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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1862-06-03 · Heft 23 (3.6.1862) · p. Seite 310

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
26 (1862)
Issue
Heft 23 (3.6.1862)
Date
1862-06-03
Page
Seite 310 (sequence 14)
Language
German
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310 Literarische Anzeige. Soeben erschien in Commission bei Julius Wildt Buchhändler in Krakau, und ist durch alle Buchhandlungen des In - und Auslandes zu beziehen: rma roö3T' Darstellung und kritische Beleuchtung der jüdischen Geheiinlehre ' von Zsaae Misses. Istes Heft. Ladenpreis 20 Sgr. Das Werk füllt eine bedeutende, allgemein gefühlte £ücfe in der Wissenschaft des Judenthums aus. Die Kabbala, einen eingreifenden Einfluß auf Leben und Cultus der Juden ausübend, war dennoch bis nun von einem dichten, undurchdringlichen Schleier umhüllt. Die Leistungen der Neuzeit in diesem Gebiete trugen nur wenig dazu bei, diesen Schleier zu lüften. Dem gelehrten Verfasser obiger Schrift ist es gelungen, durch Benutzung authentischer Quellen, unter Anderm auch eines bis jetzt ganz unbekannten Manuskriptes aus der Feder des berühmten Rabbi Jonathan Eibenschütz, wo derselbe seine Ansichten über die Kabbala niederlegt, diese Lehre nicht nur vernunftgemäß und wissenschaftlich zum System zu erheben, sondern auch in so populärer deutscher Sprache darzustellen, daß sie jedem Gebildeten ohne sonstige Vorkenntniffe verständlich werde. Die angeführten Quellen bieten zugleich eine interessante Ausbeute für Culturhistoriker, und manche räthselhafte Erscheinung im vorigen und 17ten Jahrhunderte findet Aufschluß und Erklärung. Durch C. L. Fritzsche in Leipzig ist zu beziehen: Bedeutung und Zweck des Bersöhnungstages.' Predigt, gehalten am Vorabende de.s Versöhnungsfestes 5622 in der Synagoge zu Cöthen von vr. Falk Cohn. Preis 3 Ngr. Andachtsbuch für israelitische Frauenzimmer von vr. M. Letteris. broch. 12^2 Ngr. Stunden der Andacht. Ein Gebet- und Erbauungsbuch für Israels Frauen und Jungfrauen zur öffentlichen und häuslichen Andacht von Fanny Neu da. br. 12 Ngr. Dringende Bitte an die Herren Bewerber um die Cantor- und SchächtersteÜe bei der Synagogen-Gemeinde zn Gnescn. Einem der Herren Bewerber um die von uns ausgeschriebene Stelle sind irrthümlich mehrere Atteste des Lehrers und Cantors der jüdischen Gemeinde zu Seelow bei Frankfurt a. O., Herrn A. Pacyna, übersandt worden. Die Rücksendung dieser Zeugnisse ist bis jetzt vergeblich erwartet worden, auch sind sie Herrn Pacyna nicht zugegangen. - Wir ersuchen deshalb den Herrn, welchem diese Zeugnisse irrthümlich zugegangcn sind, hierdurch, die Atteste des Herrn Pacyna schleunigst uns zurücksenden zu wollen. Gnesen, 13. Mai 1862. Der Synagogen - Gemeinde - Vorstand. Aufruf zur Wohlthätigkeit! . Am 7. Mai wurde die bedeütende Mbrikstadt Ensch e d e> nahe an der preußischen Grenze, ein Raub der Flammen, so daß von der ganzen Stadt mit ihren zahlreichen großartigen Fabrikanlagen kaum 20 Häuser von dem schrecklich wüthenden Elemente verschont blieben. Das gräßliche Loos traf auch die sämmtlichen israelitischen Einwohner, die aus 60 theils armen, theils nur wenig bemittelten Familien bestehend, jetzt brot- und obdachlos sich an alle edlen Menschenfreunde wenden, mit der dringenden Bitte um schleunige Hülfe und Unterstützung, da bei der beispiellosen Schnelligkeit, womit das Feuer um sich griff, nur das eigene nackte Leben gerettet werden konnte. Auch die Synagoge ist bis auf den Grund vernichtet. Ausgefordert von Männern aus dortiger Gegend, richten auch wir die Bitte an alle evelmüthigen Glaubensgenossen um Gaben der Barmherzigkeit, die wir in Empfang zu nehmen bereit sind, und in diesem Blatte bekannt geben werden. Bonn, 15. Mai 1862. Die Redaetion. Dr. Ludwig Philippson. Für das Lesfings - Standbild in Berlin. Von Herrn I. L. Ko lisch er in Lemberg 5 Fl. ö. W. — Zusammen 25 Thlr. und 5 Fl. ö. W. Die Redaction. Herr Rabbiner vr. G. Gott heil in Manchester (36 Burg Ncw-Hoad) hat eine Agentur übernommen. Das Institut zur Förderung der israel. Literatur. Herr A. Moos, Lehrer in Bocholt, hat eine Agentur übernommen. Das Institut zur Förderung der israel. Literatur. Meine Adresse ist jetzt: vr. Ludwig Philippson in Bon» am Rhein. Jüdisches Bolksvlatt No. 22. Rabbi Me!r von Rothenburg. (Fortsetzung.) — Reiseplaudereien. (Schluß.) — Aus dem Wiener „Figaro". — Anekdote. NB. Durch alle Buchhandlungen und Postämter zu beziehen. Jährlich 1 Thlr. Vierteljährig '/s Thlr. Verlag von Baumgärtners Buchhandlung in Leipzig. — Druck von Z. B. Hirschfeld. Verantwortlicher Redakteur: Z. H. Luder.

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