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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1872-02-13 · Heft 7 (13.2.1872) · p. Seite 133

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
36 (1872)
Issue
Heft 7 (13.2.1872)
Date
1872-02-13
Page
Seite 133 (sequence 15)
Language
German
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133 Die Kunst-Anstalt für Weberei und Stickerei des , . Carl Gram, Wien, Neubau, Dreilaufergasse Nr. 3, welche auf der Pariser Welt-Ausstellung 1867, mit der silbernen Medaille, von Sr. Maj. dem Kaiser von Oesterreich mit dem goldenen Berdienstkreüz mit der Krone und dem Ritterkreuz des Franz Joseph-Ordens, von Sr. Maj. dem König von Preußen mit dem königl. preußischen Kronen-Orden ausgezeichnet wurde, empfiehlt sich den k. T. Cnltusgemeinde-Vorstehern und Privaten zur Anfertigung von israelitischem Tempelschmuck aller Art. "i'ra *v»s nat» -‘ibaw ^ay© nairr prrbNb aauptanysa» ‘tiafe als Paroches, Thoramäntel sammt Wickeln, Chuppas, Kanzelborduren, Tischdecken rc. Obige Auszeichnungen und zahlreiche Anerkennungsschreiben über gelieferte Arbeiten in diesem Genre liegen zur Einsicht auf, und bieten genügende Garantie für solide und correcte Ausführung der ihr anvertrauten Aufträge. nb. Auf Verlangen werden Preiscourante gratis, Zeichnungen gegen eine entsprechende Einlage verabfolgt und eingesendet. Herraths-Gesuch. Ein junger Mann, der schon 5 Jahre im deutschen Reiche als Religionslehrer, Schächter und Vorbeter fungüt, wünscht sich zu verheirathen. Schöne gebildete, auch nicht unvermögende Damen, belieben ihre gefälligen Offerten nebst Photographie unter OIEre A. B. 28. an die Exped. d. Bl. einzureichen. Strengste Discretion wird zugesichert. Für Damen. Ein exam. Lehrer, 1845 geb., von schönem Aeußern, gebildet, nicht orthodox, auch im Geschäft nicht unerfahren, mit etwas Vermögen, hat eine einträgl. Stelle in Rheinland und einen guten Ruf, wünscht sich zu verheirathen. Damen, 18—25 I. mit etwas Vermögen, geb., nicht haßl., welche geneigt, hierauf einzugehen, wollen sich vertrauensvoll melden. Geschäftsdamen haben den Vorzug, da Obiger gesonnen ist, sich mit Bewilligung d. Zukünftigen ein Geschäft anzulegen. Offerten mit der Aufschrift „Masel töv" sind franco an die Expd. d. Ztg. zu richten. Strengste Discretion selbstverständlich. Erklärung. Der Verein israel. Elementarlehrer für Westphalen und Rheinprovinz hat auf feiner jüngsten Conferenz iu Bonn im Juni 187 t mit tiefem Bedauern Kenntniß erhalten von Zerwürfnissen, die in der Gemeinde Lippstadt zwischen dieser und dem dortigen Lehrer Mandel eingetreten waren. Dem damals gestellten Anträge, sofort mit einer öffentlichen Rüge gegen die Gemeinde hervorzutreteu, wurde nicht Folge gegeben, vielmehr beschlossen, den Weg der Versöhnung zu versuchen. Dies hat der Verein in jeder möglichen Weise gethan, sowohl durch eine Zuschrift ihres Vorsitzenden an den Vorstand der Gemeinde Lippstadt, als auch durch Deputationen aus seiner Mitte, die persönlich einen friedlichen Ausgleich herbeizuführen bemühet waren. Leider müssen wir constatiren, daß alle diese Bemühungen resultrtlos geblieben und an dem Widerstande der Gemeinde gescheitert sind, obwohl auch der Landrath des Kreises vermittelnd einzntteten versuchte, nnd die Königliche Regierung zu Arnsberg den Conflict dadurch beizulegen wünschte, daß sie die Erhebung der jüd. Schule zu Lippstadt zu einer öffentlichen beantragte, um dadurch dem p. Mandel eine definitive Anstellung zu sichern. Es bedarf für uns nicht mehr, der Untersuchung, auf welcher Seite die größere oder geringere Schuld der beklagenswerten Vorgänge gefunden werden möchte-; wir müssen aber unsre höchste Mißbilligung darüber, aussprechen, daß die Gemeinde in L. allen diesen Versuchen einer friedlichen Ausgleichung beharrlichen Widerstand entgegensetzte und können die schließliche Entlassung des p. Mandel aus dem Amte um so weniger begreifen, als von den 26 Mitgliedern der Gemeinde deren 17, worunter 1 Vorstandsmitglied, 4. Repräsentanten und 2 stellvertretende Repräsentanten, demselben sehr günstige.Zeugnisse über seine Leistungen als Lehrer sowohl, wie über sein sittliches Verhalten ausgestellt haben. Bei dem G. s. D. immer mehr hervortretenden Streben, die Stellung der Lehrer, und dadurch auch der Schulen, zu verbessern, müssen die oben berührten Vorgänge um so mehr betrüben und halten wir es für angezeigt, unsere Collegen in der Nähe und Ferne darauf hiuzuweisen. Münster, 31. December 1871. Der Vorstand des israel. Lehrervereins S. Blumenau. Blumenfeld. A. Treu. I. Goldstein. Für die nothleidenden Israeliten in Persien. T. Sandmann in Wormditt i Thlr. Asser Rosenmeyer in Wolfhagen gesammelt 20 Thlr. 10 Sgr. Cantor Jos. Blumenseld in Frankenstein (Schles.) gesammelt 15 Thlr. 15 Sgr. Max Jacobson in Malchow (nach Genesung von schwerer Krankheit) 5 Thlr. Frl. Henriette Jacobson in M a l ch v w 5 Thlr. I. B. in Wollstein 2 Thlr. H. B. E. 3 Thlr. Dr. Philippson in Bonn gesammelt 85 Thlr. 5 Sgr. M.A Grünsseld in Heiligen stadt gesammelt 17 Thlr. Vorstand Julius Seligsohn in S a m ö s c h n gesammelt 35 Thlr. Gesammtsumme: 900 Thlr. 23 Sgr. 9 Pf. Vor einigen Tagen sandten wir abermals 30 Livre Sterl. an das Comits in London, also bis jetzt 120 Livre Sterl. d. s. 807 Thlr.-15 Sgr. Die Redaction.

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