Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1879-09-02 · Heft 36 (2.9.1879) · p. Seite 576

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
43 (1879)
Issue
Heft 36 (2.9.1879)
Date
1879-09-02
Page
Seite 576 (sequence 16)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/3224737-3227231-3227268--37430-3256835
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Bei Adolf Colin, Verlag u. Antiquariat, Berlin W. 14 Potsdamerstrasse erschien soeben: Meinemann, Dr. J., Berliner Kalender für alle jüdischen Gemeinden auf-d» vom >8. S-ptember 187!) bis 5. September 1*80. Preis 50 Pf. Fein Papier durchschossen Preis 75 Pf. — IVaiidkaltiiLcr für Aijnaqo^tn und Lomptoire. Preis 50 Pf. Dieser alte Stammgast erscheint in correcter, vorzüglicher Ausstatlung und empfiehlt sich seinen langjährigen Freunden und Gönnern. Bei der Auswahl unter den Bitterwässern verdient nach dein llrtbcU der bedeutendsten ärztlichen Autoritäten, wie Ech. Nat!) Prof. Dr. Frerichs, seiner milderen, die Verdauungsorgane nie angreifenden und nachhaltigeren Wirkung wegen das natürliche Mriedrichshaller Bitterwafier den Vorzug. Es heilt Verstopfung, Trägheit der Verdauung, Verschleimung. Hämorrtividcn, Magen- und Larm- .ttatarrh, Frauenkrankheiten, Verstimmung, Gicht, Blutwalluug rc. Brunnendireciion C. Oppcl & Eo. Fricdrichshall bei Hildburghauscn. (3368) GtlrMtr BDI in Alton empfehlen ihre seit länger als 80 Jahren bestellende Hebräische u. Deutsche Buchdruckerei. Altona, 2 BäeJterstrasse 2Vr. 2. Saubere Ausführung. Prompte Lieferung. Billige Preise. Ein sehr schönes Anwesen im bair. Gebirge, mit der Bahn in 2 Stunden von München aus zu erreichen, bestehend aus: Curhotel, kleiner Brauerei, samrnt Lager und Fclsenkcllcr, Wirthschafts- und Nebengebäuden, Oeconomie- und anderen Wohngebäuden, Badelocalen und einer seit Jahrhunderten bekannten und mit bestem Erfolg angewendeten Heilquelle, ferner aus 2 prachtvollen Obst- und Gemüse-, Blumen- und Ziergärten, 40 Tagewerk Wiesen, schlagbaren Fichten- und Buchenwaldungen, einem Sandsteinbruch und mehreren Formsandgruben. Alles arrondirt. Dasselbe liegt in prachtvoller, sehr geschützter Lage mit wundervoller Fernsicht, Terrasse vor dem Hotel, Laubgängen, Spazierwegen, Wasserfällen, am Fuße eines von Touristen viel besuchten Berges, 5 Minuten von der Bahnstation entfernt, ist Fannlieuverhältnisse halber sammt todtem und lebendem Inventar, Gasthosseinrichtung rc. um .einen sehr annehmbaren Preis bei einer Anzahlung von 25- bis 30,000 fl. südd. Währung zu verkaufen. Dasselbe eignet sich sowohl für eine Herrschaft, als auch für einen Industriellen, Hotelier oder Consortium, da das Hotel und Brauerei bedeutend vergrößerungsfähig ist oder auch getheilt werden kann. Näheres unter F. 8. 8807 durch Rudolf Jifosse, Leipzig._(8807) Sämintiielie Porten DoWn cumt liefert in bester Auswahl zu billigsten Preisen J. KanlFmann (7851) in Frankfurt a/Main. Meinen geehrten Kunden zur gefl. Nachricht, daß hei mir von jetzt ab außer j^2n iYD u. s. w. auch und JTISJ2 aller Art, von den einfachsten bis zu den feinsten Sorten zu haben sind. — Auch steht gegenwärtig bei mir eine kleine neue iYD zum Verkauf. (8971) Halberstadt. J. Pctnchowski, C'TD 1D1D. Eingesandt. (Gin frommer Schwindel.). An dem jüdischen Hüttcn- und Herbstfcste wird beidem Gebete ein Feststrauß in Verbindung mit einem Esrog (eine ISitrencnavt) zur Hand genommen. Da diese aus Corsu, Ealabrien, Eorsika u. s. w. stammende Frucht in allen jüdischen Gemeinden in mehr oder weniger großer Anzahl verwendet wird, so kann man sich denken, daß während der gegenwärtigen Jahreszeit ein ziemlich starker Handelsverkehr in diesem Artikel stattsindet. Dieser Tage wurde mir nun von unbekannter Hand bte AOlage zu Nr. ZI des von Herrn Dr. Leb m an n zu Mainz herausgegebenen „Israelit" zugeschickt, worin eine in fetter Schrift gedruckte Annonce des Herrn I. B ri l, „Redacteur der hebräischen Ausgabe des Israelit".'cmgestrichen war, in welcher derselbe seine aus der „heiligen" Stadt Jaffa in Palästina bezogenen Esrogim zum Verkaufe anbietet. Zur Empfehlung derselben bemerkt er, daß sie „bekanntlich (?) selbst die Eorfuer Esrogim an Schönheit und Dauerhaftigkeit überträfcn". Dann heißt es wörtlich: „Teruma (d. h. die .Hebegabe an die Priester) und Maas er (d. h. der Zehnte an die Leviten) ist davon genommen und liegt bezüglicher Heedseder (d. h. rabbinische Beglaubigung, daß es geschehen) auf dem Bureau der Expedition des „Israelit" in Mainz zur Ansicht offen." Daß diese Esrogim hierdurch in den Augen gar mancher gläubiger Israeliten eine gewisse Heiligkeit und damit einen höheren Werth als alle übrigen aus anderen Ländern stammenden erlangen, liegt aus der Hand. Herr Bril hat daher mit klugem Bedacht diese auszcichnende Qualität seiner Esrogim hervorgehoben, um dieselben namentlich den frommen Lesern des „Israelit" zum Ankäufe zu empfehlen. Nun wird aber von den aus Palästina exportirten Friichtcn weder Teruma, noch Llaaser abgegeben; Herr Bril, das hebräische Mundstück des Herrn Dr. Lehmann, macht sich daher durch seine in dem so fromm thuenden „Israelit" abgcdruckte Anzeige einer groben Täu« schung des Publicums schuldig, die um so verwerflicher ist, weil er die Religion als eine Handhabe mißbraucht, um die fromme Einfalt zu seinem pecnniären Vortheile zu berücken. Einer gleichen Täuschung hat sich der ungenannte Rabbiner der von Bril als „heilig" erklärten Stadt Jaffa, der angeblich ein Beglaubigungsschreiben ausgesertigt hat. zu Schulden kommen lassen. Zur'Rechtfertigung des oben eingeklammerten Fragezeichens sei schließlich noch bemerkt, daß, nach der Angabe des seligen Rabbiners Schwarz von Jerusalem in seiner Schrift: „das heilige Land", die in Palästina wachsenden Esrogim „sich nicht lange halten, sondern schnell faulen"; und an einer andern Stelle heißt es: „Für die Festpalmen, Zulab, werden nur solche Zweige verwendet, welche der Baum in demselben Jahre getrieben hat, sind sie aber älter, so trennen sich die Blätter und sind daher unbrauchbar." Wiesbaden. Süskind, Rabbiner. Verlag von B aumgärtner's Buchhandlung in Leipzig. — Druck der Roßberg'schen Buchdruckerei in Leipzig. Verantwortlicher Redakteur Dr. L. Philippson.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.