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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1908-03-20 · Heft 12 (20.3.1908) · page 22

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
72 (1908)
Issue
Heft 12 (20.3.1908)
Date
1908-03-20
Page
– (sequence 22)
Language
German
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Die Demnkraft eine Existenzfrage. Es gibt wohl kaum eine härtere, grausamere Strafe für bewusst oder unbewusst begangene Sünden (Fehler in der Lebensweise) als die N ervensch wache (Neurasthenie). Wen das Nervenelend einmal erfasst hat, den hält es unerbittlich fest. Weder in der Arbeit noch im Vergnügen findet er Befriedigung; überallhin folgen ihm krankhafte Reizbarkeit und Verstimmung, krankhafte Furcht- und Angstzustände, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung bis zum Selbstmordgedanken. Er ist unfähig, seinen Geist auf irgend eine Aufgabe (Lesen, Denken usw.) zu konzentrieren. Jede geistige und körperliche Anstrengung, auch die kleinste, hat bei ihm eine peinvolle Ermüdung und selbst körperliche Schmerzen im Gefolge. Die kleinen Unannehmlichkeiten des täglichen Lebens, welche der Gesunde kaum beachtet, geringe Geräusche und sonstige nichtige 'Ursachen reizen den Neurastheniker zu Heftigkeit und Zorn. Die Gemütsstimmung dieser Kranken, ist-eine düstere, pessimistischer Lebensauffassung zuneigende, ia mitunter völlig mut- und hoffnungslose (Melancholie). Sine unüberwindliche Willensschwäche zeitigt in ihnen die immerwährende Angst, was wohl das Leben noch bringen werde; Wirklich organische Leiden sind beim Nervenkranken selten, und trotzdem fühlt er sich krank und elend. Nicht selten plagen ihnMagenverstimmungen und Verdauungsstörungen, Platzangst, Menschenfurcht, der Kopf ist eingenommen, die Glieder schwach und kraftlos: Sein Schlaf ist unruhig und ohne Erquickung; abgespannt und müde verlässt er am Morgen sein Lager. Die Qualen dieser armen Kranken sind kaum zu beschreiben, und sie werden geradezu unerträglich dadurch, dass sie von ihrer Umgebung, vonihren eigenen Angehörigen und besten Freunden nicht verstanden — als eingebildete Kranke, ja. sogar als arbeitsscheue Menschen betrachtet werden. Schon diese knappe Schilderung zeigt, dass der Nervenkranke für den Lebenskampf untauglich ist. Er kann in dem rastlosen Wettbewerb, der heutzutage auf allen Gebieten herrscht, nicht Schritt halten, er kann den gesteigerten Ansprüchen an physische und geistige Energie nicht genügen. Und wo Arbeitskräfte und Widerstandsfähigkeit versagen, pflegt sich nicht selten der finanzielle Ruin einzustellen. Die gebräuchlichen Nervenkuren (Aufenthalt an der See, im Gebirge, in Sanatorien) sind zeitraubend und kostspielig. Es dürfte daher angezeigt seih, auf eine neue Merven-Therapie hinzuweisen, welche, auf einfachen Prinzipien beruhend, von jedermann ohneZeitver lust und mit geringen Kosten zu Hause angewendet werden kann. Die Kur richtet ihr Hauptaugenmerk auf die Beseitigung der Grundursache, auf die Befreiung des Körpers von den abgelagerten Selbstgiftcn — durch gesteigerte intrazellulare Oxydation und durch bessere Ernährung, d. h. leichtere, vollkommenere Verdauung der aufgenommenen Nahrung. Die unmittelbare Folge davpn ist eine Entlastung des Nervensystems einerseits, sowie eine bessere Ernährung (Kräftigung) desselben andererseits. Diesen Zweck erreicht man durch Zufuhr von aktivem Sauerstoff in Pulverform (Magnesiumsuperoxyd — Mg Oo), nach eigenem patentierten Verfahren hergestellt. Zahlreiche praktische Erfolge bestätigen die Richtigkeit'des leitenden Grundprinzips, dass der ' aktive Sauerstoff kräftig oxydierend wirkt und auf diese Weise den gesamten'Stoffwech'sel des Orgarfismua aufs wohltätigste beeinflusst.. Einfjge Beispiele für viele: - Herr cand. pbil. N., zu Anfang'der Kpr . schwer nervenkrank, -schreibt: „Ich bin hier auf der Durchreise nach K. und möchte m’ch gerti für ev. Fälle mit. den so herrlichen Präparaten verborgen, .sie haben mir grossartige Dienste getan,, wofür ich'ergebenst danke.“ Dr. raed. Sch. berichtet, dass er mit der Wirkung des Mg Oa ausserordentlich, zufrieden sei. Dr. med. L. in B. der hochgradig nervenleidend war, schreibt: „Bitte um weitere Sendung, da ich wirklich von der ausgezeichneten Wirkung geradezu begeistert bin.“ Derselbej Arzteinige . Wochen später: „Nachdem ich an mir die Vorzüglichkeit Ihrer Präparate zu konstatieren Gelegenheit hatte und mein relatives Befinden sich fabelhaft gebessert hat,, erlaube ich. mir usw.“ Dr. med,. F. N. schreibt uns: „Einer meiner Patienten, Herr Professor J., war mit Ihren Präparaten so zufrieden,. dass ich Sie bitte, mir das für eine Kur notwendige Quantum gefälligst schicken zu wollen. Es handelt Aeh um eineBaroninv. G., die an schwerer Neurasthenie, leidet und bei der ich alles mögliche ohne jeden Erfolg angewandt habe.“ Dr. med. H. in H. schreibt uns: «Da ich direkt wunderbare Erfolge zu bemerken .Gelegenheit hatte, die sich infolge der Sauerstoffbehandlung ergeben haben mussten, will ich auch hier das Gute resp.das Beste für meine Klientel heraussuchen und bitte Sie usw.“ Näheren Aufschluss über das neue Verfahren u. .Heilberichte enthält ein Prospekt, welchen das ärztlich geleitete Institut für Sauerstoff-Heilverfahren, Berlin SW. 11/32, Schöneberger Strasse 26, gratis und franko (verschlossen 20 Pf.) versendet. „Nach dem Süden“ Bäder, Kurorte, Heil-Anstalten, Hotels, Restaurants, Pensionen ALASSIO NL Herrlicher Winteraufenthalt. Le Grand Hotel Alassio. Haus I. R. mit allem Komf. d. Neuzeit. H. Aufzg. Wannwasser-, Zentralheizg. Das ganze Jahr geöffnet. A. Marson, Besitzer. Mustaplia - Sup^rieur Park- Hotel ßenoviert. Lift, Zentralhzg. Massige Preise. Neuer Besitzer: C. Seit*. BORDIGHERA BORDIGHERA Gd. Hotel des Jles Britanniques. Deutsch. Hans, Zentralhzg. Prachtv. Gart. 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