Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 30 (1866)
- Issue
- Heft 10 (6.3.1866)
- Date
- 1866-03-06
- Page
- Seite 154 (sequence 12)
- Language
- German
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154 den; darauf wiesen schon die Worte : „ohne Unterschied der Religion", hin, bei denen durchaus und an gar keine wie immer geartete Einschränkung -gedacht worden sei. Der Reichstag werde die Rechte der Israeliten ebenso wahren, wie die der übrigen Bewohner des Landes. Das Wort „Emancipation" gefalle ihm nicht, es sei mit demselben etwas Unwürdiges, Beschämendes verbunden. Die Israeliten sollen nicht emancipirt, nicht befreit werden, man müsse ihnen nur ganz einfach ihr unveräußerliches Recht geben; dabei komme es auf Sympathie oder Antipathie gar nicht an. . Recht bleibe eben Recht. Auch ein besonderes Ernancipations-Gesetz wünscht Redner nicht, da dasselbe durch manche darangeknüpfte Bedingungen verspätet werden könnte. So könnte ein etwaiges Gesetz über die Civil-Ehe, das Jncolat diesbezüglich Schwierigkeiten bereiten. Am besten werde es sein, in den betreffenden Gesetzen überall den Passus „ohne Unterschied der Religion" aufzunehmen. Nach dieser Erklärung nimmt Manojlovic sein Amendement zurück. Anzeigen. Coneurs-Ausschreibung. . Die Gemeinde „Abavath Chesed“ in New-Mrk wünscht demnächst die Stelle eines Predigers und Rabbiners zu besetzen. Gefordert wird: Umfaffendes rabbinisch-theologisches Wissen, allgemeine, auf Universitätsstudien beruhende wissenschaftliche Bildung, und Nachweis eines bisherigen streng religiösen Wandels, der bisherigen Leistungen, sowie. Angabe des Mers, Geburtsortes und Familienstandes. Der Gehalt ist auf 2500 Dollars festgesetzt. Der Ritus der Gemeinde ist nach dem Prager Tempel. Die gehörig documentirten Gesuche sind an den Unterzeichneten Präsidenten der Gemeinde einzusenden. Ignatz Stein. No. 24. Dey-Street, N-A. Die Gemeinde Beth Israel und, Bikur-Cholim in New-Pork verlangt einen guten Chasan, besten Gehalt sich auf 1500 Dollars belaufen würde; die sich Bewerbenden müsten mit guten Papieren versehen fein und werden dann dem Erwählten die Reisekosten erstattet werden. Das Gebet wird nach polnischem Ritus verrichtet. Zu melden bei * R. Cowen, Präsident, 207 Canal-Street, New-Hork, oder Herrmann Rosenthal, Bice-Präsident, 195 Last-Lroaä^av. Ein geprüfter jüdischer Lehrer, der im Hebräischen, Deutschen, Französischen Md Englischen, womöglich auch in Musik, Unterricht ertheilt, kann sofort oder vom l. April er. von einigen Familien, für ca. 10 Kinder engagirt werden. Offerten nebst Zeugnisse nimmt entgegen Hermann Cohn in Neumark in West-Preußen. Die Gemeinde Penkun sucht zum 1. April 1866 einen unverheiratheten Religionslehrer, der zugleich Vorbeter und Schächter sein muß. Meldungen an Samuel Meier. Penkun. Ein israelitischer Lehrer, welcher schon als Vorbeter, Religionslehrer und Schächter in irgend einer Gemeinde fungirt hat, findet sofort Anstellung in der Gemeinde Sachsenhausen im Fürstenthum Waldeck. Reflectanten wollen ihre Anmeldungen baldigst dem Vorstande der israelitischen Gemeinde franco zugehen lassen. Der Vorstand der isr. Gemeinde. Samson Bloch. Vaeanz. Die Stelle eines Religionslehrers und Cantors, bez. Predigers, mit einem jährlichen- Gehalte von fl. 400 — ohne Hinzurechnung der Nebengefälle, welche auch nicht unbedeutend — steht in hiesiger isr. Gemeinde, offen. Bewerber, die musikalisch ausgebildet, wollen unter Vorlage ihrer Zeugnisse, ihre Anmeldungen in frankirten Briefen an die untengefertigte Stelle gelangen lassen. Seligenstadt b. Frankfurt a. M., den 25. Febr. 1866. Der Vorstand der isr. Gemeinde. M. Bacharach. M. Silberthau. H. Hainebach. I Annonce. \ | Ein, von jüdischen und christlichen Autoritäten \ l und Behörden als vorzüglich empfohlener Reli- \ | gions- und Elementarlehrer (in einemKönigl. I l Preuß. Seminare geprüft) mit Approbationen als l f Prediger und als solcher anerkannt, beliebter | \ Cantor mit und ohne Chorbegleitung, von vier bel! rühmten Landes-Rabbinen als arrnzj bestätigt, sucht | s termino Ostern 1866 eine, seinen Fähigkeiten ange-* \ messene Stellung, womöglich mit Ausschluß der l Irjtrnra in einer noblen preußischen oder österreil chischen Gemeinde, bei einem Gesammt-Einkommen von f § ca. 600 Thlrn. jährlich. Reslectirende Gemeinden l | wollen sich bis spätestens ultimo März er. unter Chiffre i 1 K. E. M. L. an die Expedition d. Z. franco wenden, f