Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 25 (1861)
- Issue
- Heft 36 (3.9.1861)
- Date
- 1861-09-03
- Page
- Seite 526 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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ie mit vielem Beifall aufgenvmmene Predigt: „Entweihdt Israels Heiligthümcr nicht", Cvnfirmationsrede, gehalten am 2. Juni 1861 in der Hauptsynagoge zu Berlin von vr. Julius Landsberger, ist, auf Vieler Verlangen gedruckt, durch jedö Buchhandlung für 3 Sgr. zu beziehen von W. I. Peiser in Berlin, 142 Friedrichsstraße. J53T Derjenige Lehrer, welcher sich wegen eines Machsors an Herrn Ür. Sachs in Berlin gewandt hatte, beliebe seine Adresse in der Buchhandlung von vr. M. Poppelauer in Berlin, Aeüe Friedrichsstraße 61. niederzulegen« Danksagung. Nachdem vor zwei Iahrdn mein Mann mit dem Tode abgegangen, weigerten sich dessen Brüder, trotz aller Bemühungen mehrerer Menschenfreunde und autorisirter Rabbinen, Mir die rituelle Chalizah (LcviratsscheiduNg) zu gewähren. In dieser unglücklichen Lage wandte ich mich um Verwendung am Seine Hochwürdcn, den Herrn Rabbiner zu Mga, or. A. Nöumann, erblichen Ehrenbürger und Beamten zu besondern Aufträgen in jüdischen Angelegenheiten bei Seiner Durchlaucht dem Fürsten und General- Gouverneur Suwarow. Herr Dr. Neumann, der liebreich und bereitwillig seine Kräfte allezeit dem Dienste seiner Glaubensgenossen weihet, verwendete sich dieserhalb bei Sr. Durchlaucht und behauptete, daß am 7./19. v. M. die vorschriftsmäßige Chalizah zu Stande kam. — Mit überströmendem Herzen fühle ich mich daher gedrungen,' Sr. Durchlaucht, dem hochherzigen, edlen Fürsten meinen heißesten Dank öffentlich zu Füßen zu legen. Noch lange, lange möge er segensreich walten zum Wohle des Staates und zum Tröste der Leidenden! n-na yir raaa:. “■aab j-pm ab^’b ,abis> „Vor der Sonne blühe sein Name, wie der Mond dauere er imtüerdar und seine Nachkommenschaft auf ewig!" —— Auch dem Herrn vr. Neumann statte ich hiermit für seinen uneigennützigen Eifer in dieser Sache meine tiefempfundenste Danksagung ab. Möge es ihm recht viele Jahre noch vergönnt sein, thatkräftig zu wirken zum Segen und zum Heil unter seines Mitbrübern! iiasnb i-infcmn aib nana -pfia n*f3'; Mitaü, im August 1861. Lina Michelsohn, geb. Aronftanrm. An milde Menschenherzen! Ein schreckliches Unglück hat' unsere Stabt ereilt. Ans 13. d. M. Nachts 11'/2 Uhr brach> durch ruchlose Hcind angelegt, in einer nahen Scheune Feuer aus, und griff bei tobendem Sturme mit solcher Vehemenz um sich, daß binnen 2 Stunden 17 Scheunen mit der vollen diesjährigen Ernte, so wie 61 Gebäude, darunter die Synagoge mit dm heiligen Gesetzrollen, das wnnarn n^a mit allen d>nöa ein Raub der zehrenden Flamme wurden, Einige siebzig Familien, fast durchweg jüdische, wurden durch diesen verheerenden Brand obdachlos und irren, von Allem vollständig entblößt, in den verwaisten, leeren Straßen umher. An den rauchenden Trümmern ihrer ehemaligen Wohnstätte, an den Grabesplätzen ihrer Habe und ihres Vermögens stehen nun jammernd und wehklagend diese verarmten Abgebrannten und aus ihren gepreßten Herzen dringet ach! der Schmerzensschrei: „Woher soll nun Hülfe kommen?" — Aber unsere Hülfe ist Gott! — Er sendet seine Engel, die liebenden Menschen aus, erwecket in ihrem Herzen düs Gefühl der Barmherzigkeit, auf daß sie durch ihren Beistand die Thränen der Armen trocknen und den gebeugten, niedergedrückten Muth der Unglücklichen erfrischen und aufrichten. Und diese Engel, diese mitleidsvollen Herzen, das seid ihr Söhne Israels, die ihr von der Welt mit Recht aniam genannt werdet. — Wohlan denn, ihr Gemeinden von näh und fern, ihr MäNnvr und Weiber, ihr Jünglinge und Jungfrauen, helfet, rettet! — Opfert eüre Spenden der Güte auf dem Altäre der Menschenliebe und trachtet darnach, durch eure rasche,' kräftige Hülfe eure stehenden Mitbrüdcr und Mitschwestern von Noth Und Untergang zu befreien. — Nicht umsonst ist je an cucrn Wohlthätigkeitssinn appellirt worden, und auch diesmal werden wohl unsere Bitten nicht machtlos an euren weichen Seelen und warmen Herzen vorüberziehen. Das gebe Gott! — „Heil Dem, der b em Bedürftigen aufhilft, am T a g e der N o th wird auch ihn der Herr erretten. ' Zerkotv, den 16. August 1861. Der Corhorations - Vorstand. A. Nubinsohn. I. Kastelan, .Kaufmann. L. SWIafct, Kaufmann. $£. Rackwitz, Lehrer. Die Rcdaction b. Bl. erklärt sich bereit, Spenden cntgegenzunehmen, und sic in dieser Zeitung bekannt zu geben. SST Wir muffen bemerken, daß wit nicht im Stande sind, unseren österreichischen Abonnenten das Abonnement zu 3 Fl. oft. W. zu berechnen, sondern können die östittr Banknoten nur zürn Tageskurse , annehmen. Wir müßten sonst in der Hat auf jedes Eremplar Geld zulegem Das Institut zur Forderung der israel. Literatur. ""Jüdisches Volksblatt No. SST" König Alfons von Spanien und die Juden. — Dör Wunderglaube dlö. Durch alle Buchhandlungen und Postämter zu deichen. Jährlich 1 Thlr« Vierteljährig V« Thlr« Verlag von Baumgartners Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirschfeld. Verantwortlicher Redacteur: K. Näbe.