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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1864-05-24 · Heft 22 (24.5.1864) · p. Seite 345

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
28 (1864)
Issue
Heft 22 (24.5.1864)
Date
1864-05-24
Page
Seite 345 (sequence 15)
Language
German
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345 Aum 1. Juli d. I. wird die Schächter- und Borbeterstelle in unserer Filial-Gemeinde zu Stendal, mit 90 Thlr. Gehalt und 50 Thlr. unbestimmte Nebeneinkünste, vacant. Reflectanten wollen sich bald beim Unterzeichneten melden. Tangermünde, den LI. Mai 1864. I. «ichtenfeld, Vorsitzender des hiesigen Synagogen-Verbandes. Stelle-Gesuch. Ein tüchtiger gewandter Verkäufer mit guten Zeugnissen versehen, wünscht zum 1. September d. I. als Commis in einem Manufactur-Waaren-Geschäft placirt zu werden. Auch nimmt derselbe in einem Colonial- oder Eisen-Waaren-Geschäft einen Reiseposten ebenso gern an. Franco-Offerten werden unter Chiffre M. 8. No. 58. in Dassel im Königreich Hannover erbeten. . Für unsere Tuch- und Mode-Waaren-Handlung suchen wir einen mit der Buchführung und Correspondenz betrauten jungen Mann, unter Beibringung seiner Zeugnisse, zum möglichst baldigen Antritt, spätestens aber per 1. Juli e. _Gebe. Gundermann, Halle a/S. Annonce. Ein junger Mann, israel. Confession, wünscht in einem Bank - Geschäft oder sonst aus einem Comptoir in die Lehre zu treten. Gute Zeugnisse stehen zur Seite. Gef. Offerten werden sub Litt. A. Z. # 100. poste restante Einbeck entgegengenommen. Zu Johannis d. I. suchen wir für unser Tuch- und Modewaaren-Geschaft einen Commis, welcher in Buchführung nicht unerfahren sein darf, dabei aber auch ein guter Verkäufer sein muß. Frankirte Anmeldungen nebst Zeugnisse über bisherige Wirksamkeit, erbitten sich baldigst Goslar a/Harz. Joel Frank Söhne. In meiner Tuch-, Manufactur- und Modewaaren- Handlung findet ein Commis (routinirter Verkäufer) jedoch nur ein solcher, welcher sich dieser Befähigung bewußt ist, unter vortheilhaften Bedingungen bei freier Station sogleich oder zum 1. Juli Engagement. Oschersleben, den 1. Mai 1864. __Salornorr Frank. Für mein Seiden-, Tuch- und Modewaaren-Geschäft suche zum sofortigen Eintritt einen Lehrling aus achtbarer Familie, mit guter Schulbildung. K. Ehrlich in Coburg. Für ein braves, wohlerzogenes, elternloses israelit. Mädchen von 20 Jahren, in Küche, Haushalt, Nähen und ländlichem Geschäfte erfahren, wird zum sofortigen Eintritt bei braven Leuten, am liebsten an kleinem Orte, eine Stelle für Küche, Haushaltung, Geschäft oder für alles vereinigt, gesucht. Durch wen? sagt die Expedition d. Bl. Offerten franco erbeten. Eine junge Dame aus Deutschland, der französischen und englischen Sprache mächtig, außer in den gewöhnlichen Schulgegenständen auch in der Musik unterrichtend, sucht eine Stelle als Erzieherin. Dieselbe hat schon 4 Jahre conditionirt und die besten Zeugnisse über ihre Leistungen aufzuweisen. Der Brigade-Arzt der 26. Artilleriebrizade Hofrath u. Ritter lir. Levy in Dünaburg, Rußland, ertheilt bereitwilligst nähere Auskunft. Für ein israelitisches Haus in Mannheim, wird ein gebildetes Mädchen gesetzten Alters zur selbstständigen Führung einer größeren Haushaltung und Erziehung der Kinder, zum sofortigen Eintritt gesucht. Reflectirende wollen ihre Offerten unter Angabe ihrer bisherigen Leistungen, Befähigung, Alters u. s. w. franco unter Al. M. # 1. an die Exp. d. Bl. gelangen lassen. Nachruf. •nmnb p^s ist Einen unersetzlichen Verlust hat unsere Gemeinde betroffen. Der Chef des bedeutenden Handelshauses Knurr & Herz, Herr S. Herz, erlag am 23. April seinen langen Leiden, und die allseitige Theilnahme bei seiner Beerdigung gab hinlänglich Beweis von Achtung, deren er sich zu erfreuen hatte. Seit 36 Jahren hier am Orte ansässig, hatte er alsbald das Vertrauen der Gemeinde sich in dem Maße erworben, daß er nach kurzer Zeit erster Vorsteher wurde, welches Ehrenamt er auch bis zu seinem Hinscheiden mit großer Gewissenhaftigkeit verwaltete. Aller Neuerungen fremd und für die Lehre des Judenthums wahrhaft begeistert, suchte er, wie in seinem Privatleben so auch in seiner Eigenschaft als Vorsteher, nur die Interessen des Judenthums zu fördern. Er war stets bestrebt, seinen Mitmenschen aufzuhelfen und aus seinem Hause schied weder jemand, der sich bei ihm Rath erholen wollte, noch jemand, der ihn um eine Wohlthat oder um ein Almosen bat, unbefriedigt, und er half und er gab gern. Sein Andenken wird noch lange in unserm Orte und besonders in unserer Gemeinde fortleben. Neustadl Gödens, den 13. Mai 1864. S. Rosenstein. Bad Creuznach (Rheinpreußen.) Hotel Jacobi, Mannheimer Straße No. 7U1 empfiehlt seinen neu eingerichtete» israelitischen „Gasthof", gut eingerichtete Zimmer, prompte und billige Bedienung, Restauration in und außer dem Hanse, den verehrten Fremden und den den hiesigen Ort besuchenden Badegästen, bestens.

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