Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1912-09-11 · Heft 37 (11.9.1912) · p. Seite 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
76 (1912)
Issue
Heft 37 (11.9.1912)
Date
1912-09-11
Page
Seite 7 (sequence 19)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/3224737-3229015-3229053--68793-3281070
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

würden sie das Recht bekommen, eigene jüdische Feldwächter und Gendarmen anzustellen, um sich dadurch absolute Sicherheit zu verschaffen. Außerdem riet er ihnen, die Ermächtigung der Regierung zur Errichtung eines Telephonnetzes zwischen den Kolonien anzusuchen, damit im Notfälle die Wächter der einen Kolonie leicht nach der anderen Kolonie berufen werden können. Er versprach den Kolonisten, daß, wenn sie ihre Gesuche an ihn richten, er dieselben ohne weiteres genehmigen würde. Zugleich empfahl er denjenigen Kolonisten, die noch nicht ottomanische ' Bürger seien, sich naturalisieren zu lassen, weil sie dadurch in den Besitz aller staatsbürgerlichen Rechte kämen. Der Pascha hat zwei volle Tage in den Kolonien zugebracht und hat bei der Fahrt von Rischon-Lezion nach Pethach-Tikwa auch das Stadtviertel Tel-Abib in Jaffa und das dortige hebräische Gymnasium besucht und seine große Befriedigung über das von den Juden hier Geschaffene ausgedrückt. Die Reise des Paschas hat unter den Kolonisten eine lebhafte Bewegung hervorgerusen, und viele Kolonisten, die sich bisher nicht entschließen konnten, Gesuche um ihre Naturalisation bei der Regierung einzureichen, haben sich jetzt dazu entschlossen. — Die Zeitung „Hacheruth" bringt interessante Mitteilungen über die Einkünfte der Jerusalemer Wohltätigkeits- und Erziehungsinstitute. Die aschkenasischen Chalukahkolelim nehmen jährlich 2 381000 Frank ein, die sephardischen 126 OO0 Frank, Krankenhäuser 628 000 Frank, die Erziehungsinst l tute 815 000 Frank. Im ganzen kommen also jährlich 3 950 000 Frank für die jüdischen Institute nach Jerusalem, und da ist noch der Bezalel und kleinere Jeschiboth nicht eingerechnet. — Der Bau des vom Odessaer Komitee gegründeten Seminars für Lehrerinnen, welches den Namen des verstorbenen hebräischen Schriftstellers Lewinski tragen wird, hat kürzlich begonnen. Von Osh unü sfrrn. — Vom Deutschen Bureau der Alliance Jsraölite Universelle in Charlottenburg erhalten wir folgende Mitteilungen seiner letzten Sitzung vom 4. September hat das Zentralkomitee der Alliance für die Opfer des Erdbebens in der Türkei, namentlich in Tchorlou, Gallipoli, Dardanelles 6000 Frank, ferner Zugunsten mehrerer in Rußland von Brandkatastrophen heimgesuchter jüdischer Gemeinden 4000 Frank bewilligt. — Der Rentier I u lins Iaffä, Bayreuther Str. 7, feierte am 6. September seinen 70. Geburtstag. Herr Jasfä ist Veteran aus den Feldzügen 1864 und 1870/71. — Dem Geh. Kommerzienrat Max S t e i n t h a l ist der Rote Adlerorden 3. Klasse, Herrn Arnold O b e r s k y der Kronenorden 4. Klasse verliehen worden. — Zum zweiten Rabbiner der Shnagogengemeinde Kattowitz wurde Herr Dr. Philipp de Haas, zurzeit Sekretär der orthodoxen Vereinigung in Posen, gewählt. — Aus Ratibor wird uns geschrieben: Frau Rittergutsbesitzer Rosalie Zender hier, welche in Gemeinschaft mit ihrem verstorbenen Gatten schon früher unserer Gemeinde namhafte Zuwendungen gemacht hat, so durch Spendung der Mittel für. unsere Shnagogenorgel und für die Friedhosshalle, hat nunmehr in hochherziger Weise unserer Gemeindeverwaltung 10 000 Mark zur Errichtung eines Wohngebäudes für den Friedhofsverwalter zur Verfügung gestellt. — Ihr 100 jähriges Bestehen wird die israelitische Gemeinde Liegnitz im Monat November dieses Jahres festlich begehen. — Zur Verwaltung der Rabbinatsstelle in Lissa i. P. hat der dortige Gemeindevorstaud Herrn Rabb.-Kandidaten Dr. Gellis aus Krvtoschin berufen. Herr Dr. Gellis hat seine Studien am Breslauer Seminar vollendet und soll im Januar seine Entlassung als Rabbiner Ein Festgeschenk das Nutzen mit Freude verbindet. SINGER Nähmaschinen nähen, sticken und stopfen. SINGER Nähmaschinen erhielten in Turin 1911 wieder 2 Höchste Preise. SINGER Co. Nähmaschinen Act. Ges. Ber lin, Leipziger Strasse 92. Läden in den verschiedenen Stadtteilen. LinZl ist Margarine RUNERONA Pflanzcn-Dulter ( frei von tierischen Fetten) hergestellt aus „Kunerol“ dem feinsten Pflanzenfett aus Kokosnüssen, unter streng ritueller Aufsicht Sr. Ehrwürden Rabbiner Dr. Rosenack zu Bremen. Beide vollkommen koscheren Produkte, welche den strengsten Vorschriften entsprechen, dürfen sowohl zu Milch-, als auch Fleischspeisen verwendet werden. Alleinige Fabrikanten:Kunerolwerkeömb.HBremeh TSyj Kudowa „Zui?Ki?6ne“ 7^3 Restaurant nndXogierltaiis unter Aufsicht des Breslauer Kabbinats, OttilieHeydemanu W. SPINDLER unterhält 102 eigene LädeiS ca. 1200 Agenturen und beschäftigt über 2000 Personen Berlin t und Spindlersfeld bei Köpenick. Sauberste und schnellste Ausführung bei billigster Berechnung.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.