Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 26 (1862)
- Issue
- Heft 29 (15.7.1862)
- Date
- 1862-07-15
- Page
- Seite 400 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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400 In Vallendar (Städtchen)^ 1 Stunde vonCoblenz.a/Rhein,. wird die Stelle eines unverheiratheten Religionslehrers , Vorbeters und Schächters bis im Monat November vacant. Der Gehalt ist 200 Thlr. nebst 25 Thlrn. Nebeneinkünfte. Es wird hauptsächlich auf einen angenehmen Vorbeter reflectirt. Anmeldungen bei Unterzeichnetem.; .D er V o r st e h e r Joseph Löb. ' Vallendar bei Cöblenz am Rhein. Die hiesige Cantor- und Schächter-Stelle wird vom 1 firn r September dieses Jahres vacant; wir fordern qualificirte Bewerber, -die.zugleich die Thora vorlesen und womöglich einen Chor leiten können, auf, sich in portofreien Briefen zu melden und dann bis zur Prüfung die eingesandten Atteste abzuwarten. — Firirter Gehalt 200 Thlr. jährlich ohne Nebenaccidenzien. . Peiskretscham, den 7. Juli 1862. Der Synagogen-- Vorstand. I. I. Orgler. Die Stelle eines zweiten geprüften-Religionslehrers und Cantors, der einen Chor zu leiten versteht, ist in hiesiger Gemeinde vom 15. September d. I. ab zu besetze^ und. neben nicht unbedeutenden Emolumenten ein Gehalt von Thlr. 250 damit .verbunden. Befähigte Bewerber wollen ihre.Zeugnisse franco einreichen, und, finden Ünverhetrathete besondere Berücksichtigung. Hirschberg i/Schles., im Juli 1862. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Gin Leh rer, im Besitze hervorragender p a d a go gisch er Mittel, der seit einer Reihe von Jahren mit bestem Gefolge in seinem Berufe thätig gewesen ist und sich durch rhethortsche Begabtheit nuszeichnet, sucht baldigst entweder an einer Realschule oder als Lehrer und Prediger bei einer Gemeinde eine seinen Fähigkeiten angemessene Wirksamkeit. Rähere Auskunft ertheilt der Großherzoglich-Mecklenb. Landesrabbiner Z-r» S. Cohn. Schwerin i/M., 24. Inni 1862. Lehrlingsstelle - Gesuch. . Ein junger Mann, der die Prima eines Gymnasiums besucht hat, sich aber dem Kaufmannsstande widmen will, sucht eine Lehrltngsstelle in einem bedeutenderen Geschäfte, wo er am Sonnabend und an den Feiertagen nicht zu arbeiten braucht. Anmeldungen unter Chiffre J. K. nimmt Herr Dr. Philippson in Bonn an, welcher den betreffenden jungen Mann dringend empfiehlt. Bekanntmachung. Der Unterzeichnete Vorstand bringt hiermit zur, öffentlichen Kenntniß, daß im Oetober d. I. die neuen Lehrcurse der hiesigen jüdischen Lehrer-Bildungsanstalt beginnen. Die Bedingungen für die Aufnahme, die nur ein Mal jährlich, und zwar beim Beginn des Wintersemesters erfolgt, sind folgende: 1) Der Aufzunehmende muß mindestens das siebzehnte Lebensjahr zurückgelegt und Pas Älter der'Bildungsfähigkeit noch nicht überschritten haben, 2) Er muß die allgemeinen Vorkenntnisse im Hebräischen, in biblischer Geschichte, sowie in den Elementargegenständen besitzen. 3) Er hat dem Dirigenten der Anstalt folgende Schriftstücke einzureichen a) einen von ihm selbst verfaßten und geschriebenen Lebenslauf, welcher außer seinen persönlichen Verhältnissen besonders den bisherigen Gang seiner Bildung darstellt; b) ein Zeugniß über seine Schulbildung; e) ein amtliches Zeugniß über seinen bisherigen Lebenswandel; . .;; V d) ein ärztliches Zeugniß über seinen Gesundheitszustand. Auf Grund eines nach diesen Bedingungen schriftlich zu Händen des Herrn Rector Horwitz spätestens bis zum 31. August einzusendenden Gesuches wird, über die Zulassung des Angemeldeten zur Prüfung bestimmt, von deren Ergebniß seine Aufnahme oder Zurückweisung abhängt. Der Unterricht wird unentgeltlich ertheilt. Für die Subsistenz haben die Zöglinge selbst zu sorgen. Berlin, im Juli 1862. Der Vorstand der jüdischen Gemeinde. Anstalt Kr blödsinnige Israeliten! Seit längerer Zeit der Behandlung Blödsinniger mich widmend, beabsichtige ich, durch befriedigenden Erfolg und durch Anregung würdiger Männer ermuthigt, eine größere derartige Anstalt für israelitische Idioten jeden Alters und j Geschlechts am hiesigen, durch seine freundliche Lage und sonstige Verhältnisse sich besonders dazu eignenden Platze zu gründen. Durch liebevolle Pflege und Erziehung, durch thun- ) lichste geistige Entwickelung, sowie durch Anstreben einer i den Fähigkeiten entsprechenden Beschäftigung, resp. Erlernung eines Gewerbes, wird den geehrten Eltern und Vormündern,' die mir solche Unglückliche anvcrtrauen, eine -nach allen Seiten hin wohlthätige Vcrsorgungsanstalt für . dieselben geboten werden, und beliebe man sich daher wc-; gen des Näheren an mich zu wenden, wie auch die Herren Landrabbiner Dr. Meyer und Dr. Frensdorfs in Hannover sich zur freundlichen Auskunftertheilung bereit erklärt habem B. Schlesinger, .* Lehrer in Celle im Königreich Hannover.