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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1865-07-11 · Heft 28 (11.7.1865) · p. Seite 433

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
29 (1865)
Issue
Heft 28 (11.7.1865)
Date
1865-07-11
Page
Seite 433 (sequence 13)
Language
German
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betrifft, so. muß ebenfalls unsere „Unterstützungskasse" eine Betheiligung als Verein ablehnen, es bem Einzelnen überlaffend, seinen Bedarf an den fraglichen^Erzeugnissen von jenem Vereine zu beziehen, und wollen wir es ä discretion dem Vorstande dieses Vereins rc. für' Deutschland Überlassen, an unsere Caffe die Beträge abzuführen, die ihm nach seinem Beschlüsse für die bereits abgesetzten und noch abzusetzenden Schriften des.Vereins gebühren." Der Vorsitzende übernahm es, diese Erklärung dem fraglichen Vereine zu Händen des Herrn Klingenstein mitzutheilen.— Herr vr. Kronenberg in Leichlingen, früher selbst Lehrer und Mitbegründer des rheinisch-westphälischen Vereins und noch immer warmer Freund des Lehrerstandes, hatte in einem Schreiben an Herrn Treu das Statut des allgemeinen rc. Vereins für Deutschland einer eingehenden Beurtheilung unterzogen. Die Vorlesung dieses Schreibens bestärkte die Mitglieder in der, obiger Erklärung'zu Grunde liegenden Ansicht noch mehr. Als dritter Punkt stand auf der Tagesordnung: Correferat von Kaufmann zu Treu's vorjährigem Referat über die richtige Methode des schriftlichen Aufsatzes in jüdischen Schulen. Die fleißige und wohldurchdachte 'Arbeit,veranlagte eine Debatte,hauptsächlich über die Frage, ob systematische Sprachlehre dem Aufsatz als elementarische Grundlage unterzulegen sei oder nicht. Die Ansichten gingen weit auseinander und wurde eine Einigung nicht erzielt. Den zweiten Vormittag nahm das Referat Braunschweig's „über die Stellung des i sr. Lehrers in der Gegenwart" vollständig ein. Dieser 3^/2 Stunden lang währende Bortrag wurde mit stürmischem Beifall ausgenommen. Die Versammlung lehnte jede Discussion über diese Arbeit, die, nach der Aeußerung des Vorsitzenden „ein v0rtreffliches Büch und nicht ein bloßes Referat sei", ab, und sicherte durch sofortige Sub scription den Druck dieser vortrefflichen Arbeit. Hoffentlich wird die Veröffentlichung nicht lange auf sich warten lassen, und machen wir schon jetzt alle Freunde jüdischen Gemeinde - und Schullebens auf diese Brochure aufmerksam. Als Ort der nächstjährigen Conferenz wurde Essen a. d. Ruhr gewählt. An Dr. Kronenberg in Leichlingen wurde ein von allen Anwesenden unterzeichnetes Schreiben gerichtet, worin ihm herzlicher Dank ausgesprochen war für seine freundliche Theilnahme an den Arbeiten der Conferenz. Die Gemeinde Lippstadt betätigte durch ihre freundliche Aufnahme ihre Achtung vor bem öehrerstande: Äste Lehrer waren freundlichst zu Gaste geladen und verschiedene Vorstands- und Gemeindemitglieder wohnten, den Verhandlungen mit reger Theilnahme bei. Wir benutzen darum gern diese Gelegenheit, den freundlichen Lippstädtern nochmals unfern herzlichen Dank auszusprechen. Unseren Amtsbrüdern aber, besonders denen der Rheinproviüz, rufen wir zu: Schließt zahlreicher euch Uns an! Denn jeder Einzelne für sich'ist schwach und seine Kraft für das Ganze verloren; vereinigt aber sind wir stark, uns Achtung und Sicher- und Befferstellung zu. erringen. Die nächste Conferenz ist in der Rhein-' Provinz. Möchte sie auch endlich einmal ernstlich eine Conferenz der Rheinprovinz sein! Der Schriftführer F. Mayer, gen. Eppstein. - > ■ A « ze » g vn. Die in hiesiger Gemeinde vacante Stelle eines Religionslehrers soll sofort wieder besetzt werden; das jährliche Gehalt beträgt 225 Thlr. * Bewerber, welche die Lehrerprüfung bestanden, wollen ihre Qualifications-Atteste dem Unterzeichneten Vorstande franco zusenden, und bemerken noch, daß die, welche musikalisch gebildet und befähigt sind, einen Chor zu unterrichten und zu leiten, noch 25 Thlr. jährlich zu erwarten haben. Pr.-Stargardt, den 5. Juli 1865. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. I. Goldfarb. Saul Dyck. In der hiesigen Synagogen-Gemeinde ist die Stelle des ersten Kantors und Lehrers mit einem-Gehalte von 400 Thlr. jährlich excl. Nebeneinkünfte zu besetzen. Das Königl. Gymnasium und die Prdvinzial-Gewetbe-Schule geben Gelegenheit, ein Pensionat für jüdische Schüler zu errichten. — Zeit des Antrittes der Stelle: möglichst I. September ». c. oder spätestens 1. April kommenden Jahres. — Bewerber, welche musikalisch gebildet und mit guten Stimmmitteln versehen sind, wollen ihre Zeugnisse abschriftlich einsenden. Brieg, im Juni 1865. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Enn tüchtiger Lehrer, der neben den Elementargegenständen auch franz. und engl, unterrichten kann, wird gesucht. Gehalt st. 360 bei frei Kost und Logis. Franco- Offerten besorgt die Expedition des Blattes unter Chiffre J. 1. 19.

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