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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1864-05-03 · Heft 19 (3.5.1864) · p. Seite 298

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
28 (1864)
Issue
Heft 19 (3.5.1864)
Date
1864-05-03
Page
Seite 298 (sequence 16)
Language
German
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SW In Ferö. DLiwmler's Verlagsbuchhandlung (Harrwih und Goßmann) in Berlin ist erschienen: Rede an der Bahre des dahingeschiedenenen Rabbiners und Predigers vr. Michael Sachs und Rede an der Bahre des Dt. Morrtz Veit; gehalten von Dr. Joel, Rabbiner an der Synagogen- Gemeinde zu Breslau. Velinpapier (t1/* Bogen) 8.. Preis 4 Sgr. ne» ■paE Hilfsbuch zur Präparalion beim Ueberfetzen der Gebete und für ifraelit. Schulen, alphabetisch bearbeitet von Gerson Lasch, Oberl. an der Israelit. Schule zu Halberstadt, zu haben beim Verfasser und in Commission bei G. Loose (Frantz'sche Buchhandlung) Halberstadt, 1863. Preis 5 Sgr., in Partien billiger. - Das sehr günstige Urtheil der Lehrer und Schulvorstande, welche ihre Klaffen mit diesem Präpar- Buche versehen haben, macht es wünschenswerth, daß dieses Schulbüchlein sich einer recht großen Verbreitung $it erfreuen hatte, um dem mühevollen Lehrgegenstande des Uebersetzens der Gebete, für welchen in dem Lectionsplane der jüdischen Elementar- und Religionsschulen nur wenige Stunden bestimmt werden können, durch eine sehr erleichterte Selbstthätigkeit, eine größere Ausdehnung und einen bessern Nachhalt zu verschaffen. Als stilles Pensum für unbeschäftigte Abtheilungen bieten die gelegentlichen Fragen der Kinder dem Lehrer reichliche Veranlassung, die vielfach angedeuteten Sprach- Regeln zu erörtern. Bei W. Adolf S5 Co. in Berlin 59. Unter den Linden ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Kochbuch für israelitische Frauen von Lebevka. Volk, 86b. lltzivemavv. Nebst vollständiger Speisekarte und einer Anweisung zur Führung einer religiös jüdischen Haushaltung. Dritte verb. Ausl. — Preis: geh. 28 Sgr. Sauber geb. 1V« Thlr. Herr Knttner, Cultusbeamter in Friedeberg (Neumark) und Herr Pos euer, Lehrer in Könitz (Preußen) haben Agenturen übernommen. Das Institut zur Förderung der israel. Literatur. Heute erhalten wir die betrübende Nachricht von dem, nach kurzem Krankenlager eingetretenen Tode des Herrn Buchhändlers Louis Gerschel in Berlin. Dem thätigen, umsichtigen und gewandten Manne, den wir hochschätzten, war es nur beschieden, das 46ste Lebensjahr zu erreichen, und mitten in umfassenden Plänen und Entwürfen mußte er scheiden. Die Kunde erschütterte uns daher lies. — Daß der Bezug der Bibeln der israelit. Bibelanstalt dadurch keine Unterbrechung erleidet, wollen wir bemerken. — Hieran wollen wir aber noch folgende Erklärung für die Abonnenten des Instituts zur Förderung der israelitischen Literatur knüpfen. Das für die diesjährigen Werke des Instituts mit bestimmte „Neue israelitische Gebetbuch" des Unterzeichneten war bereits Anfangs Februar in Druck fertig und zur Versendung mit den übrigen Schriften bereit. Da zeigte es sich, daß die Buchdruckerei so schlechte hebräische Typen genommen, daß die einzelnen Buchstaben häufig in ver großen Auflage gar nicht oder nur Iheilweise sich abgedruckt hatten. Wir gaben, als wir dies bemerkt hatten, sofort Ordre, die Versendung dieses Buches zu sistiren, und die circa 8 Bogen Hebräisch des Werkes Neudrucken zu lassen. Nur einige kleine Posten waren schon expedirt. Der sel. Hr. Gerschel, der eine zweite Auflage dieses Gebetbuches übernommen hatte, besorgte den Neudruck der 8 Vogen, der sich aber, weil die gleichen Typen und das gleiche Papier beschafft werden rnußtsn, sehr in die Länge gezogen, so daß erst 7 Bogen fertig sind? Ich hoffe nun, daß durch den unerwarteten Heimgang des Verewigten die Sache nicht länger sich verzögern und in nächster Woche vollendet sein werde. Es war mir dieser, sonst noch niemals mir vorgekommene Fall um so unlieber, als ich das Werk mit einer ganz besonderen Freudigkeit gearbeitet und beendet hatte, und hoffe, daß die gesch. Abonnenten den Aufschub nachsichtlich aufnehmen werden. Bonn, den 26. April 1864. Dr. Ludwig Philippson. Widerruf. Auf die von mir in d. Ztg. d. Äudenth. No. 17 ergangene Warnung, die, wie aus dem dabei witgetheilten Briefe hervorgeht, mir sehr nahe gelegt war, wurden die Herren Kleinberger und Blumenkranz in Frankfurt a/M. angehalten. Es ergab sich aber deren völlige Unschuld. Soeben erhalte ich eine telegraphische Depesche aus Frankfurt a/M. wie folgt: „Amtliches Telegramm aus Wisnic; entlastet Kleinberger und Blumenkranz vollständig. Uklmann, israel. Gemeindeschreiber." Auf diese amtliche Erklärung hin, nehme ich gern meine Warnung hiermit zurück, und ist es mir leid, diesen Männern zu nahe getreten zu sein. Dresden, den 24. April 1864. __Dr. W. Landau. Um vorgekommenen Irrungen weiterhin vorzubeugen, bemerke ich, daß Herr Julius Philippson, Verfasser mehrerer Artikel in dieser Zeitung und dem „Jüdischen Volksblatt", nicht mein Sohn, sondern mein jüngerer Bruder, Fabrikant und Kaufmann in Magdeburg, ist. Dr. Ludwig Philippson. Jüdisches Volksblatt R°. 18.18fii Die Wuth orthodoxer Fanatiker stets ein Unglück für Israel. Eine seltsame Leichenrede. — Anekdote. — NB. Durch alle Buchhandlungen und Postämter zu beziehen. Jährlich 1 Thlr. Vierteljährlich '/* Thlr. Verlag von Baumgärtner's Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirschfel-. Verantwortlicher Redakteur: Gottfr. Fritzfche.

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