Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 26 (1862)
- Issue
- Heft 27 (1.7.1862)
- Date
- 1862-07-01
- Page
- Seite 370 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3224737-3226310-3226338--20442-3249509- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
37V . Zum Lösten! Oktober d. I. soll bei unserer Gemeinde die Cantor -, Lehrer - und Schächtersteüe anderweitig besetzt werden. Gehalt außer den Nebeneinkünsten 17.5 Thlr. — Qualificirte Bewerber wollen sich; baldigst in portofreien) Briefen an den Unterzeichneten Vorstand wenden. Wolmirstädt bei Magdeburg, den 24. Juni 1862. 'Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. H. Mareufe. H. D. Heinemann. Eine israelitische junge Dame, die sich zur Erzieherin ausgebildet und in allen Schulfächern wie auch in mehreren neueren Sprachen sehr tüchtig ist, namentlich im Französischen, welche Sprache sie während eines längeren Aufenthalts in Paris gründlich studirt hat, sucht baldmöglichst eine Stelle in einem jüdischen Hause, als Gouvernante. ' 'Nähere' Auskunft' ertheist' Nr. M. Miihlziner, Religionslehrer in K op enh a g en. kro memoria Auf einer vorigen Sommer in der Schweiz gemachten Vergnügungsreise und einem mehrwöchentlichen Aufenthalt in Baden bei Zürich hatten wir Gelegenheit, den dortigen gut eingerichteten israelitischen Gasthof zum rothen Schild ganz zu unserer Zufriedenheit kennen zu lernen, der in jeder Beziehung den billigen Anforderungen -der Reisenden vollkommen entspricht und denjenigen Glaubensgenossen angenehm und wünschenswerth sein muß, die, sowie wir, auf das mos. Gesetz achten und gern koscher speisen'und zugleich auch ebenso gut und billig logiren wollen. Die Speisen und Getränke sind durchaus gut, die Zimmer reinlich, die Bedienung vortrefflich, das Ganze geleitet von -derfreundlichen Madame Müh l h ä u s e r, die uns von Basel aus noch bekannt ist und die von sämmtlichen Gästen geschätzt und geachtet zu werden verdient, indem sie keine Mühe scheut, die Reisenden zu befriedigen.. — Wir halten es daher für unsere Pflicht, dieses; respektable Gasthaus bestens, zu empfehlen, in der UeberzeyZung, daß es Jedermann mit: vollkommener Zufriedenheit verlassen wird. H. B. Die durch GewerLfleiß und Handel einst so blühende Stadt Enschede in der niederländischen Provinz Ober-Issel ist. fast ganz von der Erde verschwunden, Äne Feuersbrunst, ausgebrochen am 7. Mai o., und. 'angefacht durch einen heftigen Wind, verwandelte Kirchen, Schulen und Wohnhäuser in ebenso viele Schutthaufen und bedeckte Märkte und Straßen. mit deren Trümmern; sie beraubte die Bewohner des Schützes und Obdaches, entblößte sie von allem Besitze und stürzte siegln Noth uyd.Elend. Die jüdische Gemeinde daselbst/ die etwa'250 Seelen zählte, weder aus. reichen, noch aus armen Mitgliedern bestand, und stets durch Ordnungsliebe, Eintracht und Gottesfurcht sich Nuszeichnete, hat ihre Synagoge nebst Schul - und Badehaus , durch den Brand verloren und kann wegen der nieder« Versicherung nur geringen Ersatz aus der Feuerkasse beanspruchen. Noch haben die Mitglieder keine Wohnungen für ihre Familien, noch^ weilen sie unter aufgeschlagenen Zelten an der verödeten Stelle, und doch fühlen sie das Bedürfniß für ein Gotteshaus , in welchem sie sich versammeln, und für Schulhaus, in welches sie ihre Kinder zum Unterricht senden können. Was'sie unter ihren jetzigen Verhältnissen nicht aus eigenen Mitteln zu leisten vermögen, das wird) hoffentlich durch den Beistand wohlthätiger Menschen zu Stande kommen,, weshalb wir an diese uns wenden mit der innigen Bitte, Beiträge an die Unterzeichnete Commission zu senden, und mit dem heißen Gebete, der Allgütige möge den Wohlthatern seine Gnade und der unglücklich gewordenen Gemeinde seinen Beistand leihen. Die Commission zum Aufbau der abgebrannten Gebäude der jüdischen Ge-. meinde in Enschede. . Nr. I. Frankes, Oberrabb. m Zwolle. P. S. Stibbe in Kämpen. S. Susan in Deventer. S. Serphos in Enschede. So sehr wir diese Sammlung dem "frommen und wohltätigen Sinne empfehlen, so bemerken wir doch, daß dieselbe nicht mit der unsrigen, die wir feit längerer Zeit eröffnet haben, nämlich für die Abge.brann - ten selbst, zu verwechseln ist. Wir.nehmen, zu diesem Zwecke fortwährend Gaben an. ) ' Dir Redaktion der Ä. A. d. ) Für das Lesfings -Stünddild in Berlin. Löb K a tz in N i d d a 2 Thlr. — Zusammen 32 Thlr. und 5 Fl.- M W? ) Die Redäctiön« Jüdisches VWsblatt No. 26. Jakob.Rodrigo?>Zereixa^ Dchluß.s— Tischreden äin BefchneidÜttgsmähle.— Der Berg' Sinai. — Wie Juden sich noch immer .ihres..Judenthums schämen... ..... . ... , N6. . Durchs alle.Buchhandlungen , und Postämter zu beziehen. Jährlich 1 Thlr.. .Vierteljährig Vr Thlr.' ' '' , . Verlag! von Baumgartners Buchhandlung in Leipzig.'—'Drück von I. B. Hirschfeld«' ' Verantwortlicher Redakteur: I. H. Äüdor. .