Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-07-23 · Heft 30 (23.7.1861) · p. Seite 438

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 30 (23.7.1861)
Date
1861-07-23
Page
Seite 438 (sequence 16)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/3224737-3226256-3226287--19616-3248641
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

nen daher jedem Freunde des Denkens und des Gedankens diese Schrift sowohl als eine anregende, wie nicht minder zur Orientirung irn heutigen Judenthume, beziehungsweise zur. Selbstbestimmung nützliche und wichtige, aufs Nachdrücklichste anempfehlen. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen: in Mannheim durch Tobias Löffler. Im Verlage von Louis Gerschel in Berlin, Oranienburger -Str. 27, ist erschienen: 'nvrv bsh “nrriö Die Festgebete Jet Israeliten. Tert und Uebersetzung mit erläuternden Anmerkungen. Von Dr. Michetel Sachs. Vierte Auflage. 9 Bde. Preis: Druckpapier 4% Thlr. Velinpapier 5s/e Thlr. Das geehrte Publikum wird hierdurch auf eine neue Ausgabe des obigen Werkes aufmerksam gemacht, durch welche das einmal geweckte und nur immer stärker hervortretende Bedürfniß nach einer angemessenen Uebertragung der jüdischen Festgebete zweckmäßig befriedigt werden soll. In dem Maße, in welchem die Bildung der deutschen Judenhcit gewachsen ist, haben sich auch ihre Anforderungen an die Mittel gesteigert, welche man ihr zum Berständniß der alten überlieferten Gebete darbietet. Es genügen ihr nicht mehr jene sowohl der Sprache, als auch noch öfter dem Sprachgeiste nach undeutschen und wegen ihrer häufigen Unverständlichkeit fast ungenießbaren Uebertragungen, welche besonders bei den Feftgebeten bisher üblich waren. Der gebildete Israelit will des ganzen ihm dargebotenen Gebetstoffes Meister werden; er will nicht bei einem gewissen Halbdunkel des Verständnisses stehen bleiben, sondern was er seinem Gott verträgt, soll vorher nnt den Empfindungen seines Herzens, mit der Klarheit des verständigen Bewußtseins und mit seinem geläuterten Geschmacke in volle Uebereinstimmung gebracht sein. Und vollends an den Festtagen möchte er sich nichts verloren gehen lassen von dem reichen poetischen Gehalte, der ihm da geboten wird, von den eigenthümlichen Anschauungen, von den vielfachen, oft nur schwach angedeuteten Hinweisungen auf biblische und rabbrnische Stellen, von der Menge geschichtlicher Bezüge, die in den Festgebeten überall ihm begegnen. Er möchte sich durch dies Altes im Strome seiner Andacht nicht gehemmt, sondern durch ein tieferes Berständniß mächtig emporgehoben und gefördert sehen. Solches Verlangen nun befriedigt nach allen Seiten das „Machsor-des Herrn vr. Michael Sachs". Es sind darin alle Schwierigkeiten glücklich, überwunden, welche dem Unternehmen einer Uebersetzung desselben in so großer Zahl entgegentreten. Mit bewährter Meisterschaft ist sowohl der Ausdruck und die poetische Form, als auch der innerste Geist des Originals vollkommen wiedergegeben, und doch ist auch wieder der deutsche Genius derart zu seinem Rechte gekommen, daß man kaum glauben möchte, eine Uebersetzung vor sich zu haben. Daher bietet dieses Buch zugleich die schönste Sammlung religiöser Lieder des jüdischen Mittelalters, aus welcher man auch außerhalb des Gotteshauses und abgesehen von den Zwecken kirchlicher Erbauung, die reichste Belehrung und Anregung, sowie eine allgemeinere Kenntniß dieser poetischen Gattung schöpfen kann. Die erläuternden Anmerkungen find kurz, aber inhaltreich und entsprechen dem Zwecke, den Leser über alle einschlagenden Anspielungen und Andeutungen zu orientiren. Endlich sind der correcte Tert, die große Bequemlichkeit der Anordnung, die jedes Nachschlagen und Hin- und Herblättern überflüssig macht, die Wohlfeilheit trotz der schönen Ausstattung und des Volumens Vorzüge, die dem Machsor in den weitesten Kreisen Aufnahme zu bereiten verdienen. Ich ersuche daher Vorstände, Rabbiner, Prediger und Lehrer der resp. Gemeinden,. durch Verwendung ihres Einflusses für die Anschaffung des Machsor in ihrem Bereiche gütigst wirken zu wollen. v Das; ganze, aus 208 Bogen in gr. 8. bestehende Werk umfaßt in seinen 9 Theilen: I. und U. Band Rosch ha-.Schanah, III. und IV. Band Jom Kippur, V. undVI. Band Sukkoth, VII. und VIII. Band Peßach, IX. Bänd Schabuoth, und beträgt deren Ladenpreis 42/3 Thlr., auf Velinpapier 55/e Thlr. Die Ausgaben für den polnischen und deutschen Ritüs find vollständig gesondert. Die erste Abtheilung, die Festgebete für Rosch ha-Schanah und Jom Kippur enthaltend, wird einzeln zum Preise von 2 Thalern abgegeben. Das Machsor ist stets in den verschiedensten Prachtbänden, welche von der Verlagshandtung nur zum Herstellungspreise berechnet werden, vorräthig. Alle Buchhandlungen nehmen Bestellungen entgegen. Subscribentensammler erhalten auf zehn Exemplare ein Freiexemplar, und wird denselben bei größeren Aufträgen nach Uebereinkunft ein angemessener Rabatt bewilligt. In demselben Verlage ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: - Das Gebetbuch der Israeliten mit vollständigem, sorgfältig durchgesehenem Tert. Reu übersetzt und erläutert Kr«'. Michael Sachs. 3. Auflage. Druckpapier 24 Sgr., Velinpapier l'/e Thlr. In den elegantesten Einbänden mit und ohne Goldschnitt in Leinen, Leder und Sammet stets vorräthig. Statt jeder Anpreisung dürste die Bemerkung genügen, daß der Siddur in Beziehung seiner äußeren Ausstattung sowohl als in Rücksicht auf seine herrliche, > gemü'th - und geistvolle deutsche Uebersetzung und Erläuterung ganz der Vollkommenheit des Sachs'schen Machsor entspricht. Der Uebersetzer hat wortgetreu mit seiner klang- und poesiereichen Sprache die altehrwürdigen Gebete Israels in Gemüth erwärmendem Tone wiederaegeben und sie der Andacht bedürftigen Seele vorgeführt, wie sie dem glühenden Herzen und der wohlgeübten Feder jener frommen Sänger der Vorzeit entströmten. Von vielen andern Vorzügen des Buches soll nur die wissenschaftlich werthvolle Uebertragung der Pirke Aboth hervorgehoben werden, die über viele schwierrge Stellen ein neues Licht verbreitet, so wie die meisterhaft gelungene Nachbildung der schönsten Semiroth., . Die technische Einrichtung dieses Siddur ist in Rücksicht auf das weibliche Geschlecht so getroffen, daß nicht nur ein Jnhaltsverzeichniß das Auffinden der Gebetstücke sehr erleichtert, sondern es find auch die sich wiederholeUden Stücke mit der Uebersetzung abermals an den betreffenden Stellen abgedruckt und somit jede Nothwendigkeit des Nachschlagens vermieden worden. Demerku ngen. Herrn vr. Sch. in 8. bei F.: An gekommen! Die Redaktion. Jüdisches Bolksblatt Ro. 29. Im Walde. — MiScellanea. — Curiosum. — Wohlthätigkeit. Keine Hüte mehr! — Eine Synagogen-Einweihung im New- Port im Jahre 1763. NB. Durch alle Buchhandlungen und Postämter zu beziehen. Jährlich 1 Thlr. Vierteljährig V* Thlr. Verlag von Baumgärtyers Buchhandlung in Leipzig. — Druck von Z. B. Hirschfeld. Verantwortlicher Redakteur: K. Nabe.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.