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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1874-06-09 · Heft 24 (9.6.1874) · p. Seite 413

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
38 (1874)
Issue
Heft 24 (9.6.1874)
Date
1874-06-09
Page
Seite 413 (sequence 15)
Language
German
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4U Vermischtes. Am 11. März feierte in Ragy-Körös (Ungarn) das Rothbaum'sche Ehepaar im israelit. Tempel seine goldene Hochzeit. Der Bräutigam ist 76, die Braut 72 Jahre alt. Das Ehepaar, welches sich trotz des hohen Alters einer blühenden Gesundheit erfreut, hat 9 Kinder, 35 Enkel und viele Urenkel. Zum Vollzug der Trauung war der Szegediner Oberrabbiner Löw berufene Der älteste Sohn des jubilirten Ehepaares war von der fernen persischen Grenze nach einer dritthalbmonatlichen beschwerlichen Reise in seiner Heimathsstadt angelangt, um der Jubelfeier seiner geliebten Eltern beizuwohnen. Ein Schlesisches Blatt versicherte jüngst ganz ernstlich: die Beschneidung' bei den Juden dürfe nur von „einem Mitgliede des Priesterstandes" vollzogen werden. Anzeigen. An der hiesigen dreiclassigen Religionsschule ist die zweite Lehrerstelle sofort zu besetzen. Unverheiralhele Bewerber, welche Tüchtiges im Hebräischen leisten und auch in der hebräischen Grammatik unterrichten können, wollen ihre Bewerbungen und Zeugnisse an Herrn S. Friedeberger hierselbsl einsenden. Der jährliche Gehalt beträgt 300 Thlr. Die Stundenzahl des Unterrichts 22 wöchentlich. Schrimm, 1. Juni 1874. Öer Vorstand der jüd. Gemeinde. B. Becher. In der Synagogen-Gemeinde S ch l aw e in Pommern ist die erste Cantor-, Religionslehrer- und Predigerstelle vacant, und soll dieselbe sogleich oder spätestens den 1. September besetzt werden. Gehalt 500 Thlr. nebst freier Wohnung und Nebeneinkünften. Qualificirte Bewerber, die auch im Behinderungsfalle den Schochet vertreten können, wollen sich unter Einsendung ihrer Zeugnisse melden. Reisegelder werden Nicht vergütet. Ker Borstand der Synagogen-Gerrieinde. Durch die Berufung -es Herrn Br. Horovicz nach Otteftil ist in hiesiger Gemeinde die Kabbmer- Md Veligionslehrerstelle, mrt welcher ein Fixum von 600 Thlr. ,>. a. ercl. der ttedeneinkünste verbunden ist, zum 1. August e. vaeant. Akademisch gebildete Lewerber wollen sich bis zum 1. Juli c. unter Einreichung der Zeugnisse bei uns melden. Reisekosten werden dem Gewählten erstattet. Lauenburg i/Komm., den 24. Mar 1874. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. I. Bsrtiart. Beer. Writistock._ Gin junger Mann, 23 Jahre alt^ z. Z. Lehrer an einer Handelsschule, der mit den kaufm. Fächern theoretisch, theilweise auch praktisch vertraut ist und Sprachketintniffe besitzt, wünscht auf Herbst e. in ein größeres Geschäft zu treten, am liebsten in ein solches, woran er sich, nach eiriiger Zeit mit einer Einlage von 8—10 Mille Gülden Wheiligen köniite. Derselbe ist auch nicht abgeneigt, seine ihtü dann bleibende Freizeit auf den Unterricht allenfalls vorhandener Kinder zu verwende-. Gifl. Offerten hierauf besorgt Ut Exped. d. Bl. unter 8. M, Nr. 142, In unserer Gemeinde ist die Stelle eines ersten Cantors und geprüften Religionslehrers am 1. October e. neu zu besetzen. Derselbe muß p"a und im Stande sein einen Chor zu leiten, sowie befähigt den Schochet im Behinderungsfalle zu vertreten. Fester Gehalt 600 Thlr. pro anno- und freie Wohnung. Bewerber wollen sich unter Einreichung ihrer abschriftlich beglaubigten Zeugniffe und eines eurrieulum vitae an den Unterzeichneten wenden. Reisekosten werden nur dem Gewählten vergiittt. Stolp in Pommern, im Mai 1874. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde E. Heymann. Für die ^Gemeinde Cassel, Ptövinz Bt&sseh- ÄT(i$$aü, wird pro 1. September c. ein tütöhtiger, musikalisch gebildeter Vorsänger gesucht, der im Stände ist mit OrgelbegleitUng die Gebete vorzutragen. Der Gehalt ist vorläufig auf 600 Thäler prö artno fijßitt. Bewerbungen nebst Zeugnissen sind baldigst fr ton ko an Se. Ehrwürden Herrn Eandrabbinen Dr. Adlet in Cassel einzusenden. Casseh den 31. Mai 1874. Die Gemeinde-Aeliesten. Die Har S£liai 04meiade in Baltimore (Md.) gflliüt die vacant werdende Räfebihfcrstelle zd besetzen, und ladet fiieräüf Reflectirende ein, ihre Anmeldungen rechtzeitig an dön Unterzeichneten eiuzusenden. Die Gemeinde huldigt dem entschiedenen Fortschritt; ihr Gultus stutzt sieh auf das von ihrem frühem Rabbiner, Dr. David Einhorn, während seiner hiesigen Amtstätigkeit verfasste und in derselben zuerst ein geführte Gebetbuch. . Der bisherige Gehalt beträgt 2500 Dollars per Jahr, ausschliesslich der Nebeneinkünfte. Bewerber, die änch der eriglischen Sprache Mächtig sind, Vverden bevorzugt. S. G. Pntzel, Präst d. H. S. G, Nr. 24. N. Entow Str., Baltimore,- (Md.) U. S. Ein junger Mann (Secundaner) t der bereits 1 Jahr in eiNeÄ Bankgeschäft thätig war, dasselbe aber verlassen mußte, weil esin Concurs ging, sucht in eiNem Bank-, Getreide- oder En ßros-Geschäft (gleichviel welcher Branche), das Sonnabends u. Feiertags geschlossen hält, Stellung als L e h V l i tt g. Gefl. Lffertm werdeü an Hedrn H. TUtz, Berlin, Krariönickstraße 14 erbetey^

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