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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1862-02-18 · Heft 8 (18.2.1862) · p. Seite 26

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
26 (1862)
Issue
Heft 8 (18.2.1862)
Date
1862-02-18
Page
Seite 26 (sequence 16)
Language
German
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Karte von.Paläftina,, hebräisch und deutsch zusammen, von Rabbiner Br. E. Z. Blücher/ hocheölörirt. baär 2 Thlr. bei Baurttgartners Buchhandlung in Leipzigs 'UH u ' - Na ch od. : „Durch hie Welt." Unter diesem Titel giebt der gelehrte Herr Dr. A. I. Pick. in Wien eine illustrirte-Zeitschrift für die Jugend heraus. Mit wahrem Vergnügen begrüßen wir diese Erscheinung auf-dem Gebiete der-Journalistik, da dadurch -einem lange gehegten Wünsche in der - besten Weise entsprochen wird, zumal der Herr Redacteur ein eifriger und ausgezeichneter Pädagog ist, wie auch schon die Trefflichkeit und/Nützlichkeit dieses Blattes aus den ersten 5 Nummern jedem Sachkenner in die Augen fällt. Alle Eltern und - Lehrer werden daher aufs Angelegentlichste darauf aufmerksam gemacht.; M. Goldmann, Religionslehrer. (Durch Berschen des. Herrn Redacteurs verspätet.) , Durch die weit verbreitete Zeitung des Judenthums wurde schon früher die Anzeige gemacht, daß unter großer Feierlichkeit die Grundsteinlegung zum israelitischen, Waisenhauses suDÄheinland rülh Westphalen, den 21. Mai dieses Jahres,, startfand. Der Bau ist in einer überraschenden Weise von den Bauleuten gefördert worden, und steht das Haus prächtig nach Riß und Form im ersten Stadium da, um durch die weitern Arbeiten im kommenden Frühjahre seine Vollendung zu erreichen. Aber noch vieler Mittel bedarf es, bis dieses Ziel erreicht ist, und wenn auch viele dankcnswerthe, hochherzige Gaben aus beiden Provinzen zu diesem Zwecke eingehen ,/so,,,bedarf es dieser auch, um den Anmeldungen zu genügen, welche uns aus, beiden,Provinzen wöchentlich über die Aufnahme der Waisen eiugesandt werden. Und-der Herr wird seine Waisen nicht verlassen. Vor kurzer Zeit fanden nur eimge.Verlassene Erziehung und .Pflege, .und jetzt sind schon 14 Kinder ihrem Schicksale entrissen. Bisher hat es nicht am Röthigen gemangelt. Je mehr die Anstalt der Elternlosen aufnahm, desto reichlicher sind ihr die Mittel zur Erhaltung zugefloffen. Ist das nicht, ein göttliches, Zeichen, daß das Werk von Ihm, dem Allerbarmer, ausgegangen, und verheißt es uns nicht Seinen weitern Schutz , und Beistand? Gewiß, wir dürfen, dieser Hoffnung Raum geben, da ja auch edle Glaubensbrüder und Schwestern im Auslande mir ihre Gaben nicht versagen, wenn ich die Collecten.dort abhalte. - In welch! menschenfreundlicher. Weise fließen mir nicht sei? Jahren reiche Spenden aus der höchst wohlthatigen Gemeinde in Frankfurtam Main zu! Als ich-inr Laufe des Herbstes dort war, fand* ich die edlen Wöhlthäter unermüdet im Geben. voll Theilnahme für das emporstrebende Werk. Ich dehnte meine. Reisemach Würzburg. Md. München/aus, - und auch hier würdedem Institute Äücrkennüng urw rvarme Unterstützung zu Theil. Allen Edlen durch diese -Zeilen meinen innigen Dank! War ich auch in beiden Städten unbekannt, ich fand in Würzburg an dem Herrn Lehrer Lindner einen Förderer der guten Sache, der voll Humanität sich derselben in der bereitwilligsten Weise amiahm,^in, München eine unermüdete, liebenswürdige Begleiterist auf meiner Wanderung von Haus zu Haus an der Frau vr. Neuhäftr. Solch eine Hingebung, solch, ein Wirken für gemeinnützige Anstalten zeugt von wahrer Bildung des "Herzens und Gemüthes, und beweist uns, daß unser Judenthum. reich ist an braven, liebenswürdigen Menschen, die das Gute fördern, wo es ihnen entgegentritt. Darum blicke ich auch nicht mit Zagen in die Zukunft, sondern mit dem vollsten Gottvertrauen, obgleich der Bau bis zu seiner Vollendung, ohne die/innere Einrichtung, 20,000 Thaler, erfordert. Das Haus selbst läßt, umgeben von einem großen Garten, was Lage, große, helle Räume und Bequemlichkeit betrifft/ Nichts zu wünschen übrig, und so sind wir gern erbötig, auch wohlhabende-Waisen des In- und Auslandes auszunehmen, um ihnen den Anforderungen gemäß die nöthige Erziehung und Ausbildung angedeihen zu lassen. An ' gehörigen Lehrkräften wird es in der Anstalt zur Zeit nicht fehlen; außerdem bietet unser Gymnasium hier eine Gelegenheit zur'weitern Fortbildung. Für die Mädchen ist in einer besondern Weise die beste Sorge getragen. So kann ich die Anstalt mit vollem Rechte unfern Glaubensgenossen empfehlen, und wird sie einen Ruhm darin suchen,, ihren Pflichten aufs Strengste zü genügen. Möge Gottes Huld und Gnade weiter mit ihr und ihren künftigen Bewohnern sein, und gottesfürchtige, brave Menschen daraus hervorgehen. Fanny Mathan, Vorsteherin des Waisenhauses, für West- ... phalen und Rheinland. Zugleich bringe ich den geehrten Eltern und Vormündern des In- und Auslandes meine seit 30 Jahren bestehende Pension für junge Mädchen in geneigte Erinnerung, welche ich meiner Nichte, Johanna D in - kelspiel, als bewährter Nachfolgerin übertragen habe. Für die Lesfingstcrndsttule in Berlin. Dr. Ludwig Phrlippson in Magdeburg 5 Thlr.; Stadtrath Bennh B u r ch a r d t in Landsb erg a. d. Warthe 5 Thlr. — Zusammen 10 Thlr. ,'. Die Redaction. Jüdisches BoWblatt No. 7. Joseph Süß Oppenheimer, genannt Jud Süß. — Die Zeugen der Liebe. - Festgrüß. —, Ein jüdischer Gastwirth/inIaffa. M Durch alle Buchhandlungen und Postämter zu beziehen. Jährlich l Thlr. Vierteljährig '/-> Thlr'/ - - i ->/ //Mrlag pvn Baumgartners Buchhandlung in Leipzig. —' Druck von B. Hirschfeld. ' ‘M /V. . \ Verantwortlicher Rehacteur: K. Nabe. ' /

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