Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 74 (1910)
- Issue
- Heft 26 (1.7.1910)
- Date
- 1910-07-01
- Page
- Seite 6 (sequence 18)
- Language
- German
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bis 1862 in Göppingen als Rechtsanwalt praktiziert hatte. Seit 1879 gehörte er dem Vorstande der Anwaltskammer an und war mehrere Jahre deren Präsident. Auch gehört der Jubilar seit langer Zeit dem Stuttgarter Gemeinderat als Mitglied an. — Die seitens der israelitischen Bevölkerung in Markheidenfeld (Bayern) schon so lange angestrebte Gründung einer Kultusgemeinde wurde vom Königlichen Bezirksamts genehmigt, und als Vorsitzender Herr Albert Heimann hier gewählt. — Unter den Opfern des Eisenbahnunglücks bei Villepreux befanden sich auch der bekannte und beliebte Herr Adolphe Worms aus Romilly mit seinem sechs Jahre alten Sohne. Er hinterläßt eine Witwe mit einem sechsmonatlichen Kinde. Ein anderer Glaubensgenosse, Herr Raoul Blum erlitt unerhebliche Verletzungen. — Unter den französischen Delegierten für den im August in Kopenhagen, tagenden Philanthropenkongreß befinden sich Herr Paul Strauß und Ferdinand Drehfuß. — Mittwoch, den 22.Juni um 12 Uhr, hat König Georg V. eine Huldigungsdeputation von den Vertretern der Anglo-Jewish Association und des Jewish Boards of Deputies in St. James-Palace empfangen. Auf Grlchäktlichr Moti?eu. Voiu Berner Oberland. Im reizenden, fast von allen, die in die Schweiz kommen, mit Vorliebe besuchten Luftkurort Wengen wurde das vor wenigen Jahren, in geradezu entzückend schöner Lage modern erbaute Hotel Waldegg von Herrn I. Freund käuflich erworben, der es als streng koscher geführtes Haus am 20. d. M. eröffnet hat. Das weltberühmte, liebliche Wengen ist dadurch auch allen rituell Lebenden zu längerem Aufenthalt als Kur- und Erholungsort erschlossen. Karlsruher Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit vormals Allgemeine Versorgungs-Anstalt. Der Rechnungsabschluß der Anstalt ist für 1909 wieder hervorragend günstig ausgefallen. Die Sterblichkeit blieb sogar nach dem absoluten Betrag der fällig gewordenen Summen hinter der schon sehr günstigen des Vorjahres zurück, so daß sich ein Sterblichkeitsgewinn von 2 935 464 Mark — 12,36 Prozent der Prämieneinnahme ergab. Da der durchschnittliche Kapitalertrag noch etwas gewachsen ist, hat der Jahresüberschuß gegen das Vorjahr eine namhafte Steigerung erfahren und ist mit 7 862 619 Mark der höchste, den die Anstalt je erzielt hat. Dieser Ueberschuß kommt allein den Versicherten zu. Diese erhalten für das eine Ansprache des Herrn Leopold von Rothschild antwortete der König ungefähr mit folgenden Worten: Es sei ihm eine außerordentliche Genugtuung, von zwei so hervorragenden Körperschaften des englischen Judentums den Ausdruck so loyaler Gesinnungen entgegennehmen zu dürfen. Nicht unerheblich sei der Trost, den er aus ihrer Sympathie in seiner Trauer erhalte und besonders durch ihr Zeugnis, daß sich sein verehrter Vater durch seine Fürsorge und seinWohlwollen in allen Bevölkerungskreisen ein so ehrendes Andenken erworben habe. Er seinerseits und die Königin danken für die guten Wünsche zum Regierungsantritt und für ihre unentwegte Hingabe an die Krone. Der König übergab diese Antwort an Herrn Leopold von Rothschild, dem der Handkuß gestattet wurde. Nach Vorstellung der Herren Alexander und Sir Edward Stern und Entgegennahme des Handkusses dieser beiden, wurde die Deputation Huld, vollst entlassen. — In Warschau starb im Alter von 54 Jahren der bekannte Rabbi Aron Landau, der Zaddik von Bjala. An seinem Leichenbegängnis haben zirka sünfzigtausend Personen teilgenommen. Redakteur: Albert Katz in Berlin >Pankow. Floraftr. S8. Jahr 1909 eine Gewinnzuweisung von 33,06 Prozent der gewinnberechtigten Prämieneinnahn e. Das Vermögen der Anstalt betrug auf Ende des Jahres 247 Millionen Mark. Hierunter befinden sich 40 Millionen Mark freie Reserven. Der Versicherungsbestand der Anstalt betrug Ende 1909 mehr als 673 Millionen Mark. Neuzugang und Reinzuwachs waren mit 51 und 31 Millionen Mark um 61/4 und 51/4 Millionen höher als im Vorjahre und überhaupt höher als in einem der bisherigen 45 Geschäftsjahre. Die im Jahre 1910 für 1909 für die Lebensversicherung der Anstalt auszuzahlende Dividende wurde vom Ausschuß auf 3,25 Prozent der dividendenberechtigten Deckungskapitalien festgesetzt (gegen drei Prozent in den Vorjahren). Im Jahre 1911 wird laut Beschluß des Ausschusses wieder der erhöhte Satz von 3,25 Prozent der dividendenberechtigten Deckungskapitalien verteilt. Zur voraussichtlich dauernden Ausrechterhaltung dieses Satzes befindet sich unter den freien Reserven eine Dividendenreserve von mehr als 33 Millionen Mark. Die versicherungstechnisch notwendige Dividendenreserve ist bei den der Berechnung zugrunde gelegten sehr vorsichtigen Annahmen um mehrere Millionen kleiner als die zur Verfügung stehenden Fonds, so daß ein namhafter Betrag zur Ausgleichung von etwaigen Schwankungen in den Ueberschußverhältnissen vorhanden ist. Melchthal -Schwei*.- S00 Meter ü. M. Ruhige, windgeschützte, alpine Lage. Waldungen. Angenehme Spaziergänge. Komfoi tables Haus. Gartenanlagen. Spielplatz. Biider. Elektr, Licht. Zentralheizung. Küche anerkannt vorzüglich. Pensionspreis von Frs. 5.— an. Portier am Bahnhof Sarnen. Illustrierte Prospekte durch den Besitzer F. Br lisch gi-Sch ülin. Salzburg«Mel Mer Familienhaus I. Ranges in nächster Nähe der Bahnhöfe, des Kurparkes, an den Haltestellen der elektrischen Linien nach Hellbrunn, Berchtesgaden, Königssee, Gaisberg usw. usw. Grösster Komfort in allen Zimmern. Elegante Gesellschaftsräume. Schöner und schattiger Restaurationsgarten. Elektrisches Lieht, Liit, Bäder. 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