Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1882-08-15 · Heft 33 (15.8.1882) · p. Seite 550

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
46 (1882)
Issue
Heft 33 (15.8.1882)
Date
1882-08-15
Page
Seite 550 (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/3224737-3227393-3227427--40123-3257743
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Vermischtes. Dr. Aron Simon. Dr. Aron Simon, der, wie wir berichteten, vor wenigen Tagen verstorbene Nestor der Berliner Aerzte, einer der wenigen Freiwilligen von 1813, die unsere Tage erlebten, ist, wie der „Börs.-Cour." in Erinnerung bringt, derselbe Wohlthäter, dessen Arnold Rüge („Aus früherer Zeit" 3. Bd.) gedenkt. Als die beiden „Hochverräther" (Burschenschafter) Rüge und Schliemann (jetzt Sanitätsrath in Rybnik in Mecklenburg) in ärgster Winterkälte, in leichten Röcken aus der Festung Kolberg ankamen, wurden sie vom Platzmajor von Staäl-Holstein, wie man sich denken kann, recht lieblos empfangen; in ihrem Zimmer fanden sie beispielsweise leere Bettstellen. „Sie sind hier zur Strafe, nicht zum Vergnügen! — wäre ich der König, Sie ließe ich nie wieder frei!" so herrschte der Offizier die armen Studiosen an, die endlich durchsetzten, daß sie vom Wärter etwas Stroh und Betttücher erhielten. Natürlich froren sie. in der ersten Nacht bitterlich. Das Gerücht dieses Schicksals verbreitete sich in der Stadt Kolberg und schon am folgenden Tage sendete Dr. Simon, damals dort Arzt, gute, warme Betten inS,Gefängniß. Er durfte indeß die „Hochverräther nicht früher sehen, als nach fünf Jahren, als Rüge das Wechselfieber bekam und nun Simon's ärztlichen Beistand anrief. Der ganzen Kolberger geselligen Welt erschienen die beiden Gefangenen „mit einem Makel behaftet", nur der Kriegsrath Hönisch und Dr. Simon wußten, wie Rüge versichert, daß er eine Zukunft habe. Wenige Jahre nach Ruge's Freilassung wurde dieser, wie man weiß, Schöpfer und Leiter des berühmtesten Journals jener Zeit, der „Halle'schen Jahrbücher". Anzeigen. f p werden mit 20 Pf. für die dreigespaltene Petitzeile berechnet und müssen für die nächst- XliOC/X vC folgende Wochennummer bis spätestens Donnerstag eingehen. Dieselben sind ausschliesslich an die Annoncen-Exped. von R. Mosse in Leipzig oder deren Filialen in Berlin, Breslau, Cöln etc. zu adressiren. Gute Pension für Gymnasiasten. Bekanntmachung. Die 2. Lehrerstelle an der hiesigen israelitischen Schule, mit welcher ein Einkommen von 800 Mark Gehalt, 120 Mark Miethseutschädigung. und 60 Mark Holzgeld verbunden ist, ist vakant und soll zum 1. Oktober er. anderweit beseht werden. Geeignete Bewerber wollen sich unter Einreichung ihrer Zeugnisse bis zum 15. August er. bei uns melden. [B. 11167] Kolimir i. 1\, den 18. Juli 1882. Der Magistrat, israelitischer Schulvorstand. Die hiesige Gemeinde wünscht bis zum l. September dieses Jahres einen Elementarlchrer, der zugleich auch Chasan und Sch auch et sein muß, zu engagiren. Das Salair eines solchen beträgt mit Schächter- und Ncbengebühren zwölf bis fünfzehn Hundert Mark nebst freier Wohnung. [11737] Neuukirchen bei Saarbrücken. Der Vorstand der israelitischen Gemeinde. Für unsere Synagogen-Gemeinde suchen wir per 1. Oktober o. einen unverheiratheten Elementar- und Religionslehrer, welcher auch das Vorbeieramt versehen kann. 111709] Hausberge, den 1. August 1882. Der Synagogen-Vorstand, i. V. Leopold Bergmann. Gesucht wird für baldigen Antritt eine Stelle als Lehrling im Manufaktur-Geschäft. Sonnabends muß streng geschlossen sein. .Adressen unter H. P. 953 an Rudolf Messe, Hamburg erbeten. [11733] Hülss-Chasan für die hohen Feiertage gesucht. Offerten nebst Referenzen erbeten von dem Vorsteher [11732s J. Thorner. Geestemünde, tm August 1882. Junge Idente, welche in lnefigen schäften eonäitioniren oder eine liobere 8chll!e besuchen wollen, finden Aast und Mlllinnng in einer religiösen Familie zu Aachen. Uälicres auf Offerten süb D. 8. 11651 durch Rud. Mosse, Leipzig. [11651] Klirieh (Schweiz). [Z. 11110] Ist. Knaben-Institut. Rekt. Landau, Predig, der jüd. Gemeinde. Bruxelles 22 & 24, Ru.e Defacqz. Pensionnat superieur dinge par P R. Bioemendal. Vie de famille. Instruction s£rieuse et complete. Les langues 6trangeres et la musique y sont l’objet de soins particuliers. Meilleures refdrences. [10419] Ein junges Mädchen aus guter Familie findet zum baldigen Eintritt angenehme gesellschaftliche Stellung zur Erlernung des Haushaltes und würde als zur Familie gehörig betrachtet werden. Bedingungen günstig. fl 1377] Dortmund, im Juli 1882. Frau Isidor Goldsclimidt. In einer größeren Provinzialstadt a. d. Bahn i. d. Prov. Sachsen mit einem anerkannt gutem Gymnasium unter Leitung eines toleranten Direktors, ist eine jüdische Familie gewillt, neben ihren Knaben im. Alter von 13 und 16 Jahren Knaben in Pension zu nehmen, die gleich der eigenen Kinder gehalten werden sollen. Gute Wohnung in eigenem gesund belegenem Hause, zu dem ein Garten mit Turnplatz gehört, kräftige Kost, sorgfältige Beaufsichtigung und körperliche Psiege wird' gesichert, [10867] Coiifessionsunterschied kennen wir hier nicht. Privatunterricht in Musik und neueren Sprachen nach Wunsch zu haben. Anfragen unter F. R. 10867 an Herrn Rudoif Mosse, Magdeburg. Ein junges gelnld. Mädans guter Familie findet zu ihrer U./VÜ. häuslichen und gesellschaftlichen Ausbildung bei liebevoller Behandlung Stellung in meinem Hause. [11916] Wattenscheid in Wests. Frau Rob. Dalberg. - Muster feiner elegant ausgestatteter Gratulationskarten p"£& v-idn; cm versendet auf Berlangen gratis und franco. Frankfurt a. M. [F. 10971] Louis Golde.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.