Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 43 (1879)
- Issue
- Heft 51 (16.12.1879)
- Date
- 1879-12-16
- Page
- Seite 816 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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816 THE Reformer and Jewish Times. The leading Jewish newspaper in the United States. — Devote«l to the inserests of the Jewish religion, to the development of Jewish ideas, to the revival of Jewish literature and to the completion of the social and political emaneipation of the Jewish peoplc RELIGiOUS AND LITERARY ARTICLES contrihnted by the most eminent Jewish scholars in Europe and the United States. GLEANINGS FROM THE TALMUD and other rabbinical works, with interesting comments by competent critics. CORRESPONDENCE ON JEWISH TOPICS ' from all parts of the world and from the most trustworthy sources BIOGRAPHICAL SKETCHES of eminent Jewish Ministers, lawyers, merchants, etc. SERMONS OF EMINENT RA3BIS on religions topics, published weekly TERMS K5 A YEAR Address, Publisher Reformer & Jewish Times. __ 120 William Street, Ä. Y. •Iftiffnt* n imito Nav Qmmonoett T VV|tV tj wt d&ljuiiyiJyvU« durch den neuen Kirchenofen für CoukS von Ccputucc ifc Studie in Herford (Westfalen). Die Erwärmung der Synagogen, die Beschaffung der Oefen und deren Heizung ist erstaunlich billig, so daß auch nicht gut situirte Gemeinden Gelegenheit haben, ihre Synagogen zu heizen. Die Oefen bedürfen nicht des störenden Nachlegens, die einmalige Füllung — für 16 Stunden — reicht zur Erwärmung vollständig aus. — Schornsteinanlagen sind nicht durchaus erforderlich. — Es ist diese Heizung daher und weil Synagogen nur alle 8 Tage einmal erwärmt werden, zweckmäßiger, billiger und angenehmer, als eine Centralheizung Kosten-Anschläge gratis. Für den Heizeffect wird Garantie geleistet. Zahlreiche Zeugnisse von Gemeinden, Zeichnungen und Preis-Courante stehen zu Diensten. (13229; ERSATZ für <le» feinsten CHAM PAU XER MH« RHEIKBAUER SCHAUMV/ElriKELLEREl Stf.UiMciwim Äluinaa^. (12724) Fette xo Gänse versendet gegen Nachnahme per Pfund zu 70 Pf. (13098)A. Goldsclmiiflt, Lippstadt. I Achtbare Eltern wünschen die Bekanntschaft eines sehr strebsamen und charaktervollen jungen Mannes behufs einer Parthie mit ihrer wohlerzogenen 20jährigen Tochter zu machen. Als Mitgabe werden bei einer , anständigen Aussteuer auch ein baarcs Capital von ^6000 N.-M. zugesichert. Bewerber nur aus ehri sanier Familie wollen vertrauensvoll unter X, J. 13113 bei Rudolf flösse, Leipzig ihre Adressen niederlegen. (13113) Heiratli. Für ein gebildetes Mädchen, von sehr angesehener Familie, einfach und öeonomisch erzogen, mit einem Baarvermögen von 28,000 Mark nebst reicher Ausstattung, wird eine passende Parthie gesucht. Herren (auch kinderlose. Wittwer) mit sorgenfreier Existenz wollen sich unter R. 13100 an Rudolf Mosse, Leipzig wenden. (13460) Mariage! b' Für meinen Verwandten — Besitzer von über 100,000 Mark Vermögen — suche eine entsprechend vermögend und harmonirend blonde junge Dame mos. Conf. Näheres sub J. F. 1622 durch Rudolf Mosse, Berlin 8. W. (B. 13482) Vor einigen Wochen wurde in den Blättern, auch in einigen jüdischen Journalen, erzählt, daß ein interessanter Fremder, Namens CZesr von Jndulffy, der vor einigen Jahren mehrere tausend Gulden zu wohlthätigen Zwecken gespendet und dafür den ungarischen Adel erhielt, gegenwärtig in Budapest weile und sich neuerdings mit Wohlthätigkeits- Projecten beschäftigte. „Pesti Naplä" wird nun von einem Freunde des Blattes darauf aufmerksam gemacht, das Jndulffy ein sehr bekanntes Individuum sei, da er vom Ofner städtischen Strafgericht wiederholt verurtheilt wurde. Jndulffy arrangirte Wohlthätigkeits-Lorterien^ bei welchen er Bleistatt Goldringen den Leichtgläubigen anhängte, trieb ein Geschäft mit falschen Honved-Medaillen und verübte noch andere Spitzbübereien, für die er verurtheilt wurde. Nach überstandencr Strafe verlegte er sein Operationsfeld nach Oesterreich, wurde aber vom Wiener Landesgericht zu sechs Jahren Gefängniß verurtheilt, welche der „ungarische Edelmann" in Stein absaß, wo er zu Anfang dieses Jahres aus dem Zuchthaus entlasten wurde. Außerdem wird dem „P. N." aus der Provinz geschrieben: Der sich Jndulffy nennende, und sich für den Präsidenten der Jerusalemer Chevra Kadischa ausgebcnde Lorenz Geß kann weder in den fünfziger, noch in den sechziger Jahren den ungarischen Adel erhalten haben. 1S;‘>5 erhielt er von mir in Szolnok, als in der dortigen Fabrik der Dampfschifffahrt- Gesellschaft freigesprochener Lehrling, sein Wanderbuch. Seitdem schweift er in der Welt umher und ist in Szolnok und auch in Wien ausgewiesen worden. Wahrscheinlich wird Jndulffy, der Rußland schon in früheren Jahren bereist, den Schauplatz seiner' Thätigkeit nunmehr nach Deutschland verlegcn. Er ist jetzt 4:0 Jahre alt, klein von Statur und brünet. Verlag von Baumgartner's Buchhandlung in Leipzig. — Druck der Roßberg 'schen Buchdruckerei in Leipzig. Verantwortlicher Nedacteur Dr. L. Philippson.