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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1910-04-08 · Heft 14 (8.4.1910) · p. Seite 8

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
74 (1910)
Issue
Heft 14 (8.4.1910)
Date
1910-04-08
Page
Seite 8 (sequence 20)
Language
German
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8 in Loslau. Voraussichtlich wird ihm der Religionsunterricht an der höheren Mädchenschule in Kattowitz übertragen werden. — Am 21. März d. I. feierten der Kaufmann und Stadtverordnete Herr Louis Pawel und Frau Flora geb.Jutros inski in Sand b erg i.P. das Fest der goldenen Hochzeit. Von Sr. Majestät dem Kaiser wurde dem Jubelpaar die 50 jährige Ehejubiläumsmedaille verliehen und von seiten der Stadt wurde Herr Pawel in Anerkennung seiner langjährigen Tätigkeit als Stadtverordneter zum Ehrenbürger ernannt. — Wie jetzt gemeldet wird, ist am vorletzten Sonnabend in der Synagoge der israelitischen Gemeinde in Bochum ein Einbruch verübt worden. Es sind wertvolle Gold- und Silbergeräte den Einbrechern zur Beute gefallen. Von den Tätern fehlt noch jede Spur. — Herr Rabbiner Dr. Stein in Worms ist von seiner Gemeinde, mit Genehmigung des Großherzoglichen Kreisamts, zum Ehrenrabbiner ernannt worden. Auch alle jüdischen Vereine, denen Herr Dr. Stein während seiner langen und gesegneten Amtsführung angehört hat, voran der Zweigverein der Alliance Israölite Universelle in Worms, haben Herrn Dr. Stein zu ihrem Ehrenpräsidenten gewählt. Der Großherzog von Hessen hat dem Rabbiner anläßlich des Abschlusses seiner amtlichen Tätigkeit das Ritterkreuz erster Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen mit der Krone verliehen. — Die aus Jassy verbreitete Nachricht von einer Feuersbrunst, die das dortige Judenviertel vollständig zerstört habe, ist unzutreffend. Wie dem Deutschen Bureau der Alliance Israelite Universelle telegraphisch gemeldet wird, hat nur ein unbedeutendes Feuer stattgefunden. — Wie „Daily Telegraph“ meldet, wurde der erst jüngst zum Kronanwalt ernannte königliche Rat Rufus Isaaks von König Eduard in den Ritterstanderhoben. — Das British Museum hat in jüngster Zeit äußerst wert- ■ volle Münzen erworben. Zu diesen gehören auch einige Tetradrachmen und Denarien aus der Zeit des zweiten Aufstandes der Juden um 132 unserer Zeitrechnung, ein Silberschekel und Hatbschekel aus der Zeit Judas Maccabäus. Eine Geldmünze von unbestimmtem Wert aus der Zeit Menelaus, des Bruders Ptolemeus I (312—306) vor unserer Zeitrechnung, ferner eine Goldmünze des Antiochus IV. Königs von Syrien (175—164 vor unserer Zeitrechnung). — Die Behauptung antisemitischer Blätter,, daß der französische Liquidator Duez in Paris, dessen Millionenbetrug die Gemüter in Frankreich jetzt so sehr erhitzt, Jude sei, ist vollständig aus der Luft, gegriffen. Duez legte nach außen hin immer großen Wert auf streng kirchliche Gesinnung und hatte vor einigen Jahren noch eine Audienz beim Papste. — Vorige Woche starb in Mailand der. italienische Senator Ugo Pisa im Alter von 65 Jahren. Pisa, der einer alten jüdischen Familie aus Ferrara entstammte, war Mitglied des Stadtrates von Mailand und Präsident der Handelskammer daselbst. Senator Pisa machte als Freiwilliger den Feldzug im Jahre 1866mit, trat nach Beendigung desselben in den diplomatischen Dienst ein und war längere Zeit der italienischen Gesandtschaft in London als Sekretär attachiert. — Den gerechten Klagen der Juden in Tunis hat die französische Deputiertenkammer durch folgenden neuen Gesetzentwurf Rechnung getragen. Bis jetzt waren die tunesischen Israeliten zwecks Erlangung der Naturalisation gezwungen, fünf Jahre in der Fremdenlegion zu dienen. Der neue Gesetzentwurf sucht den tunesischen Juden die Erwerbung der französischen Staatsangehörigkeit dadurch zu erleichtern, daß Ihnen gestattet werden soll, dieselbe Dienstzeit in einem französischen Regiment in Tunis zu absolvieren. — In P etersb urg fand anläßlich des einjährigen Todestages des BaronS Horaz Günzburg eine Gedächtnisfeier in der großen Synagoge statt, an der sämtliche Delegierte der dort tagenden Rabbinerversammlung teilnahmen. — Der New Yorker Bankier Otto H. Kahn, der kürzlich das berühmte Gemälde von Franz Hals „Der Künstler und seine Familie" für zwei Millionen Mark angekauft hat, erwarb jetzt noch das Gemälde „Der Thoraschüler" von Rembrandt zum Preise von 600000 Mark. — Washingtoner Blätter enthalten die Mitteilung, daß der russische Gesandte von 400 russischen Emigranten. aus Honolulu ein dringliches Bittschreiben erhalten habe, in welchem diese bitten, nach Hause befördert zu werden, da sie es in den dortigen Zuckerplantagen nicht länger aushalten. Die Auswanderer erzählen, daß sie von Agenten dahin gebracht wurden, wo sie jetzt förmlich wie Sklaven behandelt werden, während man ihnen vor ihrer Abrejse die glänzendsten Versprechungen gemacht hatte._. Redakteur: Albert Katz in Berlin-Pankow. Florastr. SS. mm INGER Nähmaschinen für alle . gewerblichen und häuslichen Näharbeiten. Zu beziehen durch Singer Co. Nähmaschinen Act.-Ges. Berlin, Leipziger Strasse 92. Läden in den verschiedenen Stadtteilen. 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Man verlange ausdrücklich Dr. Michaelis Magenpulver „Gastrogen“, und weise andere Erzeugnisse zurück. hergeltellt unter ftreng ritueller Aufflrht mhm Uw wn. des Herrn Rabbiner Dr.Kohn In Ansbadi flBSJ IWJ PALMIN PbRHUN. Germania zu ^Stettin Versichertes Kapital in der Lebensversicherung 826.4 MM. M. Mirliche Invaliden- und Leibrente. 10.3 Mill. M. Sicherheitsfonds ..... . . . . . . . . . .... 367.7 Mill.M. - Geschäftszweige: —— — - Todesfall«, Invaliditäts», fiusfteuer«, Leibrenten«, Unfall« u. Haftpflid)t«Verfid)erung .. .. .. zu den günstigsten Bedingungen .. .. .. Prospekte und jede nähere Auskunft kostenlos durch das Bureau der „Germania“, Berlin W. 8, Friedrichftraße 78 *• Ptrovisions « Agenten werden gesucht.

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