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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1904-03-18 · Heft 12 (18.3.1904) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
68 (1904)
Issue
Heft 12 (18.3.1904)
Date
1904-03-18
Page
[Seite] (sequence 18)
Language
German
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Der französische Gelehrte Salomon Neinach berichtete jüngst darüber.; Folgende Stelle ans einem 1834 erschienenen Werke diente einem Mit- , arbeiter der „Saturdah Review" als Basis für seine Schlußfolgerungen: „Moses sagte, daß das Licht schon am ersten Tage da war L und Sonne und Mond erst am dritten Tage. , Da nur jetzt kein anderes Licht haben als das der Himmelskörper, so müssen wir schließen, daß das Licht des ersten Tages einen anderen Charakter trug als das Sonnenlicht. Unser Planet muß, als er erstand, ein ihm selbst innewohnendes Licht besessen haben, wie es auch die Kometen in einer analogen Phase ihrer Entstehung zu begleiten scheint" („Püiiwcks Guide to Knowledge"). Aus diesen Zeilen schließt ein Berichterstatter der „Satnrday Review" : „Bei unserer gegenwärtigen Kenntnis der Eigenschaften des Radiums und anderer atomischer ...: Sonnen erlauben wir uns, zu denken, daß-ei,l neuer Ring hinzu-- - gefügt wurde der Kettd der Beweise, die eine Uebereinstimmnng des erster Kapitels wer Schöpfungsgeschichte mit den Resultaten der Wissenschast feststellen." Das ist die erste theologische Deutung der wunderbaren Arbeiten des Ehepaares Curie. $ Grlchäktlichr Mti?rn. — Ä n s z e i ch n u n g. Auf der stattgehabten siebenten Kochkuust- und fachgewerblichen Ausstellung des Deutschen Gastwirteverbandes, verbunden mit Armee-Verpflegung,. Volksnährung und^Hhgieue zu . Berlin, wurden die Produkte der Sana-Gesellschaft an. b. H. Eleve . mit dein Fortschrittspreis des Deutschen Gastwirteverbandes ans-; gezeichnet. — Leben sve rs.i chernn g. Wie seit länger als einem Jahrzehnt hat auch 1903 die, Viktoria in der großen Lebensversicherung einen'' sehr viel größeren NeiuznwachS im Versicherungsbestand aufzünieisen als jede andere deutsche Gesellschast, er beträgt ca. 45 Millionen Mark. IN der Volksversicherung war die Mstandzunahme ungefähr ebenso groß.' Die neuen Lebensversicherungs-Bedingungen der Viktoria wom Jahre 1901, die in ihrem Entgegenkommen gegen die Versicherten bisher unübertroffen sind, haben in neuester Zeit verschiedene Konkurrenzgesellschaften genötigt, auch ihrerseits die Versicherungsbedingungen zu verbessern, aber sie sind in ihren Zugeständnissen doch erheblich hinter der Viktoria.zurückgeblieben. Bei der Viktoria haben Wechsel im Beruf und im Aufenthalt, und ginge man in die Tropen, vom ersten Tage ab keinen Einfluß auf die Gültigkeit der Police. Rach einjährigem Bestehen ist die Police ans keinem Grunde anfechtbar. Bei Tod durch Selbstmord oder Duell im ersten Versicherungsjahre wird die Prämienreserve gezahlt. Nach drei Jahren ist die Police .unverfallbar. Bei Einstellung der Prämienzahlung geht sie dann ohne weiteres in eine fortan beitragsfreie Police über mit entsprechend herabgesetzter Versicherungssumme. Für den Kriegsfall bleibt die Versicherung in voller Höhe in Kraft, wofür nur Berufssoldaten eine, besondere Prämie, zu zahlen haben. Eine wegen Nichtzahlung der Prämie erloschene oder reduzierte Versicherung kann -.innerhalb, .eines. halben..Jahres ohne Untersuchung .wieder in Kraft ' gesetzt werden, mit Untersuchung sogar innerhalb von fünf Jahren. Gegen eine geringe Zuschlagsprämie wird der Versicherte im Falle seiner Invalidität vom weiteren Vetragszahlungen entsprechend befreit, ohne daß das Recht ans die Versicherungs-Summe dadurch irgendwie geschmälert würde. Es kann auch daneben eine Jnbaliditätsrente bis zu einer Höhe von 15 Prozent der Versicherungssummeversichert .lverden. — 10 000 Mark, der dritte Hauptgewinn der K ö n i g sb e r ge r G el d lo tt eri e, fiel auf' Nr. 244 766 in die bekannte Hauptkollektür A. Di u k e lma n n, Worms a. Rh. Wir hatten schön-wiederholt Gelegenheit, über die außerordentlichen Glücksersolge dieserLotteriebank berichten zu können. - -st — Das in den hiesigen lind auswärtigen besseren jüdischen Kreisen bekannte, zirka, zwei Jahre bestehende, streng rituelle Restaurant Baumann, Friedrichstraße58, Ecke Leipzigerstraße,hat, . um in jeder Richtung den Wünschen seiner Gäste zu entsprechen, seine Küche unter Aussicht des Rabbinats der hiesigen jüdischen Gemeinde gestellt, und ist Seine Ehrwürden Herr Rabbiner Tr. Eschelbacher gern bereit, jedwede diesbezügliche Auskunft zuerteilen. Wir können zu diesem Schritt Herrn Baumann nur gratulieren, ' um so mehr als bei der besondererr Schmackhaftigkeit seiner Speisen und Vorzüglichkeit seiner Weine und.sonstigen Getränke, sowie der peniblen Sauberkeit nur noch der Nimbus des Streng-Rituellen gefehlt hat, welchen die Rabbinatsaufsicht ergänzt. Jüdisch'theologisches Seminar BRESLAU, Wallstrasse ll>.; Das Sömmersemester. beginnt am 14. April er. — Die Aufnahme- Prüfungen linden am 14. und 15. April statt. Meldungen sind an den Unterzeichneten zu richten. ' . ' . Dr. Hoi’ovUz. A BeieucMungs-Gegenstände, 3ÄÄ Hl Künstler, Salon-und Speisezimmerkronen, Ampeln njljn und Lampen in allen Preislagen sowie zu Höschenken .JSTe'uJbtei-texx sind in grosser Anzahl eingetroffen. Besichtigung ohne Kaufzwang gestattet. Illustrierte Kataloge kostenlos. Albert Rosenhain WWW BERLIN SW., Leipzigerstr. 73|74, "IV2 la. Hausmacherwurst mit Uänsefliessen empfiehlt A Pfd. Mark 1.20 ab hier gegen Nachnahme die Wurstfabrik HERMANN COTTHILF Schlawe, Pomm. 23 jüdische Gefangene sollen am. kommendeu Peßachfeste in hiesiger kgl. Strafanstalt rituell verpflegt werden. Zu den Kosten erbitte ich mir, wie in früheren Jahren, gütige Beiträge mildtätiger Glaubensvrüder. Brandenburg a. H. st Rabbiner Hl’. AcktMuami. Verein für jüdische Krankenpflegerinnen zu Berlin. Generalversammlung Sonntag den 27. Mnvz 1904 vorm. llVzUhr im Saale des „Brüder-Vereins z, g. II." Unter den Xinden 4a. Der Vorstand. Uouis Sachs, Vorsitzender.- „Keduschah44 für Sabbat und Feiertage in 4 Abteilungen, für 1 Singstimme mit Orgelbegleitung, komponiert vom Kantor E. D w o r z an u. Organisten; R. Spaeter. Preis Mk. 2,— Zif beziehen durch die Mhsikaliem Handlung-und'Verlag August Klaihei- Uauplieim (Württemberg). Die Vacuüm Reinigungs-Gesellschaft, Mauerstr. 43, Hat mit ihren Saugluft-Äpparaten der für die FirmaQuantmayer & Hielt« ein gegangen en Sendung, bestehend aus ca. 4500 qm echter Orient-Teppiche nml Kelims, auf den Höfen Wilhehnstr. 55 in drei Tagen; allen Staub und Sand entzogen. Zahlreiche Damen und Herren der Presse >varen über alles Erwarten überrascht von der schnellen und gründlichen Reinigung, die ohne alle Staubentwicklung erfolgte. Anwesende Aerzte hoben besonders den grossen hygienischen-Wert dieser Entstaubungsmethode hervor, welche insofern unerreicht dasteht, als sie bei gründlichster Reinigung jede Staubentwicklung aussehlieSst und es ermöglicht, den in hermetisch verschlossenen Behältern aufgesogenen Staub zu vernichten. Ferner ist es möglich, .vermittels des Vacuum-Reinigers auch von allen Stoff verhängen, GTesimsen n. s. w. in den Wohnungen in gleicher Weise den Staub abzimehmen. Jedenfalls haben wir es hier mit einer herrlichen Erfindung zu tun/der eine grosse Zukunft bevorsteht. . nca by~vy nt» by Moritz Dobrin HPBTTW P Spittelmarkt 15. Münzstrasse 7. DllUlliri U. Tel. I. 7.847. Hauptu. Versand-Geschäft: AlCXSIldGrStr. 14 C Tel. IV. 1905 cmpJiehll : Makronen, Speise-Makroneri, Dessert-Makronen per Pfund M. 1.60. Mandelnnd Biskuit-Torten von M. 0.50 bis 5 Mark. WieaLex,. Nuss-, Apfelsinen - Makronen.. Baumkuchen- .... Torten von M. 3 bis 8 M. Altdeutsche, Königskuchen, Nahrzwiehäck, leicht verdaulich. Spezialität: Baumkuchen, per Pfund 2.40. Der Verkauf der HDö bl\Waren findet vom 22. März . . an nur,.in den oben genannten, für diesen Zweck extra ei n g erichteten Lokal e n statt. Infolge persönlicher Aufsicht leiste ich für HDS b>V volle Garantie*. st Schriftliche Bestellungen erbitte nur 'nach, meipein Haupt- und Ver- L ■ sandgesehäft Alexah’derstr. 14 c zuvrichten.

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