Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1862-11-04 · Heft 45 (4.11.1862) · p. Seite 651

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
26 (1862)
Issue
Heft 45 (4.11.1862)
Date
1862-11-04
Page
Seite 651 (sequence 15)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/3224737-3226310-3226356--20753-3249838
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

65* Einem gebildeten jungen Manne (Kaufmann), der bereits eine begründete Existenz hat und seiner religiösen Anschauung nach auf dem Standpunkte des konservativen Judenthüms steht, kann eine Parthie mit einer gebildeten Däme^ von sehr angenehmen Aeußern und aus sehr achtbarer Familie nachgewiesen werden. Dieselbe ist häuslich und anspruchslos erzogen und hat von ihren Eltern eine Mitgäbe von 8000 Thalern zu erwarten. Restectanten wollen unter Angabe ihres Alters und ihrer sonstigen Verhältnisse ihre Adresse 8ub R. 8. No. 60. an die Expedition dieses Blattes abgeben, und können strengste Diskretion gewärtigen. Ein Honorar für den Nachweis wird von dem Einsender dieses nicht beansprucht. Ein junger Mann, welcher seit 4 Jahren in einem Band- und Kurzwaaren-Geschäft conditionirt, wünscht baldigst ein Engagement. Gefällige Offerten unter 8. 8. besorgt die Expedition dieser Zeitung. Ein junges Mädchen aus respektabler Familie, die schon mehrere' Jahre den Haushalt geführt , hat, wünscht eine solche Stelle. . Dieselbe wird auch den Laden mit versehen. Es wird Weniger auf Gehalt, wie auf eine freundliche Behandlung gesehen. Adresse: E. 8. bei Hrn. Lehrer Äbrerhaw in Nienburg a. d. Weser. Ein'junges Mädchen, welches das Seminar verlassen hat, sucht eine Stelle als Erzieherin, wobei vielmehr auf gute Behandlung als Höhe des Salärs gesehen wird. Anfragen unter Chiffre V. bei dem Hrn. Dr. Philippsott in Bon n. In einer gebildeten israelitischen Familie in Hamburg, finden gegen billige Pension einige Knaben oder Mädchen, die eine dortige Schule besuchen, auch letztere, wenn sie in ein dortiges Geschäft gegeben werden sollen, die liebevollste Aufnahme, sowie die sorgfältigste geistige und körperliche Pflege und ist ihnen im Hause Gelegenheit geboten, sowohl in den Schulwissettschaften wie in Sprachen (auch im Hebräischen) und in der Musik gründliche Nachhülfe zu erhalten. Kleine Mädchen können auf Wunsch den gänzlichen Unterricht auch in Handarbeiten im Hause erhalten. Die Herren: vr. Frankfurterz S. P. Simon, Firma: Simon May L A. S. Horwitz, Neuerwallz M. Hcrschel, Firma: Wolf Herschel jun., Rödingsmarkt sind gern erbötigt nähere Auskunft zu ertheilen. Es sollen itt den resp. Haupt- oder bedeutendsten Städten der Länder und Provinzen Depots unserer Bibelausgaben bei sicheren Männern eingerichtet werden, zwar nur auf feste Rechnung, jedoch gegen sechs Monate Ziel. Man wolle sich deshalb gefälligst an unfern Commissionär^ Herrn Buchhändler Louis Gerschel in Berlin sOranienburgersir. 27) wenden. Wie israelitische Bibel ^Anstalt. - Für meine hiesige Seiden- und Mode-Waaren-Handlung suche ich einen Lehrling. Magdeburg, im Oktober 1862. M. S. Nathan. *** Die Fabrik der Gebrüder Leuökfeld (früher Aug. Sund erhoff) in Nordhausen a/Harz empfiehlt ihren ächten homoeopath. Gesandheitskaffee, angefertigt nach Anleitung des Hrn. ttr. F. A Günther in Langensalza. p p> Den geehrten Abonnenten der „Zeitung des Judenthums" mache ich heute die ergebene Anzeige, daß ich Burtorf's Concordantiae (hebräisches Wörterbuch mit lateinischem Commentar) in meinem Selbstverläge hebräischer Werke mit vielen Verbesserungen der Neuzeit in 5 Bänden verlegt und kürzlich gänzlich beendet habe. Hauptsächlich empfiehlt sich diese Ausgabe durch sehr sauberem Druck und gute Correctur als Prachtwerk, und berechne ich das vollständige Exemplar auf Schreibpapier mit 6 Thlr. und auf Druckpapier mit 5 Thlr. pr. Cassa. Stettin, den 16. Oktober 1862. E. Schrentzel. H ilf e*»f. Mittwoch, den 1. d., Nachts 2 Uhr, wurde unser polnisches Nachbarstädtchen Modrzejow von einem Feuer heimgesucht, welches so rasch um sich griff, daß binnen wenigen Stunden ein großer Theil der Ringhäuser in Hellen Flammen stand, und nur den von hier hingeeilten Kräften gelang es, dem wüthenden Elemente Schranken zu setzen. Die vielen obdachlos gewordenen Familien mußten eiligst ihre zahlreichen kleinen Kinder retten, und hatten das Unglück, fast ihre ganze Habe eine Beute der Flammen werden zu sehen. — Die Lage der Verunglückten ist um so trauriger, als der herannahende Winter noch Viele ohne Obdach treffen wird. — Da diese Leute dem Unterzeichneten ComitL als sehr arbeitsarü und brav bekannt find, so erlaubt sich dasselbe, an edle Menschenfreunde nah und fern, im Namen der so Verarmten die Bitte zu richten um schleunige Zusendung milder Gaben, das Elend nach Möglichkeit zu lindern, und der Lohn des Herrn wird nicht ausbleiben. Die eingehenden Beträge, wie die Namen der Spender werden wir durch die Zeitung veröffentlichen. Myslowitz, den 6. Oktober 1862. Das Cornitö für die Abgebrannten zu Modrzejow. vr. Jaffe, Rabbiner. H. Knznitzky, Kaufinann. Simon Kuz- Nttzkh, Spediteur und Rathsherr. H. Nothmann, Kaufmann. Vr. Lustig, Stadtverordneten-Vorsteher. Rother, Bürgermeister: M. A. Schaefer, Kaufmann. I. L. Silberberg, Stadtverordneter. vr. v. Szarzyn'ski, prakt. Arzt. Treumäuu, Rathsherr. Troska, Pfarrer. Jos. Hailsdorff. Kaufmann. Zur Annahme gütiger Beiträge für die Verunglückten iss auch gern bereit: Die Redaktion d. A. Z d. Z.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.