Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 32 (1868)
- Issue
- Heft 36 (1.9.1868)
- Date
- 1868-09-01
- Page
- Seite 722 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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722 der öffentlichen Meinung Mannten Gründen auch nicht, und so fand man denn ein gutes Auskunftsmittel darin, daß man den obenerwähnten ungerathenen Sohn Aeskulap's vor das Schwurgericht stellte — bis dahin befand er sich auf freiem Fuße — unter der Anklage, das Volk in Kalarasch durch falsches Zeugniß zur Erregung und zu Ausschreitungen veranlaßt zu haben. So zahm wie die ganze Comödie war auch die Anklage. Und als nun gar der Vertheidiger «Paskal) nach pathetischer Vertheidigungsrede den Geschwornen mit schlauem Augenzwinkern zu bedenken gab, daß die Sage von der Verwendung christlichen Blutes durch Juden vielleicht denn doch nicht so ganz ohne Begründung sei, da wurden dieselben schon ganz und gar von der Unschuld des Angeklagten überzeugt und ein freisprechcndes Verdict war der Lohn seines Märthrerthums für die Sache — Bratiano's. Anzeigen. Zum 1. Nov. d. I. wird in hiesiger israel. Gemeinde die Stelle eines Religionslehrers, Vorbeters, u. Schächters frei. Das Gehalt ist einträglich und die Stellung angenehm. Befähigte Persönlichk. wollen sich an uus wenden. Neubuckow im August 1868. Der Gemeinde-Vorstand. Die hiesige vacante Vorsänger- und Schächterstelle wird hiermit zur Concurrenz ausgeschrieben. Der Bewerber muß besonders eine angenehme Stimme haben und musikalisch gebildet sein. Die fixe Besoldung beträgt 1000 Frc., die übrigen Einkünfte circa 800 Frc. Ein Vorsänger, der im Stande wäre, hebräischen Unterricht zu ertheilen, könnte sich nebenbei ein jährliches Einkommen von einigen hundert Franken erwerben. Ebenso durch Musikunterricht. Allfällige Bewerber haben ihre Anmeldungen mit Beilegung der Zeugnisse bis 30. August dem hier Unterzeichneten einzusenden. Endingen in der Schweiz, 9. August 1868. Der Vorsteher _Jae. Salon». Dreifuß._ Wir suchen zum sofortigen Antritt einen zweiten geprüften Religionslehrer, der zugleich ein musikalisch gebildeter Cantor ist. Jährliches Gehalt 350 Thlr., mit nicht unbedeutenden Nebeneinkünflen. Befähigte Bewerber wollen ihre Zeugniffe franco einsenden. Hirschberg in Schlesien. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Die erste Lehrerstelle an unserer dreiklassigenl Elementarschule, mit der das Predigeramt verbunden, l ist zu besetzen. Fixirtes Gehalt 400 Thlr., Voraussicht-> liches Nebeneinkommen 100 Thlr. Lehrer von theologischer und höherer wissenschaftlicher I Bildung, auch im Predigen geübt, wollen sich unter Einsendung ihrer Zeugnisse in portofreien Briefen baldigst' wenden an den Synagogen- und Schulvorstand in Schwerfen; bei Posen. Annonce. Der israel. Religions- und Elementarlehrer der Synagogen-Gemeinde Stolp in Pom. wünscht baldmöglichst seine jetzige Stelle mit einer einträglicheren zu vertauschen. Derselbe ist auch geprüfter am« und hat mit bestem Erfolge deutsche Vorträge in der Synagoge gehalten. Der hiesige Synagogen-Vorstand wird die Güte haben nähere Auskunft über ihn zu ertheilen. Franco-Offerten an denselben. Für mein Bankgeschäft suche ich einen Commis, der mit der Correspondenz und Buchführung vertraut ist. Reflectanten wollen sich frc. an mich wenden. Menden bei Iserlohn. _L. S. Rothschild. Für einen tüchtig vorgebildeten 20jährigen soliden jungen Mann wird zur Vervollkommnung in einem großen Detail, lieber jedoch in einem Manufactur-Geschäfte en gros eine Stelle gesucht, wo derselbe an jüdischen Sonn- und Feiertagen von der Arbeit entbunden ist. Es wird mehr auf gute Behandlung und Gelegenheit zur Ausbildung als auf Salair gesehen und stehen seitens des Aspiranten die besten Referenzen zu Diensten. Näheres bei L. Rofenthal in Moers._ SS” Gesuch i£K Ein in jeder Beziehung bestens empfohlener Cantor, auch N-np bya und ypin bsa wünscht zunächst auf die bevorstehenden hohen Festtage gegen anständiges Honorar Engagement. Franco-Offerten unter Chiffre P. R. 890 befördern gütigst die Herren Haasenstein S Bögler in Hamburg._ Annonce. Ein tüchtiger am«, welcher auch die Stelle eines Religions-Lehrers versehen kann, sucht zum 1. Januar 1869 eine angenehme Stelle. Bevorzugt wird eine solche Stelle, wo der Vorstand dem Beamten ein Nebengeschäft zu führen erlauben kann. Gefl. Offerten nimmt unter Li. 8. die Exp. d. Z. an. Ein unverheiratheter geprüfter jüdischer Lehrer, der Qualisication für den Religionsunterricht hat und außerdem Knaben bis Quarta vorbereiten kann, findet bei einem jährlichen fixen Honorar von 300 Thlr. dauernde Anstellung. Hultschin o/S. L. Mandowsky.