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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1910-12-02 · Heft 48 (2.12.1910) · p. Seite 6

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
74 (1910)
Issue
Heft 48 (2.12.1910)
Date
1910-12-02
Page
Seite 6 (sequence 18)
Language
German
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geschrieben: Baronin Bel a v.Ha t da ny -D eutsch / geborene Klara v. Taussig, hat zum Andenken an ihren berstorbenen Vater, Herrn Theodor Ritter v. Taussig in Sarvar, eine bedeutende Stiftung ge-/ ' macht: Sie ließ im öffentlichen Spital in- Sarvar einen separaten Pavillon erbauen, der für die Aufnahme von 15 kranken Kindern bestimmt ist. Die Gemeindevertretung von Sarvar hat in einer außerordentlichen Sitzung den Stiftungsbrief entgegengenömmen. — Die vor einigen Wochen in Prag verstorbene Freifrau v. D o r m itz er hat letztwillig eine Viertel Million Kronen zu wohltätigen Zwecken vermacht. Dann erhielt die Kulturgenleinde Kromau (Mähren), zu deren Sprengel das Stammgüt Tulleschitz gehört,- 60 000 Kronen. — In Lemberg starb vor einigen Tagen die Fabrikantengattin Frau Nany Kalischer, Mütter des Reichsrats- und Landtagsabgeordneten Dr. Heinrich Kalischer. Die Verblichene war wegen ihrer seltenen Charaktereigenschaften allgemein sehr beliebt und geachtet und erreichte ein hohes Alter. — Am 19. d. M. wurde in Czernowitz (Bukowina)' der Rechtspraklikant Heinrich Schapira sub anspicüs impsratoris -zum Doktor der Rechte-promoviert^ Ter Statthalter von Bukowina überreichte dem-jungen juris-Doktor das übliche Geschenk des Monarchen, einen kostbaren Brillantring. — In Paris "verschied im Alter von 74 Jahren der bekannte französische Schauspieler Gustav Worms. Der Verblichene, welcher-Ritter der Ehrenlegion war- und sich an'!den bedeutendsten frarrzöstschen Theatern wie z. B. an der- 6om66ie >Pran<;aise einen Namen erworben halte,' hinterläßt einen Sohn, Jean Worms, der ein geschätztes Mitglied--des Sarah Bernhardt-Theaters ist. — Die in Chelm (Polen) versammelten russische Geistlichkeit und Kirchenvorsteher, um bei der dortigen Einwohnerschaftden griechisch-katholischen ' Glauben und -das russische Nationalitätsgefühl zu stärken, beschlossen -unter anderem, sich bei. 'der Regierung um Entfernung der Juden ausden benachbarten Dörfern zu verwenden. — Die Verwaltung der russischen Südwestbahn erhielt vom Ministerium den Auftrag, die -Zahl der dienenden Polen auf zehn -Prozent zu reduzieren, Juden aber, selbst getan fte/ über- Haupt nicht anzustellen. — Wie uns mitgeteilt wird, Hab der Oberrabbiner von Saloniki nun endgültig das Amt eines Oberrabbiners in Jerusalem abgelehnt und diesen Entschluß bereits dem Chacham Baschi in Konstantinopel mitgeteilt. — Wie bem alewish Obroniele aus Sydney gemeldet wird,- sind bei der letzten Generalwahl in Neu-Süd-Wales auch zwei jüdische Kandidaten ins Parlament gewählt worden, Herr John I. Cohen und Da niel Levh, die beide, im politischen wie auch im jüdischen Gemeindeleben hervorragend tätig, zu den schätzenswertesten Mitgliedern der jüngeren Generation der australischen Judenheit gehören. ' Redakteur: Albert «atz in Berlin - Pankow. Florastr. 58 Grlchskklichr Aoti?m. Die Sana-Gesellschaft m b. H. in Cleve stellt als erste Fabrik seit vielen Jahren eine koschere PflanFen-Margarine unter Verwendung 'von süßer Mandelmilch her, die unter dem Namen „Tomor" in den 'Handel gelangt. Da die Verbutterung von Pflanzenfett und i Pflanzenspeiseöl mit Mandelmilch auf.Grund des. D. R. P/100 922 1 das ausschließliche Recht der Sana-Gesellschaft ist, so ist keine andere ■ Fabrik in der Lage, einen koscheren, pflanzlichen Butterersatz her? zustellen, welcher die gleichen, durch den Zusatz von Mandelmilch begründeten Vorzüge ausweist. Hieraus folgert ohne weiteres, daß „Tomor" unter den im Handel befindlichen koscheren Pflanzen- Margarine-Produkten eine wohlbegründete Sonderstellung einnimmt. „Tomor" wird unter ständiger Aussicht eines von Sr. Ehrwürden Rabbiner Dr. B Wolf-Köln angestellteu und inspizierten, streng. religiösen Aufsichtsbeamten hergestellt, hat außerdem den .Vorzug, fleischig und milchig verwendbar zu sein. ' r. ... föitte wichtige Frage für Damen ist die Sorge um ihre . äußere' Erscheinung. Welche Vertreterin deS weiblichen Geschlechtes wäre nicht noch so jung, daß sie nicht „gut aussehen" möchte.' — Es ist das eine begreifliche, man kann sogar sagen, eine schützbare Eitelkeit. Wer aber glaubt, durch künstliche Hilfsmittel ein schönes Aussehen erzielen zu können, der irrt. Das sicherste Schönheitsmittel ist die Gesundheit. Und dazu verhilft nur die schon in den Zeiten des grauen Altertums viel angewandte Körperpflege und eine vernünftige Lebensweise. Frische Luft, gutes Wasser, leichte Kost und reizlose Getränke sind dabei wertvolle Verbündete. Während bei der Kost die reichste Auswahl, sich bietet, ist sie bei den Getränken etwas beschränkter. Da stellt sich nun als willkommener Freund Kathreiners Malzkaffee ein. Dieses gesunde Getränk können die Damen unbedenk- ■ lich /trinken; wegen seiner vorzüglichen Eigenschaften, zu denen auch ein außergewöhnlich billiger Preis gehört, hat Kathreiners Malzkaffee seit 20 Jahren bei Millionen Aufnahme gefunden. Jeder Frau und Mutter kann die Einführung dieses vorzüglichen Getränkes im eigenen Haushalt.empfohlen werden. Der Iteberschntz sämtlicher deutschen Lbebeusverflcherüugsgefellschaften betrug im Jahre 1909 nach der Statistik der Berliner Börsenzeitung 111.6 Millionen Mark, wovon den Versicherten 87% zur Verteilung von Dividenden überwiesen wurden. / Die Germanin in Stettin, erzielte in ihrem Gesamtgeschäst einen. Reingewinn von fast 9% Millionen Mark und überwies davon ihren mit Gewinnanteil Versicherten allein 95% mit tunb 9 Millionen Mark Aus dieser außerordentlich günstigen Beteiligung der Versicherten am Ueberschuß der Gesellschaft erklären sich die hohen Dividenden, oie von der Germania den Versicherten gewährt werden. Sie betragen im Jahre 1911 nach dem steigenden Dividendenplan bis zu 85%% der einzelnen Jahresprümie. Die sich-hierin widerspiegelnde hohe Leistungskraft der Germania, wie ihre Solidität und Sicherheit haben die Größe und den guten Ruf der Gesellschaft begründet. Sie. betreibt alle Arten der Lehens-, Jnvaliditats-, Aussteuer- und Rentenverstchernng und bietet in. ihren neuzeitlichen Einrichtungen in der Unfall- und Haftpflichtversicherung alle Vorteile dieser Versicherüngszweige und den wirksamsten Versicherungsschutz. Israelitisches Kurhaus zu Sayn b. Koblenz Getrennte Abteilungen für Nerven- und Gemütsleidende.Erholungsbedürftige, Morphiumkranke etc. Zentralheizung. Wintergarten, Billardu. Lesezimmer, eigene Synagoge, grosser Park; Wasserheilverfahren, Elektrotherapie,- Heil- Gymnastik, Massage, Milch- und Diätkuren. Beschäftigung in Landwirtschaft und eigenen Werkstätten. Prospekte kostenfrei. Die ärztliche Direktion: Die Verwaltungsdirektion: > Sanittttsrat Dr. .Behrendt B. 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In der Zeit vom 1. Oktober bis 31. Wärz erscheint diese Rubrik allwöchentlich. Aufnahme-Bedingungen durch die Geschäftsstelle ln Berlin, Jerusalemer Strasse 46-49.

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