Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 36 (1872)
- Issue
- Heft 51 (17.12.1872)
- Date
- 1872-12-17
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Zeitung -es Zudenthumö. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Heraus gegeben von " Rabbiner vr. Ludwig Ph^tppso« in Bonn. Leipzig, den 17. December 1872. sytetfavtr» asr.saÄ aas»« ' . - a* Haupt-Zelturrgs-Bureau unterzöge». langen an; der Haupt-Expedition für beide Letztere hat fich daS König!. Mit dem 1. Januar 1873 beginnt die „Allgemeine Zeitung des Judenthums" ihren 37. Jahrgang. Sie wird in der bisherigen Weise von der Redaction in Verbindung mit zahlreichen Md tüchtigen Mitarbeitern aus allen Weltgegenden svrtgeführt werden. Wir ersuchen um baldigste Bestellung bei den resp. Postämtern und Buchhandlungen, um jede Verspätung zu vermeiden. Baumgartners Berlagsbnchhandlung in Leipzig. Inhalt. Leitende Artikel r Organisation der deutsch-israelitischen -- Unterstützungspflcge. I. — Bericht über die Versammlung ' von Delegirten und Vertrauensmännern ^.Angelegenheit der Alliance. . ZeitÄngSnachrichteirr Deutschland: Bromberg. Müu- ' cheH Meiningen, Potsdam, Aachen, Obercassel bei Bonn. Oesterreichisch -ungarische Monarchie: Wien, Aus-Mähren. — Rußland: Warschau, St. - Petersburg. Feuilleton-Beilage r MannichfaltrgeS von der Redaction an die Leser. — Vermischtes. Leitende Artikel. Bonn-, 8. December. t '' Organisation der deutsch-israelitischen Anter- '-M Es ist unverkennbar, daß gegenwärtig unter den deutschen Israeliten das Streben nach Vereinigung und Organisationwach geworden ist und nach bestimmter Gestaltung ringt. Die seit so vielen Jahrhunderten bestehende Jsolirung der örtlichen Gemeinden, von denen jede eine gänzlich gesonderte Körperschaft, säst eine Welt für sich bildete, soll einer Vereinigung der getrennten Kräfte zu Zwecken, welche größere Mittel und vereinigte Anstrengungen erfordern, weichen. Beides, das Bedürfniß und der Aflocialionsgeist unsrer Zeit, treibt hierzu an. Dann sind auch diese Zwecke so löblich , so von jeder particularistischen Absicht und irgend welcher andern feindseligen Gesinnung entfernt, daß der vorurcheilslose Beobachter nur seine Zustimmung aussprechen kann. Merkwürdig genug sind innerhalb dieser Bestrebungen bis jetzt religiöse Zwecke im engeren Sinne dieses Wortes nicht zum Vorschein gekommen, vielmehr mit einer gewissen Ostentation vermieden worden, und zwar, wie man sägt, um jeder religiösen Spaltung aus dem Wege zu gehen, und die Mäste auf Gebieten, welche mit religiösen'Coterien nichts zu schaffen haben, zu vereinbaren. Ob hiermit her richtige Weg ganz ungeschlagen sei, lassen wir heute dahingestellt sein. ‘ Wir glauben allerdings, daß eine Pepmnerlichung, eine innere - Belebung des Iudenthnms wphl Noth thqte, und daher das gemeinsame Streben nicht hlos auf äußerliche Momente beschränkt sein sollte. Die