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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1862-07-22 · Heft 30 (22.7.1862) · p. Seite 416

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
26 (1862)
Issue
Heft 30 (22.7.1862)
Date
1862-07-22
Page
Seite 416 (sequence 14)
Language
German
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416 Bewerbung um das bei dem Königs. Gewerbe-Institut zu Berlin bestehende Stipendium der B enny Vurchardtschen Eheleute zu Landsberg a/W. Das.von den'Benny Burchardt'schen Eheleuten zu Landsberg a/W. bei dem Königlichen Gewerbe-Institut zu Berlin für unbemittelte junge Leute jüdischen Glaubens, welche die Anstalt zu ihrer Ausbildung als Techniker besuchen, gestiftete Stipendium, bestehend"aus den jährlichen Zinsen von vier Königlich Preußischen Staats-Anleihe- Scheinen des Jahres 1856 ä 1000 Thlr., wird am Schluffe des Sommer-Semesters d. I. erledigt und soll vom Isten October d. I. ab wieder verliehen werden. Die Verleihung erfolgt am 25. Januar k. I. von dem Königlichen Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten auf den Vorschlag des Directors des Königlichen Gewerbe-Instituts der Art, daß der Genuß desselben mit dem 1. October des vorhergehenden Jahres beginnt. Bei der Bewerbung haben Diejenigen den Vorzug,, welche mit dem Stifter oder dessen Ehefrau dem Grade nach am nächsten verwandt sind. Bei dem Mangel an verwandten Bewerbern haben Diejenigen den Vorzug, welche zur. Zeit der Bewerbung 'ihren Wohnsitz in Landsberg a/W. und/ falls auch solche nicht vorhanden sind, Diejenigen ,'welche in Sonnenburg ihren Wohnsitz haben. Hehlt es an solchen Bewerbern, so entscheidet die größere Bedürftigkeit, sowie die bessere -Oualificatiön und moralische Führung. Die Bewerber um das vorgenannte Stipendium, können sich von jetzt an melden, wenn sie den nachstehend verzeichneten Aufnahme-Bedingungen genügen: 1) der Bewerber muß wenigstens 17 und darf höchstens 27 Jahre alt sein) 2) er hat nachzuweisen, daß er entweder bei einer zu Entlassungsprüfungen berechtigten Provinzial- Gewerbeschule oder Realschule oder bei einem Gymnasium das Zeugniß der Reife erlangt hat. Die Bewerbung ist frankirt bei dem Unterzeichneten bis spätestens den 1. September d. I. schriftlich einzureichen und muß von folgenden Attesten begleitet sein: a) dem Geburtsschein des Bewerbers, Ir) dem Zeugniß der Reife, c) einem Führungsatteft der Ortsbehörde, l!) einem Bedürftigkeitsattest derselben. Berlin, den 1. Juli 1862. Der Geheime Ober-Bau-Rath und Director des Königlichen Gewerbe-Instituts. NDttebohm. I5ST Die Lehrer- und Schächterftclle in Derenburg bei.Halberstadt ist besetzt. Israelitischer Gasthof in Aachen. Unterzeichneter empfielht seinen neu eingerichteten Gasthof No. 33 Camphousbadstraße (im Mittelpunkte der Stadt, zunächst den Bädern, dem Kurhause und Kurbrunnen) den resp. Reisenden u. Badegästen aufs Beste mit der Versicherung guter und billiger Bedienung. A. Fieberwmrn. Mühlenstraße 42, in der lebhaftesten Geschäftsgegend und in der Nähe des Hafens, empfiehlt sich den geehrten Reisenden bestens. Das Hotel ist neu restaurirt und bedeutend, vergrößert worden und bietet den Gästen alle nur möglichen Annehmlichkeiten, wie es stberhäupf das Bestreben des Unterzeichneten stets sein wird , durch prompte und billige Bedienung allen Ansprüchen aufs Vollkommenste Genüge zu leisten. . Die Küche ist streng nach jüdischem Rituell eingerichtet. ' Adolph HipfchÄ. lao " Gastwir ths chaft Simon Hirschel. ' Dresden. - Vom 1. Juli d. %: 12. Frauenstraße 12. empfiehlt den geehrten Reifenden fein meublirte Fremdenzimmer, sowie gute Speisen'zu jeder Tageszeit. H. in Israelit, 22 Jahre alt, der in der Ausübung der israelitischen Speisegesetze ganz streng ist, auch im Besitz eines sehr rentablen Geschäftes ist, sucht auf diesem nicht mehr ungewöhnlichen Wege eine Israelitin zur Ehegattin. Es wird mehr auf hohe Bildung als auf viel Geld gesehen. Strengste Discretion wird zugesichert. Franco-Offertcn werden sub tit. K. L. posie restante Breslau entgegengenommen. in Israelit, 20 Jahre alt, streng israelitisch, im Besitz eines recht rentablen Geschäfts, sucht auf diesem nicht mehr ungewöhnlichen Wege eine Israelitin zu hcirathen. Er sieht weniger auf Geld als auf ein gutes Gemüth. Auch hat er sich entschlossen, daß die in der Ehe geboren werdenden Kinder streng israelitisch erzogen Gerden. Strengste Diskretion wird zugestchcrt.—• Franco - Offerten werden sub tit. F. Gr. posie restante Aachen entgegengenommen. Lehrlingsstelle - Gesuch. Ein junger Mann, der die Prima eines Gymnasiums besucht hat, sich aber dem Kaufmailnsstande widmen will, sucht eine Lchrlingsstelle in einem bedeutenderen Geschäfte, wo er am Sonnabend und an den Feiertagen nicht zu arbeiten braucht. Anmeldungen unter Chiffre^. K. nimmt Herr Dr. P hilippfon in Bonn an, welcher den betreffenden jungen Mann dringend empfiehlt.

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