Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 74 (1910)
- Issue
- Heft 19 (13.5.1910)
- Date
- 1910-05-13
- Page
- Seite 5 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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5 Wilmersdorf, Dr. Max Radziejewski - Chorlottenburg, Dr. A'lbrecht Rosenstein-Wilmersdorf, Dr. Moritz Rothenberg, Tr. Georg Schlesinger-Charlottenburg, Dr. Richard Simon- Charlottenburg, Dr. Ernst Singer, Dr. Ignatz Sternberg, ist der Charakter als Sanitätsrat verliehen worden. — Herrn Professor Dr. Julius Lazarus wurde der Charakter als Geheimer Medizinalrat verliehen. — Dem Sanitätsrat Dr. Eugen Pappen heim ist der rote . Adlerorden IV. Klasse verliehen worden. — Am 4. Mai ist nach kurzem schweren Krankenlager der Apothekenbesitzer Dr. Martin Fränkel verschieden. — Herr Julius Siegheim, der Seniorchef der Firma Siegheim & Co., beging am Montag, den 9. Mai seinen siebzigsten Geburtstag. — Redakteur Max Neustädter, der bekannte Berliner Journalist und Handelsschriftsteller, ist am 9. dieses Monats im Alter von 59 Jahren gestorben. — In den Landeseisenbahnrat ist für die neue, im Jahre 1910 beginnende Sitzungsperiode Herr Kommerzienrat Nazary Kantorowicz in Posen, als Mitglied berufen worden. — Die Wahl des Geheimen Kommerzienrat Herrn Aronsohn in Bromberg zum Mitglied des Provinzialausschusses für die Provinz Posen, ist vom Minister des Innern bestätigt worden. — Für 25 jährige Dienstzeit in der freiwilligen Feuerwehr wurde Herrn Salomonis in Wangrowitz das Erinnerungszeichen für Verdienste um das Feuerlöschwesen verliehen. — In diesen Tagen wurde in Wittkowo der zum Beigeordneten und stellvertretenden Bürgermeister gewählte Kaufmann Max Berne in sein Amt eingeführt. — Aus Breslau wird uns geschrieben: Der seit zehn Jahren bestehende Verein „Israelitisches Lehrerinnenheim", dessen Zweck es ist, seinen ordentlichen Mitgliedern im Falle des Alters und der Invalidität die fehlende Pension durch seine Beihilfe einigermaßen zu ersetzen, hielt kürzlich seine Generalversammlung ab. Aus dem Geschäfts- und Kassenbericht, den Dr. Heimann erstattete, ist hervorzuheben, daß das Vermögen des Vereins nunmehr 27 397.98 Mark beträgt. Es hat sich im Laufe der letzten drei Jahre um 7078.67 Mark vermehrt. Zuwendungen sind in dieser Zeit in Höhe von 4270 Mark gemacht worden. Feste Renten erhalten vier Damen. Außerdem werden alljährlich Beihilfen für Kur- und Erholungszwecke an Lehrerinnen erteilt, deren Gesundheit erschüttert ist. — Unter der Gesamtbevölkerung der Provinz Pommern sind 9650 Juden, d. h. 0,57 vom Hundert. Die Zahl der Juden ist durch Abwanderung nicht unerheblich zurückgegangen. — Professor Emil Kautzsch, der berühmte Exegetiker des alten Testaments, ist, wie uns aus Halle gemeldet wird, im Alter von 69 Jahren an einem Schlaganfall gestorben. Professor Kautzsch hat 22 Jahre lang in Halle gewirkt. Sein Hauptwerk, das er nicht mehr vollenden konnte, ist eine mit kritischen und historischen Erläuterungen versehene Ausgabe des Alten Testaments. Ehre seinem Andenken. — Die israelitische Gemeinde in Wachenbuchen beabsichtigt, demnächst ihr Gotteshaus bedeutend zu erweitern und namentlich eine neue Frauengalerie herzustellen. Die Arbeiten werden schon demnächst in Angriff genommen werden. — Bei der diesmaligen Anwesenheit Seiner Majestät des Kaisers in Straßburg im Elsaß ist der Präsident des Israelitischen Konsistoriums des Unter »Elsaß, Herr Isidore Gensbourger, zur kaiserlichen Abendtafel geladen worden. — Die Königin Emma von Holland hat der israelitischen Altersversorgungsanstalt im Haag einen längeren Besuch abgestattet. — Hosrat Professor Dr. Leopold Oser in Wien feiert in diesem Jahre sein 25 jähriges Professorenjubiläum. Der Jubilar, der Vorsitzender des Niederösterreichischen Landes-Sanitätsrates, Direktor und Primararzt des Spitals der Israelitischen Kultusgemeinde und Abteilungsvorstand der Allgemeinen Poliklinik ist, steht im 71. Lebensjahre und tritt mit Ende dieses Studienjahres von seinem Lehrberufe zurück. — Herr Josef Engel de Janosh, Präsident-der israelitischen Kultusgemeinde Fünfkirchen (Pees) ist zum königlich ungarischen Hofrat ernannt worden. — In Paris läßt Baron Edmund von Rothschild demnächst auf seine Kosten im Viertel Grenelle eine Synagoge bauen. — Sämtlichen Metzgern in Paris, die bisher ermächtigt waren, koschere Wurstwaren zu verkaufen, ist diese Ermächtigung entzogen worden, da man zahlreichen Mißbräuchen auf die Spur gekommen ist. — Das jüdische Städtchen Schab (Gouvernement Kowno) ist durch eine von fanatischen Bauern angelegte Feuersbrunst völlig vernichtet worden. Mehrere hundert jüdische Familien sind brot- und obdachlos. — Zum Handelsminister in der Türkei ist in Aussicht genommen einer der vier jüdischen Abgeordneten Konstantinopels, Herr Faraggi Effendi. — Die niederländische Regierung hat Herrn David da Costa, den ehemaligen Präsidenten des kolonialen Parlaments und langjährigen Vorsteher der jüdisch-portugiesischen Gemeinde zu Paramaribo, zum Präsidenten des obersten Gerichtshofs der Kolonie ernannt. Redakteur: Albert Katz in Berlin-Pankow.??lorastr. 88.- Zuckerkranke erhielten noch Hilfe, wo die Kunst erster ärztlicher Autoritäten versagte, durch Cuätuiff Bauer's Spezial-Institut für Diabetiker Kötzschenbroda-Dresden. Sprechzeit wochentags 8—12 Uhr. Das ganze Jahr geöffnet. Praktisch bewährte Diabetes-Therapie „Bauer“. Aerzte bezw. deren Angehörige sind stets in Kur. Ueber 6000 Patienten behandelt. 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