Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 31 (1867)
- Issue
- Heft 13 (26.3.1867)
- Date
- 1867-03-26
- Page
- Seite 263 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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263 Erziehungs-Anstalt für MMchen, von Helene Bloemendal in Brüssel, Rue Defacqx Nr. 4, Quartier Louise, Pres de T Avenue du bois de la Cambre, unter dem Schutze des Herrn Oberrab. von Belgien Der Zweck dieser Anstalt ist, den ihr anvertrauten Zöglingen neben einer einfachen, religiösen Erziehung eine gründliche, wissenschaftliche Ausbildung zu geben. Die Mittel zur Lösung dieser Aufgabe werden in einer zweckmässigen, inneren Schuleinrichtung, sowie in einem alle Annehmlichkeiten und Vortheile eines grösseren häuslichen Kreises bietenden Familienleben gesucht. Der Unterricht umfasst folgende Fächer: Religion, französische, deutsche und englische Sprache, Literatur, Rechnen, Schönschreiben, Geographie, Geschichte, Mythologie, Naturgeschichte, und weibliche Handarbeiten. Die Anstalt bietet ganz besonders eine günstige Gelegenheit zur Erlernung der französischen und englischen Sprache. Durch den Verkehr fortwährend ermuntert und genöthigt, sich in fremder Zunge auszudrücken, erlangen die jungen Mädchen bald Fertigkeit in der Conversation. Selbstredend wird durch den Unterricht dafür gesorgt, dass diese Aneignung eine gründliche werde. Den erwachseneren Mädchen ist vielfach Gelegenheit geboten, sich das feinere gesellschaftliche Benehmen anzueignen. Das Haus befindet sich unmittelbar vor der Stadt, in ^roior, gooundor Lago, mit dor ooKöneton. Aussicht uild ist Von einem Garten umgeben. Die Zöglinge werden, auch ausser den Unterrichtsstunden, mit treuer Sorgfalt überwacht, und der Erhaltung ihrer Gesundheit wird eine gewissenhafte Aufmerksamkeit geschenkt. Der Pensionspreis ist für das Jahr 350 Thlr. Pr. Crt. in vierteljähriger Vorausbezahlung. Der Austritt ist 3 Monate vorher anzuzeigen. Für den Unterricht in Instrumentalmusik, Gesang, Zeichnen und anderen fremden Sprachen wird durch vorzügliche Privatstunden Sorge getragen. Die Pensionnaires haben 6 Handtücher, 6 Servietten, 6 Bettücher, 3 Kissenüberzüge und 2 Bestecke mitzubringen. Die Wäsche wird billigst besorgt. Das Sommersemester beginnt am 1. Mai. Die Herren: Dr. Astruc, Oberrabbiner von Belgien in Brüssel, Lassen, President du consistoire israelite, Brüssel, •/. Wiener, Chevalier, Brüssel, L. Kahn, Professor, Brüssel, D. Polak-Daniels in Haag, A. C. Wertheini, Consul in Amsterdam, Dr. Wolfsohn, Rabbiner in Aachen, Dr. Feilchenfeld, Rabbiner in Düsseldorf, M. Simons in Düsseldorf, G. Hanau, Mühlheim a. d. Ruhr, Albert Benjamin, Essen a. d. Ruhr. Leopold Meyer-Bass, Frankfurt a. M. haben der Vorsteherin erlaubt, sich auf sie beziehen zu dürfen. Brüssel, im Februar 1867. Die Synagogengeinemde zu Obersitzko beabsichtigt im Laufe diests Jahres noch eine min schreiben Zu lassen. Bewährte o"nsnö wollen sich demnach zur Uebernahme bei dem Unterzeichneten Corporations-Vorstande melden, und Schriftproben einsenden. M Buschke. Lehr- und Erziehungsanstalt für Knaben vom Prediger Dr. Landsberger in Berlin, Burgstraße 1. Die Anstalt besteht nunmehr seit 8 Jahren auf hiesigem Platze und'hat sich in dieser Zeit die Anerkennung der besten jüdischen Familien im Jnlande wie im Anslande erworben. Gern werden die Herren: M. Rüben in Carlskrona in Schweden, Sylvester Bruöh in New-Aork, A. Flaton in London, Leadenhallstr. 84, A. Hiller in Königsberg, I. Lande in Warschau und viele andere, die ihre Söhne meiner Anstalt anvertranten, eine empfehlende Auskunft ertheilen. — Besonders aber ist es die Empfehlung des Herrn ür. Philippson in Bonn, welcher die Anstalt ihre meisten Zöglinge zu verdanken hat. Die Pension beträgt 300 Thlr. pr. a. Gouvernanten gesucht. Das von der t. t Stadthalterei concessionirte Institut der Mrs. Emily Reisner, in Wien, Praterstraße 41, ist beauftragt, eine große Anzahl Erzieherinnen für höchst distinguirte, hochadelige und für sehr achtbare bürgerliche Familien in Wien, in Ober - und Niederösterreich, Steiermark, Mahren, Böhmen, Ungarn und Siebenbürgen, sowie für die Donau - Fürstenthümer zu engagiren. Gouvernanten, welche der deutschen und französischen Sprache vollkommen mächtig, wissenschaftlich gebildet und Clavierunterricht zu ertheilen befähigt sind, können auf sofortiges vortheilhaftes Engagement rechnen, wenn sie sich schnellstens nach Wien begeben, wo sie im Institut der Mrs. Emily Reiöner Wohnung und Verköstigung bis zum Eintritt in ihre neuen Stellen finden. Denjenigen Gouvernanten, denen es an Mitteln zur Bestreitung der Reisekosten nach Wien fehlt, werden solche von Mrs. Emily Reisner auf Verlangen darlehensweise vorgestreckt. 2 Pensionäre <jüd. Glaubens» finden freundl. Aufnahme und Kost. Berlin, Bischofstr. 17 Hof 2 Tr. Schadchanim Behufs Anknüpfung von weiteren Connexionen wird die Bekanntschaft mehrerr zu machen gesucht. Hierauf Reflektirende wollen ihre werthe Adresse bis spätestens den 15. April er. Sub. Chiffre H. M. 8. an die Exped. d. Z. franco einreichen.