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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1862-01-14 · Heft 3 (14.1.1862) · p. Seite 8

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
26 (1862)
Issue
Heft 3 (14.1.1862)
Date
1862-01-14
Page
Seite 8 (sequence 16)
Language
German
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Oxffe«tliche,Da«ksaMNg, Nach 17jAhrigem Wirken-schied amxl. b/M. durch Versetzung nach Polnisch Crone der erste Lehrer an unserer jüdischen Schule, Herr LouisPulvermann aus unseres -Mitte. Hir verlieren in ihm einen braven und pflichtgetreuen Lehrer, der das allgemeinste Vertrauen der Gemeinde genoß. Seinem eben so fleißigen als gediegenen Unterricht ick Hebräischen hat unsere Jugend außerordentlich' viel zu danken. Ueberhaupt ist sein Einfluß auf das geistige Wohl und Gedeihen unserer Jugend von dem günstigsten Erfolge begleitet gewesen. Wir bedauern daher im Interesse der Schule sein Scheiden und thut es uns unendlich leid, daß wir nicht in der Lage waren, seinen Wünschen Genüge zu leisten. Wir wollen hoffen, daß wir einen ähnlichen Nachfolger bekommen und Herrn Pulver mann versichern, daß wir ihm auch in der Ferne ein dauerndes Andenken bewahren werden, zugleich aber aBch tvünschen, daß-er gesund an seinem neuen Bestimmungsorte angelangt sein und auch dort recht kräftig und segensreich wirken möge, damit der Spruch des weisen Salomo auch an ihm sich bewähren möge! ni22 nbrir a^aan. Schönlanke, den Z.Januar 1862. Ker Schulvorstand. I. S. Cohn. Michelsohn. Weinberg» Stachrnf. Pr^ Stargardt, 24. December. Meine Gemeinde hat durch das Hinscheiden eines theuern, würdigsten Mitgliedes nbrrÄ -wiN'' in» abiahi p'-iatn %-irt V^t 2^82, Vaters unseres sehr verehrten Vorstehers Herrn T. Goldfarb, einen harten Verlust erlitten, und ich fühle mich gedrungen, meinem verewigten Freunde, mit dem ich 8 ^/r Jahre in inniger Freundschaft gelebt, wo wir uns so manche Stunde in der heiligen Gotteslehre ergötzten — in diesen geschätzten Blättern ein Denkmal der Liebe und Verehrung zu setzen, ''inst ■’t-pi ma'n S-ibstt Nach langen Jahren des Kampfes und harten Schicksalen ließ ihn Gott— gleich Vater Jakob bei seinem geliebten Joseph -— den Herbst seines Lebens bei seinem geliebten Sohne recht viele Freude und Wonne genießen, und wie er hier gelebt und gestrebt hat a^rabi^n •’Tib nni^ni naw ibaw tmb so starb er auch pb'h — nau ■»wri 20. d. M. Abends in einem Alter von 86 Jahren. Sein ganzes Leben war dem Dienste des Allerhöchsten, der Förderung von Gottesfurcht und Lugend gewidmet, in welcher Beziehung er stets als frommes Beispiel und edles Vorbild seiner Umgebung wie unserer ganzen Gemeinde war.- Seine tiefinnerste Frömmigkeit, Sanftmuth und Bescheidenheit haben ihm die allgemeine Hochachtung verschafft und noch weit über das Grab hinaus ihm ein liebendes und ehrenvolles Andenken gcfiHn^,,WezFeMyr,,LeichmbegLngM.beLheiliM^M-,,eln solch zahlreiches Gefolges wie dies noch nie in derMe-i stgen Gemeinde vorkam. Nicht. nuralle Glieder der Gemeinde, Jung und sondern^auch mehrere Mitglieder des Magistrats .uM MlSOWeOHMMi und viele achtbare MiMche^Bstrgsr^-fosgtkn. seines jLeiche^;. Am: Grabe sprach ich anknüpfend >am.,die -Worte, die der Verstorbene vor 4 Jahren 8 Monaten bei der. Einweihung des, neuen Friedho.fech, wo ihm^als.-Seyior . der. plbi p'n der Schlüssel jzum)Oeffnen ides phs überreicht worden, gesprochen: „jt rrn« ab «3« pi-L * ^b-; inns", worauf ihm die Gemeinde im Chor"'antwortete bschi'k' Nr ‘•n a^p^ii n"b. Heute" rüst Deine fromme Seele dieselben Worte, und wflr^ruftn Dir lpiederum nach nr Wn u. s. w. •££Außdr^denl-SFeÄm an Arme und Bedürftige'Seitens der.Hmt^rbWiwen/'stMÄwGvckbst.-Ltt -»"»«-Gebet voniMehreren Gemeindemitgliedern am30 Lhlr. für:^ die'hiefigen WohlthätigkeitLvereine 'gespendet'worden. ■ H. Leffer, Rabbiner. Herr S. C er HM sinh'Herr Benish in.London haben.. auf, die..diesjährigen Schriften des Instituts feine MmÄWWN. .eingeschickt. Diejenigen der früheren Abonnurten,. welche dieselben zu erhalten wünschen, werden ersucht,c sich.schleunigst und unmittelbar am den L. Phillrppson in Magdeburg zu wenden. . ... Das Institut zur Forderung der israel»Literatur. Erklärung. Seit einiger Zeit mehr. als je werden von Privatpersonen Gesuche um Geldunterstützungen aus den verschiedensten und fernsten Gegenden an mich gerichtet. Ich besitze leider nicht die Mittel, denselben persönlich zu genügen. Noch weniger, aber bin ich im Stande, durch die „Allgemeine Ztg. des Iudenthums" Sammlungen für Privatzwecke zu veranstalten, weil dies weder obrigkeitlich gestattet ist, noch der Zweck einer Zeitschrift es erlaubt, und am wenigsten eine Grenzlinie darin'gefunden würde. Magdeburg, den 1. Januar 4862. L-r. Ludwig Philippson. Jüdisches VoMblatt No. 2 Plaudereien. — Der Handel in Algerien nach den drei Religionen. — Die Juden in der bayer'schen Pfalz. — Anekdoten. 1^6. Durch alle Buchhandlungen und Postämter zu beziehen. Jährlich 1 Thlr. Vierteljährig *A Thlr. .1 .u Verlag von Baumgartners Buchhandlung in Leipzig. — Druck von Z. B. Hirsch^eld. V ' Verantwortlicher Redacteur: K. Nabe.

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