Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 31 (1867)
- Issue
- Heft 33 (13.8.1867)
- Date
- 1867-08-13
- Page
- Seite 663 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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663 Die Unterrichtsanstalt der isr. Religionsgesellschaft zu Frankfurt a. M. ist von Königl. Regierung als Realschule II anerkannt worden, demzufolge junge Leute die diese Schule besucht, zum einjährigen Dienste ohne Examen zugelasseu. Knaben, welche diese Anstalt besuchen, finden eine streng-religiöse Erziehung, gewissenhafte Beaufsichtigung und bestmögliche geistige und körperliche Pflege in der Pensions-Anstalt von M. I. Löwenthal, Mainstr. 4._ Pensionat für israelitische Knaben. Nachdem allhier statt des bisherigen Progymnasiums die Gründung einer Realschule I. Ordnung nach Preußischem Muster beschlossen ist und bereits vorzügliche Lehrkräfte gewonnen sind, — wodurch s. Z. den _ Schülern schon eventuell nach Absolvirung eines halbjährigen Cursus der Secunda die Berechtigung zum „einjährigen freiwilligen Militärdienst" gesichert ist, — so habe ich mich entschlosien ein Pensionat für israelitische Knaben einzurichten, und ersuche die darauf reflectirenden geehrten Eltern ganz ergebenst, geneigte Anmeldungen recht bald an mich erfolgen lassen zu wollen. Es wird allezeit mein ganzes Bestreben sein, den mir anvertrauten Zöglingen durch liebevolle Behandlung und gewisienhafte Ueberwachung der körperlichen und geistigen Pflege das elterliche Haus zu ersetzen. Die gesunde Lage der hiesigen Stadt in schönster Gegend des südwestlichen Harzes möchte annoch meinem Pensionat großen Vorzug gewähren. Die Pensionspreise werden nach Billigkeit berechnet. D. B. Wcrrenhein» Religionslehrer der israel. Gemeinde in Osterode am Harz. Frau Therese Gronau s Pensions- und Ersiehungs - Institut für Töchter mos. Glaubens in Berlin, Neue Königsstraße 67. Die seit vielen Jahren bestehende Anstalt, deren Ruf ihr Zöglinge aus dem Auslande und den verschiedensten Staaten Deutschlands zuführt, ist in steigender Blüthe, daß sie sich wieder an Räumlichkeiten und Lehrkräften vergrößern muß. — Bei dieser Gelegenheit finden noch Zöglinge jeden Alters zum October Aufnahine. — Unterricht in allen Wissenschaften, Sprachen, Musik rc. von bedeutendsten Lehrkräften der Residenz. —Häuslichkeit streng jüdischer Ritus. — Honorar mäßig. Gütige Auskunft geben gern die Herren: Rabbiner vr. Zoel, Breslau. Banquier 8» Guttentag, Breslau. Banquier N Helfft & Co., Berlin. Prediger vr. Gebhard, Bromberg. Hermann Weinberg & Co., Danzig. M. Breslauer, Posen. Den l. October d. I. eröffne ich in Berlin ein Pensionat für israel. Knaben. Ich verspreche den mir anvertrauten Zöglingen eine liebevolle Behandlung, sehr gute Pflege, sorgfältige religiöse Erziehung, geistige Anregung und Weckung, sowie den nöthigen Beistand bei ihren Arbeiten. Die Herren »r. Cassel, Spandauerstr. 48, Adolf Michaelis, Potsdamerstr. 134», Banquier I. Bamberger, Schulgartenstr. 4, I. Hirschfeld in Firma Hirschfeld & Zickel < früher Hirschfeld & Frankel) sind freundlichst bereit, jede gewünschte Auskunft zu geben. Anmeldungen wolle man gefl. vorläufig noch nach hier adressiren. Neuwedel, im Juli 1867. M. Bvnheim, Prediger und erster Lehrer Ernstliches Heirathsgesuch. Ein junger Mann, Chemiker, seit 7 Jahren selbstständig, Besitzer eines rentablen, größter Ausdehnung fähigen Fabrikgeschäfts und eiues nachweisbaren Vermögens von 8—9000 Thlr., wünscht bei Gleichheit des Vermögens, sich mit einem verständigen jungen Mädchen von angenehmen Aeußern zu verheirathen. Hierauf reflectirende Eltern oder Vormünder wollen direct und vertrauensvoll diesfällige Mittheilungen unter Chiffre 8. F. Hamburg poste restante machen, und gewrssenhafter Discretion versichert sein. ntao Die Mchseien - Knheik von Julius Cohn in Mrth Lagern) fabricirt die meisten der gewöhnlich im Handel vorkommenden Sorten Cichorien in bester reinschmeckender Qualität und schöner eleganter Verpackung. Die Fabrik wird im Hause und unter persönlicher Aufsicht des jüdischen Besitzers geleitet; es kamen und kommen niemals NDlll-Substanzen zur Verarbeitung. — Alle mit meiner Fabrik-Firma bezeichnten Pakete können daher unbedenklich als vollkommen “1123 ruhig verbraucht werden. Verkauf zu den gewöhnlichen Fabrikpreisen. Herr Bezirksrabbiner vr. Engelbert in Heilbronn veröffentlicht in zwei Correspondenz - Artikeln in Nr. 24 Hauptblatt und Beilage des Zeitungs-Organ „Der Israelit" eine Warnung vor dem Genuß von NDNll Cichorien, weil man sich in mehreren Fabriken überzeugt hat, daß zur Bereitung dieses Surrogats flüssiges Schweineschmalz benützt wird. Ich erlaube mir daher auf meine obige Empfehlung ganz besonders aufmerksam zu machen. Fürth in Bayern, im Juli 1867. Julius Cohu.