Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 28 (1864)
- Issue
- Heft 21 (17.5.1864)
- Date
- 1864-05-17
- Page
- Seite 329 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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329 Zu Johannis d. I. suchen wir für unser Tuch- und Modewaaren-Geschäst einen Commis, welcher in Buchführung nicht unerfahren sein darf, dabei aber auch ein guter Verkäufer sein muß. Frankirte Anmeldungen nebst Zeugnisse über bisherige Wirksamkeit, erbitten sich baldigst Goslar a/Harz. Joel Frank Söhne. Ein junger Mann, jüd. Confession, der die Manufaktur- und Weißwaaren-Branche genau kennt und bereits seit 8 Jahren in derartigen Geschäften conditionirt, sucht als Reisender oder als Verkäufer anderes Engagement. Offerten bittet I. T. # 44. in die Expedition d. Ztg. niederzulegen. Für mein Seiden-, Tuch- und Modewaaren-Geschäft suche zum sofortigen Eintritt einen Lehrling aus achtbarer Familie, mit guter Schulbildung. K Ehrlich in Coburg. Lehrlings-Gesuch. Für mein Lohgerber-Geschäft, welches an Sonn- und Festtagen geschlossen, wünsche ich einen Sohn von rechtlichen Eltern mosaischen Glaubens in die Lehre zu engagiren. Bedingungen sehr mäßig und annehmbar. Reflectanten wollen sich gefälligst in frankirten Briefen direct an mich wenden. Abraham D. Abrahamssohn, Lederfabrikant zu Esens in Ostfriesland. Für meine Manufactur- und Leder-Handlung suche ich einen Lehrling, mit guter Handschrift und den nöthigen Schulkenntnissen, unter annehmbaren Bedingungen. H. Mareuse in Wolmirstedt. Ein junges gebildetes Mädchen, Israelitin, aus achtbarer Familie, wünscht baldigst ein Placement in einem Tapisserie- und Weißwaaren-Geschäft, in welchen beiden Branchen dasselbe bedeutende Kenntnisse erworben. Selbiges würde auch geneigt sein, Kinder bei ihren häuslichen Arbeiten mit zu beaufsichtigen, indem es die dazu erforderlichen Kenntnisse sowohl in den Realien als in der Musik besitzt. Auf freundliche Begegnung wird hauptsächlich gesehen. Franco-Briefe erbittet man an das Allg. Annoncen-Bureau v. Jacob Tüvkheim in Hamburg. Für ein israelitisches Haus in Mannheim, wird ein gebildetes Mädchen gesetzten Alters zur selbstständigen Führung einer größeren Haushaltung und Erziehung der Kinder, zum sofortigen Eintritt gesucht. Reflectirende wollen ihre Offerten unter Angabe ihrer bisherigen Leistungen, Befähigung, Alters u. s. w. franco unter M. M. 1. an die Exp. d. Bl. gelangen lassen. Einem jüd. Cultusbeamten, welcher sich verheirathen will und die Absicht hat, spater zu einem Handelsgeschäfte überzugehen, kann ein anständiges sittliches Mädchen mit einigem Vermögen nachgewiesen werden. Frankirte Briefe wolle man unter strengster Diskretion 0d. „G. H. M. 500.“ Zeitz poste restante senden. Bad Creuznach (Rheinpreußen.) Löte! Jacobi, Mannheimer Straße No. 741 empfiehlt seinen neu eingerichteten israelitischen „Gasthof", gut eingerichtete Zimmer, prompte und billige Bedienung, Restauration in und außer dem Hause, den verehrten Fremden und den den hiesigen Ort besuchenden Badegästen, bestens. - Notiz. Eine neue Sendung der so sehr beliebten nachbenannten echten „Havanna-Cigarren" habe erhalten und offerire La Selecta ä 24 Thlr. pro Mille, Stats Right ä 30 Thlr. pro Mille. Diese Cigarren sind aus edlem Gewächs fabricirt, schön gearbeitet, von mildem Geschmacke, angenehmem Aroma und weißbrennend. Probe */4 Kisten Original- Verpackung werden gegen Einsendung oder Nachnahme von resp. 6 und 7*/2 Thlr. prompt versandt. Die Herren Auftraggeber belieben zu bemerken, ob die Cigarre stark, mittel oder leicht sein soll. David Bloch, Hamburg, Commissionär._ Todes-Anzeige. Unser lieber Vater und Gatte, Elieser Steeg, ist am 8ten Tage Pessach, nach kurzem Krankenlager dem Herrn sanft entschlafen. Verwandten und Bekannten hiermit diese traurige Nachricht, und bitten um stille Theilnahme. Die tiefbetrübten Hinterbliebenen. Deseburg, im Mai 1864. Nachruf. Eine unausfüllbare Lücke ist leider heute in unserm Kreise entstanden durch den fast unerwarteten Tod unseres Vorstandes, Vorsitzenden Herrn Moritz Libbert. Durch Geistesgaben und Herzensadel über Viele hervorragend, verwerthete er dieselbe stets mit hingebender Selbstverleugnung nur zum Heil und Wohle seiner Mitmenschen ohne Unterschied des Glaubens und Bekenntnisses; und wie als langjähriges Mitglied des hiesigen Magistrats und Schiedsrichter um die ganze Stadt, so hat er sich ganz besonders um unsere Gemeinde so große, unvergängliche Verdienste erworben, daß sein Andenken zum Segen ewig unter uns erhalten bleiben wird. lp'NL aVtf -istb Schwedt a/O., den 9. Mai 1864. Der Vorstand und die Repräsentanten der Synagogen- Gemeinde. Das 6. Heft der rühmlich bekannten Schrift ■nai nb!np von Herrn Salomon Geiger, welcher die Gebräuche der Bußtage behandelt, ist erschienen k 30 Kr. bei I. Kauffmann in Frankfurt a/M.