Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 26 (1862)
- Issue
- Heft 6 (4.2.1862)
- Date
- 1862-02-04
- Page
- Seite 62 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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«2 verpflichtet fühlen, Alle, die daS Bild des edlen Mannes in ihrem Herzen tragen; mit fester Zuversicht aufrüftnr Zur Gnpfängnahme der.1 ferneren WWäA lind ^zu deren- Einseichnüng ist W Beitrags-Verzeichnis fiir WSS Lessing-Standbild in Berlin werden, neben dem Schatzmeister, sämmtliche Unterzeichnete bereit sein. Berlin, den. 10. Januar 1862. Das Cömitä zur Errichtung des Lessing- Standbildes in Berlin. Baudouin, Geheimer Commerzien-Rath, Aeltesten-Vorsteher der Corporation der Kaufmannschaft. — vonBethmann-Hollweg, Staatsminister u.Minister der geistlichen, Unterrichtsu. Medicinal-Angelegenheiten.-—Bloemer, Ober-Tribunals-Rath (Vorsitzender).—L e Cog; Kaufmann. — vr. Joh. Gust. Droysen, Professor. — Friedländer, GeheimerOber-Justiz-Rath.— vr. Richard Gosche, Professor.— F. W. Gubitz, Professor der Königlichen Akademie der Künste. — Guttentag, Buchhändler ü. Stadtverordneter. — Hedemann, Bürgermeister u. Geheimer Regierungs-Rath. — Hüb euer, Ober-Bau-Director. — von Hülsen, General - Intendant der Königl. Schauspiele. — Dr. Krausnick, Ober- Bürgermeister und Geheimer Ober-Regierüngs-Rath. — Ernst Kühn, Buchdruckerei-Besitzer.— Robert Lessing, Gerichts-Assessor (Schriftführer). — Dr. O. Lindner (Stellvertreter des Schriftführers). Redaction der Vossischen Zeitung.— Lnttig, Vorsitzender der Stadtverordneten-Versammlung.— Dr. G. Magnus, Professor, zeitheriger Rector der Königlichen Friedrich - Wilhelms-Universität. — Mendelssohn, Geheimer Commerzien-Rath. — Jacques Meh er,- Fabrik - Besitzer (Stellvertreter des Schatzmeisters). — Dr. G. Parihey, Buchhändler, Mitglied der Akademie der Wissenschaften. — Dr. von Peucker, General der Infanterie und Geueral-Jnspecleur des militärischen Erziehungs- und Bildungswesens der Armee. — Dr. von Räumer, Professor und Geheimer Rath. — Leonor Reichenheim, Commerzien-Rath (Schatzmeister). — Schäffer, Stellvertreter des Vorsitzenden der Stadtverordneten-Versammlung. — I. E. Sch üller, Geheimer Ober-Po st-Rath. — Dr. Johannes Schulze, Wirklicher Geheimer Ober- Regierungs-Rath (Stellvertreter des Vorsitzenden). — Dr. Ed. Simson, Appellationsgerichts - Vice - Präsident in Frankfurt a. d. O. — Dr. A. Twesten, Professor.— Dr. M. Veit, Stadtverordneter. — Robert Warschauer, Commerzien-Rath.— von Webern, General-Lieutenant a. D. — Dr. A. T. Woeniger, Stadtrath. — \ ■-? afeir uns bereits Mehrfach darüber geäußert, daß wir die Errichtung einer Statue Lessings in Berlin neben Schiller und GÄrthe als ein wahrhaftes Ereigniß begrüßen, und daß wir es für eine theure Pflicht unserer Glaubensgenossen, auch außerhalb Berlins, halten, reichliche Beisteuern für Lessings Denkmal zu geben. Für uns ist Lessing insonders der entschiedene Vorkämpfer für Gewissensfreiheit, und geradezu der Verfechter für die Gleichstellung der Juden und die Gleichberechtigung des Judenthums, und zwar von seiner frühesten Jugend an, lange bevor er Moses Mendelssohn kennen gelernt, indem er seine dramatische Laufbahn mit „die Juden" fast begann und mit »Nathan der Weise" beschloß. Auch wir sind daher bereit, Beiträge anzunehmen, sie in dieser Zeitung zu veröffentlichen und dem obigen Comite zu übersenden. Magdeburg, den 26. Januar 1862. Die Redaction. An die israelitischen Gemeinden und Lehrer in Preußen. Die preußischen Kammern sind eröffnet, und bereits hat die Präsidentenwahl erwiesen, nicht allein daß die liberale Partei die große Mehrheit des Abgeordnetenhauses bildet, sondern auch daß die Fortschrittspartei eine verhältnißmäßig bedeutende Fraktion ausmacht, und unter Umständen über die Stimmenmehrheit verfügen kann. Hinsichtlich zweier Punkte wollen wir daher die Aufmerksamkeit unserer Glaubensgenossen in Preußen wecken. 1) Es ist kein Zweifel, daß die Königl. Regierung dem Abgeordnetenhause den Entwurf zu einem Unterrichtsgesetze vorlegen werde; nur über die Zeit steht noch^. nichts fest, nach den neuesten Nachrichten soll es in zwei Monaten geschehen. Hierbei ist es nun unumgänglich nothwendig, daß auch der Indische Theil des preußischen Volkes sich vernehmen laffe, seine Ansprüche erhebe, seine Wünsche ausspreche. Zunächst erachten wir es für durchaus zweckmäßig, daß die jüdischen Lehrer in einer Petition an das Abgeordnetenhaus die Bedürfnisse und Rechte der jüdischen Schule geltend machen und um deren Berücksichtigung bei den Berathungen über das Unterrichtsgesetz bitten. Wir würden den Lehrern Vorschlägen, je nach einer Provinz zu peMoniren, und, da gry-