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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1910-12-09 · Heft 49 (9.12.1910) · p. Seite 7

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
74 (1910)
Issue
Heft 49 (9.12.1910)
Date
1910-12-09
Page
Seite 7 (sequence 19)
Language
German
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Amtsrichter Leo Wolfs ist zum %. Dezember d. I. von Bochum nach Berlin, Amtsgericht Mitte, versetzt worden. — Herr Iustizrat Dr. S. Meyer in Hannover ist als der erste Glaubensgenosse, dem in der Stadt Hannover diese Würde zuteil wird, zum Stadtrat (Senator) gewählt worden. — In Mannheim starb Herr Wilhelm Fulda, der sich Politisch betätigt und sich namentlich um die Stadtverwaltung, zu deren Vorstand er gehörte, sehr verdient gemacht hat. . Vor der Verbrennung der Leiche hielt der Stadtrabbiner Dr. Steckelmach'er einen Nachruf. Außer dem Rabbiner sprachen noch fünf,Redner. — Anläßlich seines 80. Geburtstages wurde Herrn Jsaae Salomonsey in Kopenhagen vom König von Dänemark der Danuebrog-Orden verliehen. Der König empfing den greisen, durch seinen frommen, wohltätigen Sinn geschätzten Jubilar in Audienz, Herr Salomonsen hat sowohl jüdischen als auch christlichen Institutionen größere Summen an seinem Geburtstage zur Verfügung gestellt. — Die in Meran lebende Witwe des Geheimen Rates Professor Dr. Moriz Lazarus, Frau Nahida Ruth Lazarus, hat bas Meraner Museum mit einer hochherzigen Schenkung bedacht. Vor allem sei erwähnt das von Lenbach gemalte lebensgroße Porträt ihres. Gatten, ferner eine Sammlung von 60 Porträts berühmter Persönlichkeiten, die mit Geheimrat Lazarus während seines Lebens in geistigem Verkehr standen. Frau Professor Lazarus hat endlich noch 5000 Kronen in österreichischer Silberrente zur Erweiterung und Erhaltung dieser Sammlung gespendet. Die Sammlung wird den Namen tragen: „Nahida- und ' Moriz-Lazarus Stiftung?. — Wie aus Rumänien berichtet wird, haben in Turn- Severin antisemitische Kundgebungen infolge eines Gerüchtes stattgesunden, daß jüdische Studenten ein Monument böswillig beschädigt hätten. Eine Anzahl Hooligans mißhandelte viele Juden und schlug? die Fenster jüdischer Geschäfte ein. Durch das Eingreifen der Polizei wurde jedoch bald wieder die Ordnung hergestellt.— Der Vorstand der jüdischen „Volksuniversität" in Paris hat auf Vorschlag der Herren Dr. Marmorek und Hahn den Beschluß gefaßt, eine Klinik ins Leben zu rufen, in welcher eingewanderten Juden unentgeltliche ärztliche Hilfe geboten werden soll. Es soll dafür gesorgt werden, daß mit den Kranken in der Sprache derselben verkehrt werden könne. Es wurde bereits eine Sammlung eingeleitet, die schon ein schönes Ergebnis aufweist. — Zwei junge russisch-jüdische Mädchen, Fräulein Bernstein und Issakowitsch, erhielten in Paris ihre Diplome als Architekten. Wie das „Journal" berichtet, ist es das erstemal, daß Frauen sich.in dieser Kunst auszeichnen. Redakteur: Albert Katz in Berlin - Pankow. Florastr. 88. Karlsruher Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit. ln 1909 Neuzugang: 51 Millionen Mark. Ende 1909 Bestand: 673 Millionen Mark Bewährtes System steigender Dividende. I Kosten, Zeit und Arbeit] I durch Benutzung unserer Annoncen- I I Expedition, selbst wenn es sich nur I I tim eine Gelegenheits-Anzeige, ein I I Gesuch oder ein Angebot handelt, [ 1 das in einer oder mehreren Zeitungen I I veröffentlicht werden soll. | L tononcen - Expedition Rudolf Mos». ] eiminum* poehl | bewirkt physiologische Oxydation der I im Körper angesammelten Ermüdungs» . _ „ I -toxine, regt die Gewebsatmung an, daher die von ersten T Klinikern erzielten Erfolge, bei Stoffwecltselkrank- I beiten, Nervenu. Herzleiden, Blutarmut, RUenma* , I tismna, Lnngenleiden, Altersu. -vorseitiger Schwäche, I Arteriosklerose, beiUebermfidtmgen u. in der Rekonvaleszenz* 1 I nach schweren Krankheiten. Erhältlich in den größeren Apotheken.1 Reicbbalt. Literatur gratis vom Organotberapeutischen Institut Prof. Or. v. Poshl A SBhns (8t. Petersburg), Hbfa Deutschland: Berlin SW. 68 ak. Aus der Feder des Arztes Dr. med. F. Dumstrey erschien, als Ratgeber für jede Familie, das ' hervorragende Werk: Die ttörperpflege k$ lkulturmenschen in gesunden und kranken Lagen. Ärztliche Ratschläge von Dr. med. F. Dumstrey, prakt. Arzt. Stichworte aus dem Inhalt: I. Krankheiten des Blutes und desHerzens: Verkalkung der Arterien. —. Hämorrhoiden. — Herzfehler und Ausgleichung derselben.— Herzkrankheiten. 7— Nervöse Herzleiden. — Wie heilt und verhütet man die Arteriosklerose? — Bleichsucht und Blutarmut. — n. Die Hautpflege des Kulturmenschen. — Beziehungen zwischen Hautkrankheiten, Wasser und Seife. — Hautatmung. — Luftbäder täglich nackt im Schlafzimmer.- — Bakterien als Schädlinge. -— Maßnahmen gegen Krankheiten der Haut. — Wie bekämpft man den Schweißfuß? 7— HI. Gesunder Magen! Gesunder Darm! Der Magensaft. — Die Leber als Schutzorgan. —Gärungsprozesse im Darm. — Bakterien im Darm. —- Ernährungskrankheiten: Neurasthenie, Gicht, Herzfehler, Zuckerkrankheit, Rheumatismus. Speisezettel für Magenkranke. — Der gesunde und der ungesunde Stoffwechsel. — Mittel gegen Verstopfung. — IV. Das Geschlechtsleben des Kulturmenschen: Die Grundlagen der Fortpflanzung. — Einfluß der Krankheiten auf die Ehe. — Der Beginn der Geschlechtsreife. — Menstruation und Ovulation des Frauenkörpers. — Die männlichen Keimdrüsen. — Ehen zwischen. Blutsverwandten. — Die körperlichen Ansörderüngen In der Ehe.' — Häufige' Schwangerschaften - und ihre Folgen. — Rassen und Rassenmischung. — Spülungen der Frau. — Getrennte Schlafzimmer. — Neurasthenische Schwäche und ihre Heilig. — Der Typus des Normalmenschen. Der Körper des Mannes. — Der Körper der Frau.'—- Die normale Schwangerschaft. — Die Entbindung. — Abhärtung des Kindes. — V. Gesunder Schlaf! Gesunde Nerven! Die Ermüdungsstoffe. — Hilfsmittel zur Anregung des Schlafes. — Hilfsmittel zur Beschleunigung des Einschlafens. — Nervenstärkende Tropfen..— Nervosität und ihre Bekämpfung. — VI. Das Haar und seine Erhaltung: Die . Haarwurzel. — Die Haarzwiebel. —7 Der Haarbodett. — Das Haarfett. — Das Eindringen von Luft in die Haare. — Das Ausfallen der Haare. — Die Haarpflege. — Kopfwaschungen und Einsetten. — Schlaffe Kopfhaut. — Trockenheit der Haare. — Haarschwund. — Schinnen. — Teerseifen und Schwefelpomade. — Das Ergrauen und Färben der Haare. — Die schmerzlose Entfernung lästiger Haare (Frauenbart). — VII. Die Pflege der Zähne und des Mundes: Die Abnutzung der Kauflächen. 7— Die Karies der Zähne. — Fäulnisbakterien. — Die Wurzelhautentzündung. — usw. usw. Aus den glänzenden Besprechungen und Urteilen in der Presse: „Das Buch will nach seiner ganzen Anlage als ein treuer Freund und Ratgeber in jeder Familie angesehen sein.". „Wir empfehlen dieses vortteffliche Buch allen, denen die Gesundheit das höchste Gut ist." Das glänzend geschriebene Buch , des bekannten Arztes kostet broschiert Mk. 2.80, gebunden Mk. 4.—. Helios-Berlag, Lrip»ig 205, Makenbargstr. 8.

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