Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1871-07-18 · Heft 29 (18.7.1871) · p. Seite 584

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
35 (1871)
Issue
Heft 29 (18.7.1871)
Date
1871-07-18
Page
Seite 584 (sequence 16)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3224737-3226798-3226828--29678-3252527
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

584 Verlag von JCSfat Seiner in Leipzig. Das Judenllmm und seine Rufgabe im neuen deutschen Reich. Sendschreiben an die deutschen Juden von einem Glaubensgen offen. _ Preis 7\k Sgr._ So eben ist erschienen: Gedenkbuch an den Krieg 1870/71 für die deutschen Israeliten. Herausgegeben von der Redaktion der Allg. Zeitung des Judenthums. Bonn, 1871. Preis: 15 Ngr. Inhalt: 1. Gedenkblatt. 2. Chronik des Krieges. 3. Geschichte des Krieges. 4. Religiöse Betrachtungen zur Erinnerung an den Krieg. 5. lieber den Antheil der deutschen Israeliten am Kriege. 0. Verzeichniß der deutschen Soldaten jüdischer Religion. 7. Verzeichniß der deutschen Soldaten jüd. Religion, welche durch das eiserne Kreuz ausgezeichnet worden. Gegen frankirte Einsendung von 15 Rgr. an die Redaktion der Allg. Zeit. d. Iud. in Bonn erfolgt franco 1 Ex. dieser Schrift. Heiraths-Gesuch. Ein junger Mann, von fast 28 Jahren, Israelit, aus achtbarer Familie, der ein angemeffenes Vermögen zu erwarten hat, sucht, um sich selbstständig machen zu können, die Bekanntschaft eines liebenswürdigen Mädchens mit Vermögen. Die besten Referenzen, hinsichtlich seiner mercantilischen Fähigkeiten, Charakters, stehen ihm zu Gebote. Vertrauensvolle, gef. Offerten werden unter M. 8. # 00 durch die Exp. d. Bl. entgegengesehen und strengste Discretion auf Ehrenwort zugesichert. Walsrode, d. 13. Juli 1871. Trotz Zeugniß des Cantors, Herr Strauß zu Saarlouis über die Gemeinde Gladenbach und trotz Erwiederung des Vorstandes daselbst, halte ich meine Annonce in Nr. 26 d. Z. d. I. aufrecht und erkläre hiermit nochmals ausdrücklich, daß die schuftigen und infamen Anschuldigungen des Vorst, zu Gl. gegen mich eben so schmutzig wie lügenhaft sind. Es mag sein, daß unter dem Regime deö früheren Vorstehers, unter welchem Herr Strauß gestanden hat, beffere Verhältniffe obgewaltet haben. Aber unter dem jetzigen Vorsteher ist es doch etwas ganz anderes. Das Actenstück des Landrathsamts zu Biedenkopf vom 13. November 1870 giebt den besten Beweis. Zugleich fordere ich sämmtliche Gladenbacher Juden und Christen auf. sich in öffentlichen Blättern zu melden, die von mir auf oder ohne Wechsel auch nur einen Pfennig zu fordern haben. Mein Vorgänger in Gladenbach, Herr Sugenheimer, hat mich vor Annahme der Gl. Stelle gewarnt und ich warne abermals jeden Lehrer. UebrigenS hat der Vorstand zu Gl. nicht nöthig, der Gemeinde Walsrode zu wünschen, daß sie bewahrt bleibe vor Erlebnissen meinerseits. Möge nur der Vorst, darauf bedacht sein, seinen jetzigen Lehrer die Augen nicht zu verblenden, wie es mir dort geschehen ist. Da man in ganz Deutschland keinen zweiten Gladenbacher Vorstand weiter antrifft, werden auch Walsrode so wenig wie andere Gemeinden Erlebnisse an ihren Lehrer machen. Den Vorst, zu Gl. habe ich wegen Verbreitung von Verleumdungen und Lügen durch den Obergerichtsanwalt criminell verklagt und eS wird sich also zeigen, wessen Worte auf Wahrheit grundiren. L e v o r. Durch das am 2. d. M. erfolgte Ableben des k Rentiers Herrn Hirsch Leichteutritt, hat die hiej sige Synagogen-Gemeinde einen schweren, ja uneri setzlichen Verlust zu beklagen. r Der Verstorbene war 23 Jahre die Zierde un- I serer Gemeinde, indem sein weithin bekannter! Wohlthätigkeitßsinn uns stets als ein Muster des! Edelmurhs voranleuchtete. Seine Werke der Mild-! thätigkeit, in welchen er nie ermüdete sowie sein 8 bescheidener biederer Charakter sichern ihm in un- « serer Gemeinde ein dauernd ehrenvolles An- 8 denken. 8 Militsch, den 5. Juli 1871. 8 Der Vorstand und die Repräsentanten der 8 Synagogengemeinde. D Lehrerversammlung (Special-Conferenz.) Bezugnehmend auf den Beschluß der letzte» Conferen; zu Ahlen wird die diesjährige Spccialconfcren; am 2. August c. Morgens 9 Uhr in Haltern stattfinden. Tagesordnung: 1. Besuch der Elementarschule. 2. Bericht der aus der letzten Conferen; «Ahlen» gewählten Commission über die Lesebnchfrage in der jüd. Schule. 6. WaS ist zur Ausführung des rul. 2 in Ahlen gefaßten Beschlusses «Militärpflicht der jüd. Cultusbeamtens;u thun?!. Freie Besprechungen. Die jüd. Gemeinde Haltern offerirt den Besuchern nuferer Cousercnz bereitwilligst gastliche Ausnahme am Familientijche und LogiS, soweit die Räinnlichkeiten es gestatten. Doch wollen Neflectanten sich zuvor bei mir anmeldeu. Haltern, den 5. Juli lr>7l. __ B. Leiser. Berichtigung. In dem Conferenzbericht in Nr. 26 d. Ztg. ist aus Berschen unter denNamen der anwesenden Lehrer Simon aus Camen ausgelassen. Herrmanns. Verlag von Baumgärtner's Buchhandlung in Leipzig. - Druck von I. B Hirschfeld. Verantwortlicher Redacteur vr. H. Lotze.. Hierzu eine Beilage nebst Feuilleton-Beilage Nr.. 20.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.