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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1868-06-23 · Heft 26 (23.6.1868) · p. Seite 525

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
32 (1868)
Issue
Heft 26 (23.6.1868)
Date
1868-06-23
Page
Seite 525 (sequence 15)
Language
German
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Eine junge alleinstehende Frau «Israelitin) sucht Engagement als Haushälterin bei einem einzelnen Herrn oder in einem Hausstande, wo die Frau fehlt. Gef. Off. sub M. 8. 26 nimmt das Mg. Annoncen-Bureau von Jacob Türkheim in Hamburg entgegen. Eine in Berlin im königl. Lehrerseminar geprüfte mit den besten Zeugnissen versehene Erzieherin, der französischen und englischen Sprache mächtig, musikalisch gebildet, sucht eine ihren Fähigkeiten entsprechende Stellung. Nähere Auskunft ertheilt vr. Goldschmidt in Leipzig. Eine jüdische Familie im Bergischen sucht zur Stütze der Hausfrau eine tüchtige Haushälterin gesetzten Alters, die über ihr bisheriges Verhalten gute Zeugnisse vorlegen kann. Meldungen unter den Buchstaben M. 8. besorgt die Exp. des Bergischen Volksbl. in Solingen. Eine junge Dame sucht zu Michaelis eine Stellung als Gesellschafterin, als Stütze der Hausfrau oder Erzieherin jüngerer Kinder, denen sie sowohl Elementarunterricht, als Nachhülfe im Französischen, Englischen und Clavierspiel ertheilen könnte. Nähere Auskunft wird der Herr Prediger vr. Brvdy in Waren Mecklenburg) gütigst ertbeilen._ Haushälterin Gesucht. Eine Person, mosaischen Glaubens, gesetzten Alters,perfecte Köchin, welche gute Zeugnisse besitzt, wird zur selbstständigen Führung eines kleinen Haushaltes, in einer Landstadt Westphalens gegen hohen Lohn gesucht. Frankirte Offerten besorgt der israel. Prediger und Lehrer Blumenreich in Werther bei Bielefeld in Westphalen. Heiraths-Gefuch. Ein Ww., Kaufmann, Anfang 5vr Jahre, wünscht sich mit einer Jungfrau oder kinderlosen Wittwe seinen Jahren angemeffen, wieder zu verheirathen.' Bedingungen sind: angenehmes Aeußere, verträglicher Charakter, jüdisches Leben und einiges Vermögen. Damen, welche hierauf reflectiren, werden gebeten, Mittheilung unter Verschluß möglichst mit Beifügung ihrer Photographie unter A. L. P. # 100. an die Herren Haasenstein und Vogler, Leipzig, zur weiteren Beförderung gelangen zu lassen. Strengste Discretion wird gewissenhaft zugesichert. Für ein junges Mädchen von sehr guter Familie wird eine Stelle als Erzieherin oder Gesellschafterin in einem religiösen isr. Hause gesucht. Betreffendes Mädchen hat ein französisches Institut besucht und besitzt die Fähigkeit in der französischen wie in. der deutschen Sprache, sowie in allen modernen Handarbeiten gründlich zu unterrichten. Nähere Auskunft ertheilen Herr Oberrath Altmann in Carlsruhe und Herr Bezirks-Rabbiner Schott in Bühl. Israelitisches Institut Geleitet von Madame Bloch-Pereyra, Rue de la Tour, No, 24 et 26 Paris (Quartier de Passy). Diese Erziehungsanstalt, welche schon seit lange durch ihre Resultate und Erfolge bekannt ist, bestrebt sich immer mehr, das Vertrauen der jüdischen Familien zu verdienen. Gewissenhaft nach den strengen Grundsätzen der Religion organisirt, erlernen in diesem Institute die Zöglinge jedwede Kenntniß und Geschicklichkeit, die einem jungen, wohlerzogenen Mädchen nothweudig sind, das dazu berufen ist, die heiligen Pflichten des häuslichen Heerdes zu erfüllen und in der Gesellschaft eine hohe Stellung einzunehmen. Das Etablissement, von einem sehr schönen Garten umgeben, liegt in dem gesundesten und angenehmsten Theile von Paris, in der Nähe der berühmten Promenaden des Rois de Boulogne und der Champs-Elysees. Nichts fehlt dort, um das moralische und materielle Wohlbefinden der Zöglinge zu sichern, und was die Familien sonst in den renommirtesten Pensionaten anderer Culte suchen, finden sie in diesem israelitischem Hause in vollem Maße. Die Pensionsbedingungen sind sehr mäßig. Unterzeichneter, I. Aron-Duperret, Licenciö des lettres, ehemaliger Lehrer der Geschichte im Lyccum v. Straßburg, und seit zwanzig Jahren angestellter Lehrer der Geschichte und der deutschen Sprache in dem berühmten Collegium v. St. Barbe, hat die Ehre den deutschen israelitischen Familien hiermit anzuzeigen, daß er noch zwei bis drei Schüler annehmen würde, die in seinem Hause eine gründliche Erziehung so wohl in moralischer als in geistiger Hinsicht genießen können. Die ihm anvertrauten Kinder werden entweder zu Hause unterrichtet oder besuchen unter seiner Aufsicht die Classen eines Pariser Lyceums, nach Verlangen der Eltern. Man kann sich übrigens direct wenden an Mr. J. Aron-Duperret* Professeur äSt.Barbe, rueclesFeuillantines, 38. ä Paris. Vom 1. Juni ab bewohne ich ein größeres Landhaus im nahen reizenden Säyn und finden alsdann noch einige Nerven- und Gemütskranke israelitischer Coiiftssion bei mir liebevolle Aufnahme, die confessionelle Anforderungen berücksichtigende Pflege und Behandlung unter Aufsicht eines erfahrenen und gewiffenhaften Arztes. Bendorf am Rhein im April 1868. W. Berg, Rabbinatscandidat.

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