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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1872-10-29 · Heft 44 (29.10.1872) · p. Seite 875

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
36 (1872)
Issue
Heft 44 (29.10.1872)
Date
1872-10-29
Page
Seite 875 (sequence 13)
Language
German
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Organisation treffen werden, um Dasselbe auch für die rumänischen Juden zu thun. 5. Jeder Israelit kann natürlich auf eigene Spesen nach Amerika, gehen. Die Gesammtkosten für Bahn und Schiff von Bukarest.-oder^JaW' Hamburg nach- New DorhMepdey-DHE-zhhO Hrancs Gr -jeden Erwachsenen,ein^fieWchKosi;" Wertigen;" bezahlendie Hmlfte.^ DDer) der Reises von Hamburg nach! New-Dork. 15 bis 16 - Tage.- . Per Segelschiff kostet die Seereise ungefähr die Hälfte-; Zeitdauer 45 bis 50 Tage re. rc." - Wir geben dem Leser diese Sätze zur Erwägung, und er wird darin Alles bestätigt finden, was wir über diese Angelegenheit geäußert haben. Was wir aber insbesondere beabsichtigten, war, daß Alle Diejenigen, welche sich mit der Sache der rumänischen Juden beschäftigen, ihre Bestrebungen nach einer ganz anderen Richtung hin wenden mögen. Wir werden wohl bald Gelegenheit haben, uns des Weiteren hierüber auszulaffen. Bukarest, 11. October. Der „New-Iork Herald" erhält von seinem Correspondenten folgende interessante Mittheilung: Jüngst besuchte ich Seine Excellenz, den türkischen Minister Blacque Bey, in seiner Wohnung in Long Brauch. Ich hatte die Ehre von Sr. Excellenz freundlich empfangen zu werden. In meiner Unterredung mit ihm über verschiedene Gegenstände berührten wir auch die rumänische Judenfrage, und ich hatte Gelegenheit seine Meinung darüber zu hören. Se. Excellenz Blacque Bey ist der Meinung, daß die Ursache des Haffes der Rumänen gegen die Israeliten Nichts Anderes sei, als die Eifersucht des indolenten Volkes gegen eine thätige und gewerbfleißige Classe, die in ihrer Mitte gedeiht. Er drückte seine größte Theilnahme für die leidenden Israeliten aus, und versicherte mich derselben Gefühle Seitens des türkischen Reiches, in dessen Gebiete die Israeliten gleiche Rechte und gleiche Achtung genießen mit allen andern Unterthanen. Er war selbst in Konstantinopel, als der verstorbene Großrabbiner (Chacham Baschi) Zaka Effendi Ehrenzeichen und Orden zur Vertheilung an viele Israeliten, die der Regierung Dienste geleistet hatten, erhielt. Er meint, daß die Leiden der Israeliten in Rumänien eine Schmach für die civilisirte Welt sind, -und versicherte mich, daß > die hohe! Pforte Alles thun werde, was; in ihrer Macht steht, die Verfolgungen^ zu unterdrücken, indem.er bemerkt^, haß .10,000 türkische Soldaten genügen würden; . diese schändlichen - Excesse. der anmaßenden - Rumänen zu sistirM. Schließlich empfahl mich!-Se^ Excettenz an den russischen Gesandten-- BaroniOffenberg^der-:vor seiner Sendung nach' den vereinigten: Staaten imenn Jahre^russischer; Generalkonsul! in Rumänien -war. -- -r. - Baron Offenberg sagte.: die Excesse- und Schändlichkeitn des rumänischen Volkesu gegen die Israeliten sind die Folgen schwacher, unfähiger, oft bestechlicher Localbeamten, welche diese Ausschreitungen. ungenügend verhindern, und der schwachsinnigen Schwur5 gerichte , welche die- Hetzer freisprechen. Deshalb ist die Regierung in Bukarest nicht so sehr zu tadeln- und der Vorwurf der Unduldsamkeit und der Begünstigung der Jüdenhetzen kann nicht die Regierung allein treffen. Die Regierung ist eben zu schwache Rußland. St. Petersburg, iw Spt. (Privatm.) Die gesetzlichen Schwierigkeiten, welche dem Bau einer eigenen Synagoge in großartigem Stile für die hiesige israelitische Gemeinde im Wege standen, sind nunmehr als gehoben zu betrachten; es ist dem Vorstande gelungen, einen Bauplatz zu acquiriren,. der den Bestimmungen des Gesetzes entspricht, denen zufolge ein jüdisches Gotteshaus nicht an einem Orte errichtet werden darf, wenn in derselben Straße eine griechisch -ckatholische Kirche 700 Schritt oder in der angränzenden die Hälfte dieser Strecke entfernt ist. Der Preis , für den der Platz erworben worden ist, beträgt 65,000 Rubel. Nach Anlage und Ausstattung wird der zu erbauende Tempel sowohl der Gemeinde wie - der Residenz zur Zierde gereichen. — Collegialrath Zion, außerordentlicher Professor an der medicinischen Facultät der hiesigen Universität, ist zum ordentlichen Professor hierselbst ernannt worden. — vr. Abraham Harkawy, Magister der Philologie, ist zum Bibliothekar an der hebräischen und samaritanischen Abtheilung der hiesigen kaiserlichen Bibliothek befördert worden. — Dem bekannten Mechanikus Oscher Beer aus Suwalki, über den bereits früher in diesen Blättern gesprochen wurde, ist ein auf, zehn Jahre laufendes , Patent auf eine

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