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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1866-03-13 · Heft 11 (13.3.1866) · p. Seite 172

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
30 (1866)
Issue
Heft 11 (13.3.1866)
Date
1866-03-13
Page
Seite 172 (sequence 14)
Language
German
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Pensionat in Berlin, für Töchter jüdischer Etter», die eine höhere Bildung erstreben. Elisabethufer 25. Ellern und Vormünder, die ihren Kindern, resp. Pflegebefohlenen eine Erziehung und Bildung angedeihen zu lassen wünschen > wie sie die gegenwärtige Zeit, namentlich in höher gestellten Familien erfordert, dabei aber die Zöglinge jüdischen Sitten und Bräuchen nicht entfremden lassen, besonders die Speisegesetze und die Heiligung der Fest- und Samstage conservirt wissen wollen, bietet dgs in der Ueberschrift genannte Institut die beste Bürgschaft zur Erreichung dieses Zweckes. Gefertigte hat sich mit 3 jungen Damen (Schwestern) aus einem in weiten Kreisen als sehr achtbar bekannten Hause in Verbindung gesetzt, die ihre educatorische Thätigkeit meinem Institute widmen. Erwähnte .Damen, auf einer der höchsten Lehranstalten Preußens (einer Universitätsstadt) ausgebildet, das Gebiet der modernen Erziehung vollständig beherrschend, namentlich der neueren Sprachen, des Franz., Engl. u. Italien, vollständig mächtig, waren verschiedentlich in den vornehmsten Familien pädagogisch thätig, und haben ausweislich die glänzendsten Erfolge erzielt, r Wie kein Opfer gescheut worden, für die geistige Ausbildung der . dem Institute anzuvertrauenden Zöglinge die gediegensten Kräfte zu gewinnen, wird von der anderen Seite nicht minder für ihr physisches Wohl sorgfältgist Bedacht genommen.- Mütterliche Sorgfalt wird jeden Schnitt und Tritt der Zöglinge bewachen. Anständiger Tisch, größte Sauberkeit und comfortable Zimmer in gesundester Lage der Stadt sollen den Aufenthalt in der Anstalt höchst angenehm machen.; Der Tag der Eröffnung ist der 15. April dieses,. Jahres, bis wohin man sich Anmeldungen erbittet und Auskunft über die Bedingungen ertheilt. Negina Hirsch, ' Berlin, Elisabethufer 257 Referenzen bei Herrn Dieck, Jnspector der . höh. Töchterschule in Halle, den Herren Gymnasialdirector Professor Di-. Eckstein in Leipzig und Rabbiner Dr. Goldschmidt in Leipzig, Herrn Oberrabbiner Rappaport und Professor Dr. Kämpf in Prag, Herrn Rabbinatsassessor Rosenstein in Berlin, Herrn Prediger vr. Jellinek in Wien. Lehr- und Pensions-Anstalt von vr. Eduard Ratha» in Hamburg. - Wegen näherer Auskunft wende man sich gefälligst an den Vorsteher vr. Gduard Nathan, AeMarktstraße 2: 172 Israelitisches Handels-Institut zu Brüssel (Belgien), 39 & 40 Chaussee (TEtterbeek, dem Thiergarten gegenüber. Diese Anstalt, feit 21/2 Jahren bestehend, hat bereits 8 junge Leute ausgestellt, die Alle in Bank- und En gros Geschäftshäusern hier und in London vorteilhafte Stellen gefunden haben.: Die drei Haupt - Handelssprachen (Französisch, Deutsch und Englisch) werden theoretisch und practisch schnell erlernt. Die Handelswissenschaften werden gründlich unterrichtet. —Das Sommersemester l. I. beginnt den 16. April c. Wegen Prospecte und Angabe der Referenzen beliebe man sich zu adressiren an den Director L. Kahn. Der Unterzeichnete ' kann das Institut des Herrn L. Kahn dringend empfehlen, da er selbst einen Sohn ihm anvertraut und die ausgezeichneten Leistungen kennen gelernt hat. vr. Philippson in Bonn. Samson Selig- und Julie Goldschmidt'sche Stipendienstistung in Cassel. Aus vorstehender Stiftung sollen zu Ostern d. I. folgende vacant gewordene Stipendien wieder versiehe» werden: 1) Ein solches von 100 Thlrn. für einen dem Studium einer Kunst obliegenden Jüngling oder Jungfrau. 2) Ein solches von 70 Thlrn. für einen dem Studium des Talmud obliegenden Jüngling. 3) Ein solches von 7 0 Thlrn. für einen Gymnasiasten. Ansprüche auf Bewilligung haben nur Bekenner des israelitischen Glaubens, und haben etwaige Bewerber ihre Gesuche bis spätestens den 1. April d. I. bei Herrn S. S. G olds.chmidt in Cassel zu überreichen und mit demselben nachzuweisen: 1) Daß ihr bisheriger Lebenswandel in sittlicher Beziehung untadelhast war. 2) Daß der Nachsuchende physisch und geistig sich zu dem Berufe eignet, zu welchem er sich ausbilden will. . 3) Daß er resp. dessen Eltern die zu dem beabsichtigten Studium erforderlichen Mittel nicht besitzen. Cassel, den 3. März 1866. Das Curatorimn. Israelitisches Pensionat und höhere Töchterschule von Rosa Levie. Antomtterstraße 40. Cvln. >. Mit Ostern können wieder einige junge Mädchen in meiner Anstalt Aufnahme finden.

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