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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1862-11-11 · Heft 46 (11.11.1862) · p. Seite 668

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
26 (1862)
Issue
Heft 46 (11.11.1862)
Date
1862-11-11
Page
Seite 668 (sequence 16)
Language
German
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Im Verlage von Baumgärtner's Buchhandlung zu Lerpzrg erscheint: Die heilige Schrift in deutscher Uebersetzmtg - mit allgemeiner ausführlicher Erklärung nebst Einleitungen von Dr. Ludwig Phili-Pson. Dritte verbesserte Ausgabe ohne den hebräischen Tert und die Holzschnitte des ' großen Vibelwerks. - - Diese neue wohlseile Ausgabe des Philippfon'schen Bibelwcrks wird in 4 Bänden erscheinen, Wovon der 1 sie die fünf Bücher Moses, der 2te die älteren Propheten, der 3te die späteren Propheten und der 4te die Hagiographen enthalten wird. Die Ausgabe erfolgt in Lieferungen von 6 Bogen des größten Octavformats auf schönem Papier zum Preise von 12 Sgr. Die lste Lieferung des 3ten Bandes, mit-dem Propheten Jesaias beginnend, wird gleichzeitig mit der Isten Lieferung des Pentateuchs ausgegeben, dann aber alle 3 bis 4 Wochen eine Lieferung in der Reihenfolge der Bücher erscheinen. Das ganze Werk wird circa 25 Lieferungen umfassen, also ungefähr' 10 Thlr. kosten. Erschienen sind bereits I. Bd. 1.—5. Lwstg. uttd lll. Bd. '1. und 2. Lieftg. ' . . . : Die lste Lieferung des Isten Bandes ist durch jede' gute Buchhandlung des In- und Ausländes zur Ansicht zu erhalten, die weiteren Lieferungen aber werdennurauf feste Bestellung geliefert. Soeben erschien die wohlgetroffene Photographie des K-r Zunz in Visitenkarten-Format, welche wir hiermit den vielen Verehrern desselben empfehlen. Dieselbe ist (Preis 10 Sgr.) durch alle Buch- und Kunsthandlungen zu beziehen. . Berlin. W. Adolf L Co. 59 U. d. Linden. Es sollen in den resp. Haupt- oder bedeutendsten Städten der Länder und Provinzen Depots unserer Bibelausgaben bei sicheren Männern eingerichtet werden, zwar nur auf feste Rechnung, jedoch gegen sechs Monate Ziel. Man wolle sich deshalb gefälligst an unfern Commisfionär Herrn Buchhändler Louis Gerschel in Berlin (Oranienburgerstr. 27) wenden. Die israelitische Bibel - Anstalt. Bekanntmachung. Der Schächter lHermann Bernstein aus Bartschin istnachdem derselbe 'einen Theit seines Gehaltes zuvor ausgenommen, am 19ten Oktober mit Zurücklassung seiner Zeugnisse und sonstiger Legitimationen heimlich von hier entwichen. Solches wird hierdurch zur allgemeinen Kenntniß gebracht. Der Vorstand der israelitischen Gemeinde Lange (Mecklenburg). 'Der Kaufmann E. Jacobh aus Usedom scheint bei der Abfassung seines in No. 42 S. 604 der Allgem. Ztg. d. Jud. abgedruckten Inserats in einem Zeitgeiste, oder vielmehr in einer sehr zweifelhaft geistigen Zeit geschwebt zu haben. Kein vernünftiger Mensch würde sonst einem Cultusbeamten die Vernachlässigung unserer Religion zur Last legen, wenn er seine ihn rechtlich treffenden Gebühren für geleistete Dienste fordert. Allein von jeher gab es eine Kategorie Menschen, die, während sie unsere heiligsten Gesetze entweihen und allen menschlichen Pflichten Hohn sprechen, über denen der Prophet (Jerem. 22 , 13.) sein Wehe ertönen laßt, gern Andere, namentlich uns Beamte, anklagen, um somit ihr böses Gewissen zu beschwichtigen. Dem I. ist aber seine Beschwerde gegen mich auch aus diesem Grunde zu verzeihen, da ihm allgemein die gute Eigenschaft beigelegt wird: cr^in« idn'> Nbi -jrv» ab. Ich hätte auch seine ‘ grundlosen Angaben mit Stillschweigen verachtet, wenn nicht eine Beleuchtung des Sachverhältniffes, das I. absichtlich zu verschweigen scheint, mich "zu dieser Erwiderung veranlaßte. Die in Usedom wohnhaften jüd. Familien gehören nicht zu unserer Synagogen-Gemeinde, ich habe also keine Verpflichtung, denselben irgend Dienste zu leisten. I. hat*mir aber schon sehr oft direct und indirect fein Federvieh sowie seine mit Sünden belasteten ni-122 zum Schlachten zugeschickt, ohne mir je Etwas zukommen zu lassen, während die andern rechtlich denkenden n'i daselbst sich bei mir zu meiner Zufriedenheit revanchirten. Da nun nach Angabe des Schiffers 3 rvnsö dem I. gehörten, so ließ ich mir 15 Sgr. auszahlen, die wahrlich für die ihm so vielfach geleisteten Dienste nur eine sehr geringe Entschädigung sind. Der reiche Kaufmann I. hat aber dem armen Schiffer die Erstattung der 15 Sgr. verweigert, indem er als Eigeuthümer der rii-,22 sich nicht zu erkennen geben wollte, und ich sah mich genöthigt, dem Schiffer die 15 Sgr. zurückzugeben. Was den armen Mann betrifft, bezeigte derselbe weit mehr Gerechtigkeitssinn, da er sich selbst mittelst eines Schreibens an mich zur Berichtigung meiner Gebühren erböten. Gegen die etwaigen ferneren Inserate des Jacoby gegen mich werde ich den Grundsatz befolgen : nraarib :p&. I. TvNN, Cantor in Anclam. Jüdisches Volksblatt No. 44. Der Freiheitskämpfer. Novelle. (Forts.) — Lady Judith Montefiore^ (Schluß.) — Aphorismen. No. 45. Der Freiheitskämpfer. Novelle. (Forts.) — Curiosa und Notizen. — Israelitische Niederlassungen zu Califormen. NB. Durch alle Buchhandlungen und Postämter zu beziehen. Jährlich 1 Thlr. Vierteljährig V* Thlr. Verlag von Baumgartners Buchhandlung in Leipzig. — Druck von Z. B. Hirsch selb. Verantwortlicher Redacteur: Z. H. Lüder.

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