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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1866-01-02 · Heft 1 (2.1.1866) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
30 (1866)
Issue
Heft 1 (2.1.1866)
Date
1866-01-02
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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30; Jahrgang. Allgemeine M 1. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. HerausgegeLen von Rabbiner Dr. Ludwig Philippson in Bonn. Leipzig, den 2. Januar 1866. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Dienstags, in 1 Va bis 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. Halbsährig 1 Thlr. 15 Ngr. BierteljLhrig 22>/.. Ngr. Inserate werden mit i ll-> Ngr. für die Petitzcile oder deren Raum berechnet. Alle Buchhandlungen, Äo,tämter und ZeitungS-Expedttionen "nehmen Bestellungert a»; der Haüpt-Expevition für beide Letztere hat sich das Kömgl. Sachs. Haupt-Zeitungs-Bureau hier unterzogen. Zu dem mit dem 1. Mai 1866 beginnenden zwölften Jahre des Instituts wünschen wir eine belletristische Arbeit, bestehend entweder in einem Romane oder in einer Sammlung von Novellen, die den Zwecken unseres Instituts entspricht, anzunehmen. Die vortheilhaftesten Bedingungen werden einem werthvollen Manuscripte gern zugestanden. Es kann darüber nach Belieben mit den Unterzeichneten in Verhandlung getreten werden. Das Institut zur Förderung der israelitischen Literatur. Dr. Philippson - Dr. Herzfeld Dr. Goldschmidt * " in Brauuschweig. in Leipzig. in Bonn. Inhalt. Leitende Artikel: Die Zukunft der Religion. — Zur Geschichte der Glaubensfreiheit in den vereinigten Staaten. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Bayreuth, Stuttgart, Hannover. Preußen: Berlin, Aachen, Berlin. . .-Oesterreichischer Kaiserstart: Wien, Pest, Pest, Schweiz: Basel. Italien: Rom. Rußland: Petersburg, Warschau. Nordamerika: Bonn. Leitende Artikel. Bonn, 10. December. Die Zukunft der Religion. -Es'ist heute eine; jener eigenthümlichen Tage, von -denen man nicht-sagen kann, ob sie noch dem Herbste, oder schon dem Winter zuzurechnen seien. Als sich in "der Frühe die ersten purpurnen Wölkchen im Osten zeigten, spannte sich ein krystallreiner Himmel über die Erde, und der Morgenstern blinkte wie ein glänzender .Lichtfünke von ihm hernieder. Ans dem halb falben, chalb grünen Rasenteppich lag ein weißer Reif, der die Strahlen der Sonne zu erwarten schien, um zu blitzen und dann in schimmernde Thautropfen sich zu wandeln Aber nur kurze Zeit, und „ein Nebel stieg auf von der Erde," und hüllte diese in dichte Schleier, und deckte einen Vorhang über die aufgehende Sonne, und färbte - den ganzen Horizont milchweiß. Seitdem kämpften Licht - und Nebel den ganzen Tag mit einander. Erhob sich ein frischer Luftzug, so zerstreute er die Nebel, und die Sonne trat siegreich am blauen Himmel hervor und warf der erfreuten Erde das liebliche' Lächeln zu, "daß das Herz des Menschen anfzujubeln begann. Aber die Kinder der Nacht ruheten nicht, und bald 'zogen die Nebel wieder über die Flur von den Bergen her, an denen sie sich festgehalten, und verdüsterten - die Welt von Neuem. Ebenso wechselnd war es schaurig und - frostig, und dann wieder milde und frisch, je nachdem das Licht oder die Schatten die Oberhand gewannen ... Fürwahr ein Bild unserer Zeit, das wir näher nicht auszumalen brauchen.' Wir sind im Begriff, in das dreißigste Jahr' diesep / Zeitung hineinzuschreiten,- und so giebt es sich wze von '

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