Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 75 (1911)
- Issue
- Heft 7 (17.2.1911)
- Date
- 1911-02-17
- Page
- Seite 6 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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kodifikation der ungarische Adel mit dem Prädikat „Szaszi“ taxfrei^ verliehen wird. Hofrat Schwarz gehört zu den Zierden der wissenschaftlichen Welt Ungarns und hat auch wiederholt geistvolle Artikel über ungarische politische Fragen veröffentlicht, die auch in Regierungskreisen viel beachtet wurden. — Oberst Alfred Dreyfus hatte, wie aus Paris gemeldet wird, die nationalistische Zeitung „Action frangaise“ verklagt, weil sie die Aufnahme von Briefen abgelehnt hat, in denen Dr.ehfuS sich gegen beleidigende Artikel der „Action frangaise“ verteidigte. Die Zeitung wurde in den zwei Prozessen, die zur Aburteilung kamen, zu insgesamt 3400 Frank Schadenersatz > und Strafe und überdies zur Ausnahme der Antworten und des Richterspruchs verurteilt. — Baron Henri de Rothschild hat ein neues dreiaktiges Schauspiel „Krösus" geschrieben. Das Stück gelangt im Herbst d. I. im Pariser Vaudeville-Theater zur Aufführung. — Unter den 30 Frauen, die im verflossenen Jahre an der medizinischen Fakultät der Pariser Universität promovierten, waren 14 Jüdinnen aus Osteuropa (Rußland und Rumänien). Eine,russische Jüdin, Sabina Aaronovitz, erhielt eine besondere Auszeichnung bei der Prüfung. Allen diesen erfolgreichen Kandidaten war in ihrer Heimat die Zulassung zum Universitätsstudium wegen ihres Juden" tums verweigert worden. — Der jüdische Arzt, Dr. Adriano' Friedmann in Rom wurde wegen mehrfacher Beweise seines selbst- .; losen- Opfermutes bei den Katastrophen in Süditalienmit der goldenen Verdienstmedaille ausgezeichnet. — Das Vorstandsmitglied der Petersburger Kultus gemeinde M. A. Ginzburg, bekannt-unter "dem Namen „Port-Arthurer Ginzburg", hat das GemeindepräfidiuÄ verständigt, daß er zu Zwecken einer noch zu bestimmenden jüdischen \ Wohlfahrtsanstalt die Summe von 300 000 Rubel spende.- Diese großeSpende soll zurErrichtüng einer jüdischenAltersversorgungsanstalt verwendet werden. Mehrere reiche Gemeindemitglieder haben sich bereit erklärt, für eine solche Anstalt gleichfalls namhafte Spenden zu ° machen.'— Bekanntlich hat die Smolensker Behörde seinerzeit die Verfügung getroffen, daß die Kuppel an dem neuen Synagogenbau, die angeblich das religiöse Gefühl der christlichen Bevölkerung verletze, abgetragen werden müsse. - Die Gemeinde hatte inzwischen an i die zuständige Instanz rekurriert. Dieser Tage ließ nun der Gouverneur den Gemeindevorstand zu sich bescheiden und erteilte ihm den strikten Befehl, die Kuppel sofort zu entfernen, widrigenfalls werde er sie aus Smolensk ausweisen. Der Gemeinde blieb natürlich nichts übrig, als dem energischen Befehle Folge zu leisten. — Die Wilson Ave.-Synagoge, eines der prächtigsten gottesdienstlichen Gebäude in Cleveland, wurde durch-Feuer großenteils zerstört. Den Brandschaden wird auf 100000 Dollar geschätzt. •■■■■" Verantwortlicher Redakteur: Albert Katz in Berlin-Pankow. Florastr. 58. Breslau, Th i ß raa rten-5 frasse 55- CharloHenhaus Teleph. Wo. 548. Modernster Comfort. Alle zeitgemäß. Heilverfahren, i Behandlung aller inneren und nervösen Krankheiten« < Besondere Abteilung für Zuckerkranke. I Prospekte durch Sen Besitzer und leitenden Arzt Dr. S. .Winkler. „ Heilbewährt bei Katarrhen, Husten, % Heiserkeit, Verschleimung,Magen- -- säure,JnfIuenza ulolgezustände. UberalLerhältlichin Apotheken, Drogen-und I Bezugsquellen ndchgewiesen ' 'durch die Kgl. Badefind BrunnendtreJction BadJEms. : Man. beachte die ~Schutzmarke und verlange. ausdrücklich das. Naturprodukt. 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