Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 75 (1911)
- Issue
- Heft 12 (24.3.1911)
- Date
- 1911-03-24
- Page
- Seite 6 (sequence 18)
- Language
- German
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in Berlin und HerrJgnazS ich el, hier. Eine Anzahl von Religions- Gemeinden hat sich uns . ebenfalls neu angeschlossen. - Allen edlen Spendern, die uns Gaben übermittelt haben, -sagen wir an dieser Stelle unseren besten Dank. Die Zahl der Pensionäre der.„Achawa" betrug im .verflossenen Jahre 133 gegen 129 im Vorjahre. Es sind dies 10 alleinstehende, dienstunfähige Lehrer', 37 Lehrer mit größerer oder kleinerer Familie. 74 alleinstehende Witwen, 9 Witwen mit unmündigen Kindern und .3 Waisen. . Der Reservefonds, den wir für besonders dringliche Fälle bereit halten, wurde 20 mal in Anspruch genommen; auch der Spezial- Reservefonds, den wir für Angehörige früherer aktiver Mitglieder bereit hallen, die statutengemäß nicht unterstützt werden können, konnte öfters zur Linderung der Notlage dienen. Tie Summe der diesmaligen Jahresunterstützungen beträgt 29516 in 157 Teilen, zu 188 Mark. Mit Hinzurechnung der aus beiden Reservefonds be willigten außergewöhnlichen Unterstützungen im Betrage von 1286 Mark ergibt: sich für das Jahr 1910 eine Gesamtausgabe von 30802 Mark gegen 31471.25 Mark im Vorjahre. Das Gesamtvermögen beträgt nach Abzug der zur Verteilung gelangenden Summe; 323510:29 Mark gegen 316348.52 Mark. Seit Ende 1909 sind 10 unserer aktiven Mitglieder gestorben. Neu eingetreten sind 14 Lehrer. Die Zahl der aktiven Mitglieder beläuft sich Ende 1910 auf 407." Oesterreich-Ungarn. - LWien, 16. März. AdolfSonnenthal sollte in Wien ein Denkmal bekommen. Der Mann, der so viel beigetragen hat zur Größe des BürtztheaterS, dessen Tradition er so ruhmvoll vertrat, verdient es ohne Zweifel, daß in einem öffentlichen Parke sein Matmorvild erstehe, um den Wienern späterer Tage das Antlitz des großen Schauspielers zu zeigen. Bescheiden und einsichtsvoll genug, verlangte man von der Kommune keinen ihrer großen Gärten; im Wertheimstein-Park, den die der Kunst und ihren VertretetN wohlgeneigte jüdische Dame der Gemeinde geschenkt hatte, sollte das Svnneuthal-Denkmal erstehen: Bezirksvorsteher Kühn erklärte aber, er könne sich für das Tenlüial inr WertheiMsteiu-Parke keinen rechten Platz denken. Die Jüdin Wertheimstein,- so bemerkt mit Recht die Wiener „Sonn- und Montagszeitung", gab den 'Park, aber dem Juden Sonnenthal ist der Platz verwehrt würden.' Die Herrschaften j können aber ruhig sein. Die Anregung der kunstsinnigen Fürstin Metternich wird wohl dem Pelotengeist der Wieützr Gewalthaber nicht so kurzerhand weichen müssen, u.nd Sönnenthal wird hoffentlich den Platz bekommen, der ihni in -Wien gebührt. — Der eitter angesehenen Brodyer Familie enstammende 36 jährige Dr. Fritz Kornfeld, der sich vor einem Jahre im ostgalizischen Städtchen Gwod-Ziece als Rechtsanwalt niedergelassen hatte, ist dort in bisher tmausghklärter Weise ums Leben gekommen. Aller Wahrscheinlichkeit nachliegt ein Raubmord vor. Tatsache ist, daß ein größerer Barbetrag, den Tr. Kornfeld am selben Tage behoben hatte, in seinem Besitz nicht mehr vorgefunden wurde. Eine Gerichtskommission hat am Tatort die Untersuchung eingeleitet, die aber bisher nichts wesentliches zutage förderte. Das Leichenbegängnis Dr. Kornfelds, der den Ruf eines sehr begabten Juristen genoß, hat in Lemberg unter großer Beteiligung der jüdischen Kultusgemeinde stattgefnnden. Interessant ist das Gerücht, wonach .Dr. -Koriifeld ein Opfer der russischen BERLIN G. Spandauer Strasse 26-32 Die Anfertigung sämtlicher Wäschegegenstände erfolgt in eigenen Zuschneidereiu. Nähereisälen unter Leitung :: erster Fachkräfte :: Gegründet 1815 BERLIN C. König-Strasse 11-14 Spandauer Str. 26 — 32 — König-Str. 11 — 14 Aus st ellung fertig eingerichteter Zimiffler. Eigene Polsterei- und Deköratiönswerkstätten. Kostenanschläge u. Entwürfe f. Interessenten kostenfrei Der reich illustrierte Sommei*-KatalOg .Nr. 118 wird auf Wunsch kostenfrei zugesandt TOmOR nos m Mandelmilch- Pflanzenbutter-Margarine mit ' süsser Mandelmilch, unter dem Schutze.... des.. Deutschen Rei-chspatents Nr. 100 922 hergestellt; ist der vollkommenste "l.UDp Butter-Ersatz derGegen- . wart. ifcÄ) 3 Pflanzen - Mandelmilch-MärgäVine darf nur von uns liergestellt werden. •Die, Herstellung erfolgt unter ständiger Anwesenheit und Leitung eines von Sr. Ehrw. Herrn Rabbr Df. B. Wolf, Köln angestellten u. inspizierten streng religiösen Aufsichtsbeamten, wodurch gleichzeitig volle Gewähr für gesundheitlich.'einjvandfreie Wafe^i geleistet wird. ' —— Alleinige Fabrikaritin: :! Sana-Gesellschaft m. bi tt , Gleve, -