Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 31 (1867)
- Issue
- Heft 11 (12.3.1867)
- Date
- 1867-03-12
- Page
- Seite 222 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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222 Eine junge Dame, Kindergärtnerin, befähigt den ersten Unterricht zu ertheilen, sucht Stellung als Erzieherin bei jungen Kindern. Auskunft ertheilt gütigst Fräul. Marie Neumann, Schulvorsteherin, Berlin, Blumenstraße 83. Ein anständiges gebiloetes Mädchen jüdischen Glaubens, welches selbstständig die Küche in einem nicht zu großen Haushalt versehen kann und sich auch in anderen häuslichen Branchen nützlich zu machen weiß, wird möglichst bald, spätestens I. April, zu engagiren gesucht. Bedingungen unter Adresse Moritz Frank in Halber st adt werden erbeten._ Eine gewandte Verkäuferin, welche mehrere Jahre in den ersten Geschäften thätig gewesen, sucht Stelle in einem Manufactur- oder Galanteriegeschäft. Adr. unter Chiffre L. 8. # 4. besorgt die Exp. d. Z. Ein junges Mädchen aus anständiger Familie, welche im Haushalt und allen weiblichen Arbeiten erfahren ist, sucht zum I. April d. I. eine passende Stelle. Näheres bei Herrn Banquier Louis Cohn in N ord hausen. Für ein junges Mädchen, von gutem Rufe, wohlerzogen, Schul- und socialer Bildung, aus achtbarer Familie, von angenehinen Aeußeren, eine baare Mitgift Pr. Crt. Thlr. 2000 zwei tausend Thalern, wird ein religiöser braver Mann, am liebsten Manufacturist, der seine gute Existenz hat, gesucht. Die Familie wohnt auf dem Lande, hat keine Gelegenheit zu einer Heirath für ihre Tochter, da ihr deshalb alle Bekanntschaften fehlen, wird es auf diesem Wege zu erreichen gesucht. Anmeldungen an die Expedition dieser Zeitung mit Adresse zum Glück. Knaben, welche eine der hiesigen Lehranstalten als: Lateinschule, Gymnasium, Gewerb- und Handelsschule zu besuchen gedenken, oder sich dahier geschäftlich ausbilden wollen, können bei dem Unterzeichneten in Kost u. Logis Aufnahme finden. Liebevolle Behandlung, gute Pflege und Aufsicht werden bestens zugesichert. Nähere Auskunft brieflich. I. Heinemann, israel. Lehrer in Bayreuth. Unterzeichneter, zum englischenundfranzösischenSprachunterricht concessionirt, erbietet sich zur Aufnahme einiger Knaben in Pensionat und in die von ihin dirigirte Gemeindeschule. Zum Unterrichte in der Musik und allen Gymnasial-Fächern ist hier ebenfalls ausreichende Gelegenheit. Menden, d. 3. März 1867. _I. Walbaum. Drei Pensionaire mosaischen Glaubens finden noch für Thlr. 120 eine sehr gute Aufnahme bei Therese Brandus Magdeburg, Braunehirschstraße 1. Erziehungs-Anstalt für Mädchen, von Helene Bloemendal in Brüssel, Eue Defacqx Nr. 4, Quartier Louise, Pres de TAvenue du bois de la Cambre, unter dem Schutze des Herrn Oberrab. von Belgien, Der Zweck dieser Anstalt ist, den ihr an vertrauten Zöglingen neben einer einfachen, religiösen Erziehung eine gründliche, wissenschaftliche Ausbildung zu geben. Die Mittel zur Lösung dieser Aufgabe weiden in einer zweckmässigen, inneren Schuleinrichtung, sowie in einem alle Annehmlichkeiten und Yortheile eines grösseren häuslichen Kreises bietenden Familienleben gesucht. Der Unterricht umfasst folgende Fächer: Religion, französische, deutsche und englische Sprache, Literatur, Rechnen, Schönschreiben. Geographie, Geschichte, Mythologie, Naturgeschichte, und weibliche Handarbeiten. Die Anstalt bietet ganz besonders eine günstige Gelegenheit zur Erlernung der französischen und englischen Sprache. Durch den Verkehr fortwährend ermuntert und genöthigt, sich in fremder Zunge auszudrücken, erlangen die jungen Mädchen bald Fertigkeit in der Conversation. Selbstredend wird durch den Unterricht dafür gesorgt, dass diese Aneignung eine gründliche werde. Den erwachseneren Mädchen ist vielfach Gelegenheit geboten, sich das feinere gesellschaftliche Benehmen anzueignen. Das Haus befindet sich unmittelbar vor der Stadt, in freier, gesunder Lage, mit der schönsten Aussicht und ist von einem Garten umgeben. Die Zöglinge werden, auch ausser den Unterrichtsstunden, mit treuer Sorgfalt überwacht, und der Erhaltung ihrer Gesundheit wird eine gewissenhafte Aufmerksamkeit geschenkt. Der Pensionspreis ist für das Jahr 350 Thlr. Pr. Crt. in vierteljähriger Vorausbezahlung. Der Austritt ist 3 Monate vorher anzuzeigen. Für den Unterricht in Instrumentalmusik, Gesang, Zeichnen und anderen fremden Sprachen wird durch vorzügliche Privatstunden Sorge getragen. Die Pensionnaires haben 6 Handtücher, 6 Servietten, 6 Bettücher, 3 Kissenüberzüge und 2 Bestecke mitzubringen. Die Wäsche wird billigst besorgt. Das Sommersemester beginnt am 1. Mai. Die Herren: Dr. Astruc, Oberrabbiner von Belgien in Brüssel, Lassen, President du consistoire israelite, Brüssel, J. Wiener, Chevalier, Brüssel, L. Kahn, Professor, Brüssel, D. Polak-Daniels in Haag, A. C. Wertheim, Consul in Amsterdam, Dr. Wolfsohn, Rabbiner in Aachen, Dr. Feilchenfeld, Rabbiner in Düsseldorf, M. Simons in Düsseldorf, G. Hanau, Mühlheim a. d. Ruhr, Albert Benjamin, Essen a. d. Ruhr. Leopold Meyer-Bass, Frankfurt a. M. haben der Vorsteherin erlaubt, sich auf sie beziehen zu dürfen. Brüssel, im Februar 1867. Die Herren Rabbiner, Gemeindevorsteher, Lehrer und Buchhändler ersuche ich höflichst, mir die Rückstände für die ihnen überschickten Exemplare meiner „Real-Encyclopaedie für Bibel und Talmud" Heft 1 u. 2 womöglich bald gütigst einzusenden. Dr. Hamburger, Landrabbiner zu Altstrelitz.