Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 32 (1868)
- Issue
- Heft 22 (26.5.1868)
- Date
- 1868-05-26
- Page
- Seite 445 (sequence 15)
- Language
- German
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445 Ein bis zwei Pensionäre (Knaben oder Mädchen) finden bei einer resp. isr. Familie in Hamburg freundliche Aufnahme >da die Frau im Hause Vorsteherin eines Lchrknstituts ift, so würde sowohl für geistige als körperliche Pflege Sorge getragen werden.! Honorar mäßig. Beste Referenzen können gegeben werden. Gef. Offerten sub H. N. 8. beliebe man an das Allgemeine Annoncen-Burean von Jacob Türkheim in Hamburg zu senden.__ Für eine sehr ansehnliche, gebildete, wirthschaftliche und anspruchslose Dame, 31 Jahr alt mit 2000 Thlr. Vermögen, wird in Hamburgs Umgegend ein sehr respectabler gut situirter gesetzter Mann oder Wittwer gesucht. Man wende sich in frankirte n Briefen an Herrn Levy, Weinhandlung Ecke der Peter- und 3. Elbstr. in Hamburg. _ Vom l. Juni ab bewohne ich ein größeres Landhaus im nahen reizenden Säyn und finden alsdann noch einige Nerven- und Gemüthskranke israelitischer Confessio» bei mir liebevolle Aufnahme, die confessionelle Anforderungen berücksichtigende Pflege und Behandlung unter Aufsicht eines erfahrenen und gewissenhaften Arztes. Bendorf am Rhein im April 1868. W Berg, Rabbinatscandidat. Z Bad Streitberg. | f Errichtung einer Israel. Restauration. o. Hiermit bringe ich zur Kenntniß, daß ich im Bad64 o, Streitberg <fränkische Schweiz! eine israelitische 8 3 Restauration errichtet habe, welche am 20. Mai50 to eröffnet wird. Feine Küche und prompte Bedie- « ®nung zusichernd, ladet zu freundlichem Besuche er-« S gebenst ein « ~ Marx Oppenheimer aus Fürth. « Nordseebad Norderney. Den geehrten, die Seebäder besuchenden israelitischen Familien erlaube ich mir meine durch Neubau verbesserte, nach rituellen Vorschriften streng gehandhabte und den höchsten Ansprüchen sicher genügende Restauration und table d’liöte bestens empfohlen zu halten. In meiner Behausung befindet sich auch ein zum Gottesdienst eingerichtetes Local. Abraham van der Wall. Bad Neuenahr Mein Hotel de Landeskron empfehle den geehrten Herrn Badegästen und Touristen mit dem Versprechen guter und billiger Bedienung bestens. G. Borg. bdr^' ^2 ir'fta brr Mit der ostpreußischen Noth verhält es sich wie mit einer schweren Krankheit, von der der Mensch plötzlich befallen wird. Der erste Schmerzensschrei von Weib und Kind dringt tief in Jedermanns Her;. Groß ist die Theilnahme und von allen Seiten wird zur Hilfeleistung die Hand geboten. Sind aber Tage und Wochen erst darüber vergangen, und ziehet die Krankheit sich in die Länge, so wird man gleichgültiger und kälter, die Theilnahme nimmt ab, die Hilfe wird seltener, bis der Kranke zuletzt, rath- und hilflos, verlassen von den besten Freunden dasteht, und alle seine Seufzer und Klagen in seinen vier Wänden verhallen. — Ganz so mit der ostpreußischen Noth. Auf den ersten Schmerzensrus waren tausende unserer Brüder mit Hülfe zur Hand, mit vollen Händen wurde gespendet, und das nach mosaischer Lehre "3^3 n^Txb ohne Unterschied des Glaubens, und als das Schippenbeiler Comite für der eigenen Brüder Leid ganz besonders noch eintrat, und sich liebevoll ihrer annahm, da bewährte sich so recht Israels Characterzug 2N D^m ">32 Von weit und breit liefen Liebesgaben ein an das Comite, das seitdem so manch schweres Herz erleichtert, und so manch armen Handwerker zu Brod verholfen. Aber kaum ist das Nebel/ das wohl bis zur nächsten Erndte sich hinziehen dürfte, aus dem ersten Stadium heraus, kaum der erste Schmerzensschrei vorüber, und die augenblickliche Noth gestillt, als auch schon das israelitische Bruderherz erkaltet und die helfende Hand sich immer mehr und mehr zurückzieht. — Ein Schreiben aus Schippenbeil klagt heute bitterlich über die spärlich einlaufenden Liebesgaben, während die Bittgesuche der Nothleidenden mit jedem Tage sich häufen, die schon theilweise aus Mangel an Hilfsmitteln unberücksichtigt bleiben müssen. — Mit Schmerz gedenkt das edle Comite der hochherzigen, heiligen Sache, der es sich unterzogen und mit Leib und Seele bisher gewidmet, da es bald in der Lage sein werde, aus Mangel an Theilnahme lange vor beendetem Ziele und inmitten des besten Schaffens und Wirkens sie zu verlassen. — Eine innere Stimme ruft mir darum das prophetische Wort ins Herz ^3p 2O3W2 Erhebe wie eine Posaune deine Stimme Y^nn b« 332-32 schreie laut ohne Unterlaß „Erbarmt Euch Brüder Y0 nN nnön nna Oeffnet Eure milde Hand ‘■J 3t 2 8 2 dem dürftigen Landesbruder. Rettet, helfet, denn noch schreiet die Noth laut um Hülfe, noch grassirt hier zu Lande schrecklich der Typhus, und wenn er in dem einen Orte erlischt, so tritt er in dem anderen um so wüthender auf; noch hört man nichts als Klagen über Noth, noch gehen Hunderte von armen Handwerkern brodlos einher. Darum nochmals, theure Brüder, helfet, spendet UTK b2 23^737351 Hfltn N2^72N "1N8 32b 332‘T 2Ö« und leget diese Gaben vertrauensvoll in die Hände der Schippenbeiler, die. wie die öffentlichen Berichte zeigen, so viele Herzen damit erfreut, verlaßt sie nicht auf halbem Wege, lasset ihre Hilfsquellen nicht versiegen, aus daß sie Armen und Bedrängten nach wie vorbeistehen, solange beistehen 2327373 3n23^ 'n Nbu^ 22 Neidenburg, Ostpreußen. Bach, _Kantor und Religionslehrer. Fürst, Orient mit Literaturblatt, vollständig oder auch Jahrg. 1846 — 51 wird schleunigst zu kaufen gesucht. Offerten erbeten durch die Buchhandlung von Julius Benzian in Berlin. Deutsch's Musik-Institut für jüdische Cantoren uud Lehrer. Anmeldungen täglich, Friedrich Wilhelmstr. 74 B. Breslau. Cantor Deutsch.