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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1862-09-09 · Heft 37 (9.9.1862) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
26 (1862)
Issue
Heft 37 (9.9.1862)
Date
1862-09-09
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
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Beilage zu No. 37 der Allgem. Ztg. d. Judenth. An die edlen Freunde und Wohlthäter des israelitischen Waisenhauses für Westphalen und Rheinland zu Paderborn. In unserem letzten Jahresberichte machte ich Ihnen schon die Mittheilung, daß die Einweihung des israelitischen Waisenhauses für Westphalen und Rheinland bevorsteht, daß der Bau schön'und seinem Zweck entsprechend ist. Ich kann nicht umhin> hier all' der edlen Wohlthäter zu gedenken, die durch ihre milden und gemeinnützigen Gaben meine Bestrebungen gefördert haben. Die'in's Leben tretende Anstalt ist Ihr Werk, meine verehrten Freunde; denn nur durch Ihre gütige Unterstützung konnte mein rastloses Wirken sein Ziel erreichen. Der Bund, der jetzt zwischen uns besteht, ist unauflösbar. Er gründet sich auf unsere beiderseitige Liebe zur verlassensten Menschheit, auf unser inniges Mitleiden mit den armen, unglücklichen Waisen. — Gestützt auf diese gleichen Gefühle, die uns beherrschen, wende ich mich auch an Sie, in dem festen Vertrauen, Sie, meine edlen Freunde, die Sie mir beigestanden, die Anstalt in's Leben zu rufen, Sie werden mir % auch beistehen, sie fest und fester zu begründen. — » Ich kann nicht überall selbst erscheinen, um die Eollecten abzuhalten. Vielfache Pflichten binden mich an's Haus: die Erziehung der Kinder, die Einrichtung des neuen Hauses; aber auch fern von Ihnen, möchte ich Ihre Herzen für das Werk erwärmen und Sie mit glühendem Eifer und steter Opferwilligkeit für den heiligen Zweck, ein Vatechäus für arme, verwaiste Kinder zu gründen, erfüllen. Die junge Anstalt bedarf noch so sehr Ihrer kräftigen Unterstützung und Ihres liebevollen Schutzes; denn wie alles Gute und Edle in dieser Welt, hat sie auch schon ihre Feinde und Neider, die sie auf directen und indirecten Wegen angreifen möchten, um sie hinunter in den Staub zu ziehen und die Hoffnung so vieler Wittwen und Waisen zu zerstören. Aber wie der Vogel über die junge Brut, so hat ein Auge, das nicht schlummert und nicht schläft, bis jetzt Wacht über seine Waisen gehalten. In seinen Schutz befehle ich das Werk, das Sie, meine edlen Freunde, mit mir gegründet haben. Es wird uns Alle mit Vertrauen, Kraft und Muth erfüllen, auf daß wir nicht müde werden, seinen Willen zu erfüllen. „In Frieden leg' ich mich nieder und schlafe, denn du Gott beschirmst mich, daß ich sicher wohne." Psalm 4, 9. Es bedarf kaum dieses Auftufes; denn über die Grenzen hinaus, aus der Nahe und Ferne, aus Städten und Dörfern, gehen mir Gaben zu. Allen edlen Gebern meinen innigen Dank. Ich werde jetzt die Gaben, die bei mir eingehen, der Oeffentlichkeit übergeben, und mache mit denjenigen, die mir in jüngster Zeit zugegangen sind, den Anfang:

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