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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1874-08-25 · Heft 35 (25.8.1874) · p. Seite 600

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
38 (1874)
Issue
Heft 35 (25.8.1874)
Date
1874-08-25
Page
Seite 600 (sequence 20)
Language
German
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Der Unterricht an dem vollberechtigten Progymnasiunk zu- Rheinbach bei' Bonn beginnt am 18/September mit der Prüfung der nmaufzunehmenden Schüler. ' Unsere Anstalt hat rücksichtlich der' Zeugnisse für den einjährigen Militärdienst dieselben Berechtigungen, wie die vollständigen- Gymnasien. , Die geringe Schülerzahl, die freundliche, gesunde Lage unseres Städtchens and die billigen Pensionspreise, 'stehen der' Anstalt empfehlend zur Seite. Anmeldungen sind während - der Ferien an Herrn Lehrer Schüttler dahier zu richten. . Mehrere sehr achtbare israelitische Bürger haben sich, hier um Aufnahme vow Schültzrn in« ihre Familien, gemeldet. Der! Vorsteher der Synagvgerr-Gemeiude des' Kreises Rheiubach, Herr Albert Weinberg dahier ein Firma Weinnerg & Sohn), ist bereit auf Erfordern nähere Auskunft zu geben. Rhembach bei Bonn, den 16. August 1874. Das Progym»afial-L«r»torinm. _Netz._ Israetitisctos Handels - Institut und Pensionat zu Brüssel, Belgien, 348—350 Chaussee d’Etterbeck, dem Thiergarten gegenüber, geleitet von Professor L. Kahn. Das Institut, seit 1863 bestehend, kürzlich, neu organisirt, bietet den Zöglingen eine echt israelitische Erziehung,, erreicht, was die Leistungen betrifft, das Ziel einer Realschule ersten Ranges in Deutschland, und entspricht den Anforderungen einer guten Handelsschule'. In den lebenden Sprachen leistet es Ungewöhnliches. - Besondere Emse für deutsche Zöglinge, die sich zum Examen des einjährigen Freiwilligendienstes stellen'wollen. — Liebevolle Pflege. Beste Referenzen. P e nsio not A. Gähn, So b er n h e t m. Seit zwanzig Jahren bilde ich meine Schüler zu ihrem künftigen Berufe mit Erfolg vor. Die besten Referenzen des In- und Auölandeö. Aufnahme zu jeder Zeit.. Anmeldungen erbitte recht bald. (H. 4iS5i.) Mädchen-Pensionat in Hannover. (H. 0707 a.) Frau Dr. Leverson aus London empfiehlt ihr Mädcheninstitut, in einem der schönsten Theile Hannovers gelegen, allen denjenigen, welche ihren Töchtern e. gründl., gediegene Erziehung geben wollen. Die besten Lehrkr. Hannovers, sowie eine gepr. deutsche u. e. franz. Lehrerin stehen der Vorsteherin z. Seite. Näheres zu erfr. durch schristl. od. mündl. Anfragen Thiergartenstr. 4, Hannover. Ostevulc Restauration -ibo von Bloch und Steidle 25 Rue Christine, nahe am Meere. Gute Bedienung und massige Preise. — Herr Blbcli empfiehlt auch seine Restauration in Brüssel 137 Boulevard Central. Pensionat in Thorn. Zu jeder Zeit nimmt Knaben an Reetor Landau. Zunge Mädchen mos. Gl. finden liebevolle Aufnahme bei Fr an Mar c u s :; ,_Berlin, Mvmzstr. £3$ Heirathsaesuch. I Ein junger israelitischer Mann aus achtbarer, unbemit» Mer Familie, der in Folge vom Börfenfpeeulationen ein bedeG tendes Vermögen erworben, will sich mit einem schönen liebenH würdigen-Mädchen von 16 bis 20 Jahren, ohne Vermögenverheirathen. - r- Offerten snb J. T. 9221 befördert Rudolf Messe, Berlin S. W._ . . Heiraths-Gesuch. 4 Ein Kaufmann in einer großen Stadt Norddeutschlandch Israelit ,- mit großem Vermögen, von angenehmem Aeußeren/ sucht eine Lebensgefährtin mit einer baaren Mitgift von 20,000 bis 30,000 Thlr. und sonstigen empfehlenswerten Eigenschaften/ Gefl. Offerten werden suh R. 5752 h. an die Annoncem Expedition von Haafenstein Lk Vogler in Halle a/M erbeten. Ä/ :rrn&w - nh ö-b^ *riorra v» w^b l]ni3' (Wer den Armen miltheilt, dem wird's nie mangeln; wer die Augen wegwendet, zieht sich diel Unglück zu.) Edelgesinnte Glaubensgenossen! Am 1. Decencker 1872 ist über eine brave hiesige Familie schweres Unglück bereingebrochem Ein fleißiger Handelsmann, Meier Weinberg/ Vater von sieben unmündigen, Kindern undin dürftigen Verhältnissen lebend, erlitt an diesem Tage einen Schlag? anfall, wodurch er vollständige Lähmung, der rechten Seite, Verlust der Sprache und des Verstandes erlitten hat. Derselbe befindet sich in nicht zu beschreibender schrecklichen Lage, weithin hört man dessen schaüerliches Geheul in Folge seiner großen Schmerzen. Schrecklich ist der Anblick des vom Schmerz Heimgesuchlen und erschütternd der Jammer der unglücklichen Frau und Kinder. Durch die hiesige israel. Gemeinde, sowie durch einen Ausruf im „Israelit" ist im vorigen Jahre bereits gespendet Worden/ welches aber jetzt, da der»?Kranke sorgsamer Pflege, sowie stets kräftiger Nahrung bedarf, bereits aufgezehrt ist. Die vielgeprüfte Frau, die einer trostlosen Zukunft entgegensieht/ wendet sich daher an edle Glaubensgenossen, sie bittend, daß sie ihr Scherflein zur Linderung der großen Noch beitragen, möchten, umsomehr, da nach Ausspruch der Herren Aerzte noch nicht abzusehen ist, wie lange der Zustand des Kranken noch dauern kann. Gefällige Spenden bitte entweder direct an Meier Weinbergs Frau oder an den Unterzeichneten zu richten und werden die Gaben in diesem Blatte veröffentlicht werden. Storndorf in Oberheffen (Kreis Alsfeld), den 7. August 1874. David Adlerjunior, ISr. - BorDher^M Die Unterschrift pes israel. Vorstandes und dessen Angaben werden als Wahrheit beglaubigt. Stornhorf, eod. Großherzogl. Heff. Bürgermeisterei Storndorf. . _Eckstein._- Berichtigungen. In Nr. 34 S. 567 Sp. 2 Z. l v. ü. lies „Dreiecke" (nicht „Vierecke".) — S. 577 Sp. l .Z/^8 v. o. lies: „verkennen" (nicht „erkennen"). . Verlag von B aumgärtner's Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirschfeld. Verantwortlrcher Redakteur vr. L. Philippsou.

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