Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 30 (1866)
- Issue
- Heft 11 (13.3.1866)
- Date
- 1866-03-13
- Page
- Seite 174 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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174 Bei W. Adolf * Co. in Berlin 59. Unter den Linden ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Kochbuch für israelitische Frauen von kedeoka Wolf, geb." Hememann. Nebst vollständiger Speisekarte und Hausapotheke, Anweisung zur Führung einer religiös jüdischen Haushaltung. Vierteverb. Aust. — Preis: geh. 1 Thlr. Sauber geb. 1 Thlr. Die Schriften Rießer's betreffend. Frankfurt, den 28. Februar 1866. Auf Grund genauester Erkundigung kann ich Ihnen mittheilen, daß voriger durch das Comit6 der Rießer- Stiftung besorgten Ausgabe der gesammelten Schriften Gabriel Rießer's zwei Bände, deren erster die Biygraphie des Verfassers enthält, nach Verlauf von einigen Monaten in den Händen der Monnenten sein werden. Das verspätete Erscheinen hat, abgesehen von zufälligen Störungen, die den Fortgang des Druckes aufgehalten haben, wesentlich seinen Grund in dem Umstande, daß die ursprünglich auf einen mäßigen Umfang berechnete Biographie zu einem ganzen Bande angewachsen ist, und deren Ausarbeitung, einen viel größern Zeitraum in Anspruch genommen hat, als man voraussehen konnte. Uebrigens ist nichts gespart und kein Opfer gescheut worden, um dem Werke eine würdige Ausstattung zu geben. —. Zu bedauern ist nur, daß die Betheiligung bei der Subscription durchaus nicht den Erwartirngen entsprochen hat, und daß namentlich von den größten jüdischen Gemeinden Deutschlands nur dürftige Beiträge eingegangen sind.*) Hoffen'"wir, daß das bevorstehende Erscheinen der Schriften das Interesse für diese Angelegenheit, die ja eine Ehrensache der deutschen Judenheit ist, von Neuem beleben und noch nachträglich eine zahlreiche Betheiligung herbeiführen werde. Ueber die Statuten der Rießer-Stiftung, deren Abfassung jetzt in Angriff genommen wird, hoffe ich Ihnen recht bald Näheres mittheilen zu können. *) Warum hat das Comite die Oeffentlichkeit durchaus nicht zu Hülfe genommen? Die'Redaction. Unterstützungskasse des Vereins isr. Elementarlehrer für Westfalen und Rheinprovinz. An außerordentlichen Beiträgen sind ferner eingegangen: Von Herrn B. Leiser in Ossendorf auf einer Verlobung ges. 1 Thlr. 16 Sgr. Von Herrn Pastor Axenfeld in Cöln pr. 1865. 10 Thlr. Aus Crefeld, ges. durch Herrn Lehrer Heymanns 50 Thlr. An *{->212 '»-Geldern (o*H72b»rj n-ünb): Von Herrn M. Marx in Camen durch Herrn Alsbach 1 Thlr. Von mehreren Gemeindemitgliedern in Gütersloh durch Hrn Rüben - 4 - 25 Sgr. Jahresbericht Pr. 1865 wird baldigst Nachfolgen. Verschiedene Herren Collegen haben die von ihnen subscribirten E^empl. der Braunschweigischen Broschüre von Hrn. Blumenfeld in Essen noch nicht abgefordert, und werden hierdurch nochmals dringend erinnert. . Bielefeld, 21. Febr 1866. Der Vorstand. In M. Poppelauer's Buchhanbl. in Berlin, Neue Friedrichstr. 61, ist erschienen : nvv bw nnan Die Pessach-Hagada, vollständiger correcter hebräischer Text, neue deutsche Übersetzung. Einleitung und Erläuterungen von vr. *D. Cassel. Preis gebunden. 6 Ngr. — Text-Ausgabe, vollst. correcter Text, mit/hebräischen Anmerkungen-v. vr. Cassel.-broch. 3 Ngr. cr-ins ,D'-mn» ,2'i2»in u. s. w. mit deutscher Ueberfetzung u. Gebetbücher von vr. Sachs u. A. in großer Auswahl. Auswärüge Aufträge werden prompt effectuirt. Greifswald, im Februar. In unseren Tagen, wo die Oeffentlichkeit ein Tribunal für Ausschreitungen ist, kann gegen ein bN-iurii erst recht nur auf diesem Wege äppellirt werden. Eine andere Instanz steht meines Wissens dem Judenthum nicht zu Gebot, und mit Süllschweigen dürfte das zu referirende Factum kaum übergangen werden. Der »mi2 Hirsch Rogasner in Nürnberg, welcher hier eine Frau mit zwei Kindern hat, verlobte sich dieser Tagö in'Nürnberg, ohne von seiner Frau geschieden zu sein. Dieser uniu) scheint °pi2"ni?l Noin ganz ignoriren und sich nur auf den Boden der Civilehe stellen zu wollen. Mit der hiesigen Frau bfc-Ttin rtui» rr>2 getraut, hat er aus unbekannten Motiven die gerichtliche Eintragung unterlassen. Aus diesem Grunde hat der zärtliche Vater seine beiden in dieser Ehe gezeugten Kinder für unehelich erklärt und mußte erst gerichtlich gezwungen werden, für sie bis zu ihrem 14. Lebenswahre Alimente auszusetzen. Dieser religiös-humanen Handlungsweise scheint er nun mit einer Doppelehe die Krone aufsetzen zu wollen. *-i»l *17212 N» — Möge dies Referat alle Cultusbeamten warnen, dem Hirsch Rogasner yi2°np zu geben. Ob ihm noch eine Stelle als ümi2, Vorbeter und Religionslehrer anzuvertrauen ist, muß dem Urtheil aller Gutgesinnten Überassen bleiben. N. Tucholsky. Bemerkung. Herrn N. in B: Ihre Correspondenzen werden uns (unfrankirt) stets willkommen sein, von der letzten konnten wir jedoch keinen Gebrauch machen, da bereits ein Art. über diesen Gegenstand im Drucke war. — Herrn stuä. A. Hepner: ein an Sie nach Breslau gerichteter Brief kam als unbestellbar zurück. — Herr Rabbinats-Assessor Schmitzer in Ko morn wird aufgefordert, die von uns (Dr. '8. Ph.) für ihn baar ausgelegten 4 Thlr. 20 Sgr. franco uns zurückzusenden. Die Redaction. Druckfehler. No. 10 S. 144 Sp. 1 Z, 8 v. u. lies: „Selbsttäuschungen." S. 146 Sp. 2 Z. 3 fehlt: „Paderborn." — In der Annonce No. 9 S. 139 Sp. 2 Z. 4 v. o. aus Alverdissen muß cs 180 Thlr. statt fl. heißen.. Jüdisches Volksvlatt No. 10.1866. Die beiden Rivalen, l Fortsetzung.) — Liebe oder Haß. Ein Brief und eine Antwort. — Esther Kiera- — N8. Durch alle Buchhandlungen und Postämter zu beziehen. Jährlich 1 Thlr. Vierteljährlich lU Thlr. v Verlag von Baumgartners Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirschfeld, Verantwortlicher Redakteur H. Latze.