Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 28 (1864)
- Issue
- Heft 3 (12.1.1864)
- Date
- 1864-01-12
- Page
- Seite 44 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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44?. P. Ein israelitisches und hiesiges, junges, gebildetes Mädchen aus rechtschaffener Familie, wünscht zu Ostern 1864 bei einer jüdischen Herrschaft als Kammerjungfer und auch der Hausfrau zur Hilfe, eine Stelle. Dieselbe ist fertig im Schneidern, feiner Handarbeit und in das übrige was in diesem Fache verlangt wird. Es wird mehr auf gute Behandlung als auf hohen Lohn gesehen. Offerten unter der Chiffre I., 30. befördert die Buchhandlung von Schmor! und von Seefeld in Hannover. Eine gebildete junge Dame aus anständigem Hause, sucht eine Stelle als Gesellschafterin in einer guten jüdischen Familie; dieselbe ist auch befähigt Kindern in Elementargegenständen, in der englischen und französischen Sprache, sowie im Clavierspiel zu unterrichten. Nähere Auskunft ertheilt die Erpedition d. Zeitung. Eine Dame, in den besten Jahren, fähig einer größern Wirthschaft vorzustehen, auch gebildet genug mütterliche Rathgeberin und Mutterstelle zu vertreten bei Kindern, deren Erziehung ihr obliegen soll, findet bald oder im März ein vortheilhaftes Engagement. Franco- Offerten; Prediger Weinberg in Insterburg. Inserat. Eine junge Israelitin, bestens empfohlen, wünscht eine Stelle in einem Confections-Geschäfte. Nähere Auskunft ertheilt Herr Prediger Lr. Cohn in Waren. $ Ein junges Mädchen von braven Eltern und i | jüdischer Religion, sucht zu Ostern k. I. eine Stelle t I als Wirthschafterin, am liebsten unter Leitung der f I Hausfrau. — Ich kann dasselbe, als Vormund, in I § jeder Beziehung bestens empfehlen und bin gerne zu D I weiterer Auskunft bereit, bemerke jedoch noch, daß D ß mein Mündel bereits in einem Hause 2*/2 Jahre $ $ conditionirt hat und diese Stelle nur besonderer Verß S hältnisse wegen verlassen muß. — Hierauf Reflec- I D tirende wollen in frankirten Briefen sich an mich H tz wenden. I § Goldberg i/M., im December 1863. $ 0 Rud. Joseph y. 0 Mnnonct. Zwei Pensionäre, mos. Glaubens, deren Eltern gesinnt, erstere in der Magdeburger höheren Gewerbeschule zu schicken, finden unter vortheilhaften Bedingungen und guter Behandlung eine freundliche Aufnahme. Das Nähere, Braune Hirschstraße 1. bei Th. Brandus, Hofschlächter. Verlags-Anzeige. Unter der Presse befindet fich und wird am 1. Juni 1864 in meinem Verlage erscheinen: •* n t i d n philosophisches Werk des Rabbi Jizchak Sangari mit einer deutschen Uebersetzung von M. E. Stern, nebst dem Commentar N72N2 von Rabbi Israel Halewi, und dem nur ein einzigesmal in Venedig im Jahre 1594 gedruckten Commentar MV)!"*"1 bip von Jebnda Muscati, welcher gänzlich vergriffen ist, und nur mehr in wenigen Exemplaren in Bibliotheken sich vorfindet. Favvd Knöpflmacher, Buchhändler in Wien. Annonce. Das 5te Heft der rühmlich bekannten Schrift nbrrp von Herrn Salomon Seiger, welches die Neujahrsgebräuche enthält, ist erschienen bei Z. Knuffmann in Frankfurt a/Main. Preis 30 Kr._‘ RS* Alle 2^5*1 i2bw Gesänge mit Necitativen sind bei H. Ehrlich in Berkach erschienen, dieselben bestehen aus 19 Heften, die zusammen blos 2 Thlr. pr. kosten. — Die günstigsten Recensionen ihrer Vollständigkeit, Billigkeit und praktischen Werthes halber geben ihnen eine große Verbreitung. Warnung. Ein junger Mann, der sich Adolph Borchardt nennt und für einen Bildhauer ausgibt, reist mit einem glänzenden Zeugniß der königl. Akademie in Berlin Bettelns wegen umher, welches aussagt, daß er den Michel Beer'schon Preis gewonnen, und ihn dringend zur Unterstützung empfiehlt. Durch dieses, mit allen amtlichen Erfordernissen versehene Zeugniß sowie durch andere Empfehlungen unverdächtigsten Werthes bewogen, hat der Unterzeichnete, der damit einem jungen Talente Förderung zu schaffen glaubte, dem Borchardt ebenfalls eine offene Empfehlung gegeben. Es hat sich nunmehr herausgestellt, daß das Zeugniß der königl. Akademie eine Fälschung und dessen Inhalt durchweg unwahr ist. Ich widerrufe daher hiermit jene meine Empfehlung und warne jedermann vor dem genannten Betrüger. Bonn, den 3. Januar 1864. __Dr. Ludwig Philippson. Jüdisches Volksblatt Ro. 2. 1881. Fragen. — Einige historische Notizen aus dem achten Bande von'Grätz' „Geschichte der Juden/'— Der Hausmelamed (Hauslehrer). Sittengemälde auö der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts. — Edelmüthige Handlung eines armen Israeliten.— Anekdoten aus dem Kladderadatsch-Kalender. — NH. Durch alle Buchhandlungen und Postämter zu beziehen. Jährlich 1 Thlr. Vierteljährlich 7* Thlr. Verlag von Baurrrgärtrrer's Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirfchfeld. Verantwortlicher Redacteur: Gottfv. Fvitzfche.