicker Str. 114.