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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1874-02-03 · Heft 6 (3.2.1874) · p. Seite 101

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
38 (1874)
Issue
Heft 6 (3.2.1874)
Date
1874-02-03
Page
Seite 101 (sequence 19)
Language
German
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101 neUannMmacUwng. Aus der I. H. Breölau'schen Stiftung hat für das Jahr 1874 eine Verkeilung stattzufinden. Nach letztwilliger Verfügung des Testators sollen hiervon arme Knaben israelitischen Glaubens, welche im Königreiche Bayern geboren sind, und sich einem Handwerke oder der Oekonomie widmen, in Erlernung derselben auf einer Handwerks- oder polytechnischen Schule oder auch bei einem Gewerbsmeister unterstützt werden. Desfallsige Bewerber wollen ihre mit legalen Belegen, insbesondere über Heimath, dermaligen Stand und Beruf, dann Leumund versehenen Gesuche bis &♦ bei der unterfertigten Verwaltung in Vorlage bringen. München, den 4. Januar 1874. . Verwaltung der israelitischen Cultusgemeinde in München. BelAaiintiiftaclKiins;. Nach Beschluß der unterfertigten Verwaltung sollen di? pro 1874 angefallenen Zinserträgnisse der Adolph Kohn'schen Stiftung zu Erziehungsbeiträgen fiir arrne Waisenkinder, — Doppeleventuell Halbwaisen — zunächst aus der israelitischen Cultusgemeinde dahier und in zweiter Linie aus anderen Cultusgemeinden in Bayern verwendet werden. — Bewerbungen um diese Erziehungsbeiträge sind bis 1. März l. I. unter Darlegung der einschlägigen Personalverhältnisse schriftlich einzureichen. München, den 4. Januar 1874. Die Verwaltung der israelitischen Cultusgemeinde in München. Itotel ~IW 3 Restauration. Bremen, Buchtstrasse Nr. 62. 2ES* Von Ostern d. I. wird obiges Hotel nach dem von mir käuflich erworbenen Erbe, Buchtstr. 56 u. 57 verlegt, und werden die Logis- und Speiselocalitäten auf's comfortabelste eingerichtet werden. Achtungsvoll B. B. Levy. Eine größere Sammlung von Werken der neuesten, zumal jüdischen Literatur ist ganz oder theilweise billig abzulassen. Sie besteht aus: 88 Nummern Hebraica. 69 Nrn. biblischer Literatur. 98 Nrn. talmudischer Literatur u. jüdischer Geschichte. 26 Nrn. Religionsphilosophie. 15 Nrn. Cultusschriften. 25 Nrn. Lexikographie und Grammatik. 198 Nrn. Belletristik und Vermischtes. 127 Nrn. über jüdische und allgemeine Zeitfragen. 22 Nrn. Sammlungen von Zeitschriften. 149 Nrn. Schulschriften. Aufträge erbittet man durch die Exped. d. Bl. Bei dem Herannahen des Purimfestes empfehlen wir das zur Ausführung in Privatzirkeln sehr geeignete humoristischsatyrische Purimspiel: liorew, Hamann d. große Judenfresser. Gegen frankirte Einsendung von 10 Sgr. erfolgt Zusendung unter Kreuzband. Breslau. Schletter'sche Buchh. (H. Skutsch.) Litte für die Witwe u. 8. Waisen eines israel. Lehrers. In dem eine Meile von Hanau entfernten Orte Langenselbold starb am 2. Januar 1874 Moses LevisohN, 54 Jahre alt, Elementarlehrer der dortigen israelitischen Gemeinde, mit Hinterlassung einer Witwe und 8 Kindern, von denen das jüngste noch nicht 3 Jahre alt ist. Levisohn erfreute sich stets sowohl bezüglich seiner dienstlichen Leistungen als seines Charakters und Lebenswandels des besten Rufes; seine Kenntnisse und Fähigkeiten, gepaart mit unermüdlichem Diensteifer, erwarben ihm die vollkommenste Zufriedenheit seiner Schulbehörden und die Liebe und Verehrung seiner Schüler und Gemeindeglieder. Daß er dessenungeachtet, bei aller möglichen Sparsamkeit, seiner Familie nichts weiter hinterlassen hat als seinen guten Ruf, kann niemanden befremden, der mit den Verhältnissen der israelitischen Landlehrer bekannt ist. Wir bitten daher alle Menschenfreunde, die Noth der so hart bedrängten Familie durch milde Gaben zu lindern, und ist ein jeder von uns zur Empfangnahme derselben gern bereit. Das Verzeichniß der Geber werden wir sobald als thunlich veröffentlichen. Prov.-Rabbiner Felsenstein in Hanau. Jae. Hamburger in Hanau. Wilhelm Una in Hanau. Pfarrer Hufnagel zu Langenselbold. Gem.-Aelr. Isaak Glauberg ebendaselbst. Gem.-Aelt. Lazarus Moritz ebendaselbst. k. P. An das inserirende Publikum richten wir die Bitte, zur Vermeitlung von Mrrfhümern die in seinen Annoncen vorkommenden hebräischen Worte am liebsten mit Quadratschriß oder sehr deutlicher hebräischer Schreibschriß zu schreiben. Leipzig, im Januar 1874. Baumgartners Buchhandlung.

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