Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 77 (1913)
- Issue
- Heft 50 (12.12.1913)
- Date
- 1913-12-12
- Page
- Seite 8 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Altirrsheim zu errichten und den- Anstaltsgarten zu -vergrößern.-.^ Herr Stadtrat M ax B l um, Präsident der israelitischen Kultusgemeinde in Straßburg (Elsaß) beging Vorletzten Samstag seinen 7 0. •: Geburtstag. Die . ganze Gemeinde feierte diesen Tag .durch einen erhebenden GotteZdiettst in der si Synagoge, Lei dem Vertreter der Gemeinde und des Konsistoriums - Ansprachen hielten. ' — Aus Anlaß des ' 65. Regierungsjubiläüms des Kaisers Franz Joseph fand am 2. d. M. im Tempel; der israelitischen Kultusgemeinde, Wien XVIII. Sch'openhauersträße 39, die vom Währingev Frauenverein veranstaltete Bekleidung von 45 armen Schulkindern mit vollständiger Winterkleidung statt. Eingeleitet wurde die Feier" durch einen Festgottesdienst und eine Rede des Rabbiners Dr. Feuchtwang. Anwesend waren die Bethausvorstände, der Vorstand der Chewra-Kadischa und des Frauenvereins sowie viele Notadilitäten des Bezirks Währing- Döbling. — Der größte ungarische Balladendichter, Joseph Kiß — ein Jude — 'würde zum Ehrenbürger seiner Geburtsstadt Mezöesath gewählt' und anläßlich seines 70. Geburtstages von der ganzen ungarischen Gesellschaft geseiert. Sein Großvater ist vor 150 Jahren aus Rußland eingewandert und hat als CHason alten Schlages in vielen Gemeinden gewirkt. — In Jassy fand kürzlich wieder eine antisemitische Versammlung statt, in deren Verlause folgende Anträge gestellt Würden: Der Ausschluß der Juden von der Armee, die Einrichtung einer strengen Kontrolle in bezug aus fremde in Rumänien einwandernde Juden, das Verbot jüdischer Versammlungen sowie die Einführung weiterer ökonomischer Maßregeln gegen unsere Glaubensgenossen. Die Versammlung schickte dem König ein Telegramm, in [ dem sie gegen irgendwelche, den Juden, zuzubilligende Konzessionen Protest..einlegte. — Der „Kurher Zaglembia" enthält in einem Artikel sehr bemerkenswerte Angaben über die wirtschaftlichen- Verschiebungen, die. sich in: der - Stadt Sosnowice, infolge des -Boykotts gegen die Juden vollzogen haben. Insgesamt waren in Sosnowice und Vororten vor einem Jahre vorhanden 1680 jüdische und 272 polnische Firmen. Heute gibt es dagegen 813 polnische und nur noch 438 jüdische Firmen. - Der bekannte Lodzer ^Philanthrop Jakob H e r z hat 100 000 Rubel für eine Stiftung zur Unterstützung armer Maler, Bildhauer und Techniker gespendet. — In Springs (Transvaay ist Herr S. M. Goodmann einstimmig zum Bürgermeister gewählt worden. Der neuerwählte Bürgermeister hat trotz seiner vielseitigen, öffentlichen Tätigkeit, stets reges Interesse für alle jüdischen Angelegenheiten seines Wohnortes bekundet und ist Mitglied und Förderer zahlreicher jüdischer Institutionen. — Jakob H: S ch i s s ,- der berühmte Philanthrop und Finanzier, hät> wie aus-New York geschrieben wird, dieser Tage der amerikanischen Roten Kreuzgesellschaft eine Spende von 4OO O0O Mark überwiesen. Laut Verfügung des hochherzigen Spenders soll diese Summe zur medizinischen Hilfsarbeit verwendet werden, welche das Rote Kreuz in den Städten und Dörfern Amerikas besorge. ' Derämworlli'cher Rt-dakteur: Albert Kah in Berlin-Pankow, Florastraße 53. Aerantwortlittj fiir-de« Anzeigenteil: Max F ahrnl an der Neukölln. Druck und Verlnag rn, Nndnli Mviie in Berlin. — Bei. der D e u t sich e n M i l i tärdien st - und Lebens- V e r s i cherungs-An st a l t a. G. in H a nn o v e r waren im Monat November 1913 zu erledigen: 1316 Anträge über 36O2 63O Mark 'Versicherungskapital. Von Errichtung der Anstalt (1878) bis Ende November d. I. gingen ein 489 465 Anträge über 790 306115 Mark Versicherungskapital. Die Auszahlungen an Versicherungssumme, Prämlenrückgewähr usw. im Jahre 1912 -betrugen ca. 14 000 000 Mark, die Gesamtauszahlungen seit Bestehen der Anstalt ergeben rund 158 000 000. Mark. ■ Der Hypothekenbestand betrug am Jahresschluß rund 129 OOOOOO Mark. ... ... - , - Die Butter der Zukunft. Schon heute genügt die Butter- »Produktion nicht im entferntesten, den Bedarf zu befriedigen. Dieser . Bedarf wird aber mit -dem sich steigernden! Wohlstand der Vevölberung täglich größer, während die landwirtschaftliche Produktion infolge' der Ausdehnung unierer Industrie mehr und mehr zurückgehen muß. Daher muß die Industrie einen Teil der Produktion unserer Nahrungsmittel übernehmen. Das ist bereits in hohem Maße der Fall und wird es in Zukunft noch mehr sein. In Hunderitausenden von Familien verwendet man -schon heute an Stelle von Butter Dr. Schlincks Palmona (Pflanzensbutter - Margarine). Die Haushaltungskasse empfindet diesen Wechsel angenehm, ohne daß sich selbst r die feinste Zunge beklagen könnte. - Bad Altheide. Während des ganzen Winters bleibt das Heleuenbad, in welchem die Sprudelbäder verabreicht werden, geöffnet. - Wohnungen sind in zahlreichen Logierhäusern des Bades zu mäßigen Preisen erhältlich. Die Badeverwaltung erteilt gern Auskunft, eme Kurtaxe wird während des Winters nicht erhoben. Tabletten — von Aerzten selbst gebraucht und verordnet.— Oiätetisches Mittel 1. 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