Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 28 (1864)
- Issue
- Heft 16 (12.4.1864)
- Date
- 1864-04-12
- Page
- Seite 250 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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250 In Bamngärtaer's Buchhandlung zu Leipzig ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Das wohlgetroffene Portrait von vr. Ludwig Philippson. Stahlstich mit Facsimile. Prers: 7 '/2 Ngr. Im Verlage des Unterzeichneten erscheint bis zum Juni d. I. und kann durch alte hevr. Buch - und Antiquariatshandlungen bezogen werden: Jeschurun, Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums. Verantwort. Redacteur Dr. I. Kobak, Districts- Rabbiner in Bamberg. Das erste Heft (mit Beiträgen von S. Bacher, L. Dukes, S. I. Rabb. vr. Hirschfeld, Rabb. Dr. M. Kayserling. Rabb. Dr. Levy, Rabb. vr. Levysohn, Rabb. D. Oppenheim, Rabb. I. Pollak, Ober- Rabb. S. L. Rapoport, I. Reifmann, S. Sachs, H. Weiß und Rabb. I. Wiesner) ist bereits fertig, wird aber erst mit dem zweiten Hefte ausgegeben werden. Preis des Jahrgangs I Thlr. 15 Sgr. Fürth, den 1. April 1864. S. B Gusdvrfer. In der Unterzeichneten Buchhandlung steht zum Verkauf: 1 Exemplar der Allgemeinen Zeitung des Judentums: Jahrg. 1837—1848 oder 1.—12. Jahrg. mit Literaturblatt von Phlippson. Größtenlheils gebunden. Preis zusammen 18 Thlr. — (Werden jedoch nicht getrennt.) — — — Jahrgang 1854—1855 zusammen 2 Thlr. Der Betrag muß franco baar eingesandt werden. Cöthen in Anhalt. Cduard Heine. Anzeige. Die Jahrgänge 1838—44; 1850— 53 und 1855—63, also 18 Bände der Judenthumszeitung broschirt, verkauft zu 1 Thlr. p. Band Lehrer Krämer in Altenmuhr bei Ansbach. Königsberg, Ende März. In der Beilage der in Mainz erscheinenden Zeitschrift: „Der Israelit" befindet sich aus Königsberg eine Mittheilung mit der pseudonymen Unterschrift M. Almoni, in welcher meine Person verleumdet und verlästert wird. Dieselbe lautet, soweit sie mich betrifft, wörtlich so: „Unser Vorstand, heißt es, wird nächstens eine Concurrenz um das hier erledigte geistliche Amt ausschreiben, die ihres Gleichen sucht. Die gesuchte Persönlichkeit soll nicht nur die gewöhnlichen Eigenschaften des Rabbinats und des Doctorats besitzen, sondern soll auch die schwere Kunst verstehen: am Sonnabend und am Sonntag, d. h. für die Frommen und für die Reformirten, in einem Gotteshause zu predigen. Ob sich eine solche Person in Deutschland wird ermitteln lassen, ist schwer zu sagen. Hier in Königsberg scheint sie nicht vorhanden zu sein. Lehrer Wolffberg hält zwar hin und wieder Vorträge in der Synagoge, hat aber keine Hatorah. Sonst würde sich derselbe, der neben seinem geistlichen Amte auch noch das eines — christlichen Nicht gerade, um diese meist lügenhafte Mittheilung zu widerlegen, — denn Jeder, der die Tendenz jener Zeitschrift und die Person des pseudonymen Correspondenten kennt, weiß ja ohnedies, was er von solchen gehässigen Denunciationen zu halten hat, — sondern weil es sich zugleich um eine Sache von größerer Tragweite handelt, bitte ich die hochgeehrte Redaclion um die Aufnahme dieser Erklärung. Daß der hiesige Gemeinde-Vorstand einen jüdischen Geistlichen sucht, der für „die Frommen und die Reformirten" am Sabbath und Sonntag zu predigen hat, ist durchaus unwahr, aber würdig ist solches Gerücht eines pseudonymen Corresp. des „Israelit". Die Behauptung, daß ich mich zu „jener doppelten Function" gern bereit erklären würde, wenn ich nur eine Hatorah hätte, ist ebenso gehässig wie albern. Noch bevor der pseud. Corr. den Rang eines Referenten der Localpresse und des „Israelit" erlangt hatte, habe ich als Prediger einer jüdischen Gemeinde meine religiöse Richtung offen zu bekennen Gelegenheit gehabt, und Niemand hat in mir einen Charakter gefunden, der so ehrlos ist, „öffentlich mit der Orthodoxie zu liebäugeln und heimlich seine persönlichen Neigungen zu befriedigen, auch wenn sie mit den Traditionen des Judenthums im Widerspruch stehen!!" — Mit meiner Eigenschaft als „christlicher Sängervorstand, den mir der pseud. Corr. zum Vorwurf macht, — eine Bezeichnung übrigens, die sehr lebhaft an lederne Handschuhmacher erinnert, — hat es die Bewrndtniß, daß ich zum Vorstand eines hiesigen Männergesang-Vereins („Liederfreunde") gehöre, der die Pflege des deutschen Volksliedes zum Ziele hat und den der Corr. wohl deshalb christlich nennt, weil er mehr christliche als jüdische Mitglieder zählt. Das deutsche Liev ist ein durchaus sittliches Lied, das zu hegen und zu pflegen mancher namhafte christliche Geistliche Thüringens und Süddeutschlands nicht verschmäht, und hoffentlich auch mir von keinem Unbefangenen zur Unehre angerechnet werden wird. Dr. Wolffberg. Bemerkungen. Die Einsendung des Anonymus aus Danzig ist nicht brauchbar. — Aus den Uebersetzungsproben des Anonymus von Berlin können wir nichts machen, da sie uus ebenso wenig dem Texte wie der deutschen Sprache entsprechend scheinen. — Wir fügen hinzu, daß wir anonyme Zuschriften nicht wünschen, da, wer uns seinen Namen nicht anvertrauen zu können glaubt, uns bester ganz ferne bleibe. Die Redactioir. Jüdisches Volksblatt No. 13. 1864. Die Union. — Die Juden in Tunis. — Anekdoten. — NB. Durch alle Buchhandlungen und Postämter zu beziehen. Jährlich 1 Thlr. Vierteljährlich V« Thlr. Sangervorstandes verwaltet, schon zu jener doppelten Function gern bereit erklären." G> ■■■■ " ■—I "I .... H .■■■■■■■I II 1.111!■ .■ Peftag von Bamrrßärtner's Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirschfeld. Verantwortlicher Redactenr: Gyttfr. Fvitzsche.